Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

Wie_der_Eisbaer

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Es wird ja in vielen Beiträgen auf Innotec (oder ähnliche) Kleber hingewiesen und man (ich) bekommt den Eindruck, dass es ein wirkliches Wunderprodukt ist (klebt sogar Unterwasser!)
Also kann es ja alles nicht so schwierig sein und wird sich in der Verarbeitung von Silikon nicht groß unterscheiden…

Die Folge war jetzt eine tagelange Suche nach einer Leckage!
Nachdem ich Schritt für Schritt alle möglichen Schwachstellen überprüft hatte (Milchwölkchen), aber keine Leckage gefunden hatte und dann prophylaktisch (aber ohne Erfolg) Durchführungen nachträglich nochmal abgedichtet sowie verdächtige Bereiche mit Folienflicken überklebt hatte, habe ich dann am Ende als letzte Möglichkeit, den Pumpenschacht (200 L Regentonne mit 110 Flansch am Boden) ausgegraben, ausgebaut und überprüft.

Und siehe da: der Flansch war jetzt undicht.

Ursache: Zum einen hatte ich der Spaltüberbrückung von Adheseal zu viel zugetraut und die Versteifungsstege am Boden nicht entfernt, sondern nur mit Adheseal aufgefüllt. Und dann war meine Materialvorbereitung offensichtlich nicht ausreichend!

Auf der Homepage von Innotec kann man sich das schön herunterladen (wenn ich das mal vorher gemacht hätte) http://www.innotec-online.de/index.php?ID=4&section_id=15&subID=3

Also Grundsätzlich muss der Untergrund natürlich sauber und fettfrei sein, aber die Tücke liegt wohl im Detail!

Ich möchte hier keine Werbung für Innotec machen und dies gilt im gleichen Maße sicher auch für vergleichbare Produkte anderer Hersteller.
Da habe ich aber nichts weiter zu dem Thema gefunden.
Und die meisten Händler bieten zwar diese Kleber an, aber man bekommt nicht automatisch den Hinweis auf die Verarbeitung.
Und da kann man einfach den Eindruck bekommen, dass man nur ein wenig schleifen und mit einem Lösungsmittel entfetten muss und alles ist OK.
Aber gerade Regentonnen oder HT Rohre sind aus PP oder PE und recht heikel in der Verklebung.
Und da ist eine gute Vorbereitung einfach wichtig – vor allem, wenn man an die Stelle dann nicht mehr so einfach dran kommt und diese auch noch druckbelastet ist!

So steht es in der Technischen Information von Innotec Adheseal:

Untergrund Metall, Kunststoff, Glas, Holz, Aluminium, Trespa, Beton, usw...
Vorbereitung desUntergrundes: sauber, trocken und fettfrei.
Den Untergrund mit Innotec Multisol oder Seal and Bond Remover reinigen.
Kunststoffuntergrund mit Innotec Repaplast Cleaner reinigen. Kunststoff, poröse oder sehr schwierige Untergründe müssen zunächst mit Innotec Repaplast Primer oder Seal Guard behandelt werden.

Hier mal zusammengefasst, was die einzelnen Produkte von Innotec sind:

Multisol ist ein professioneller Reiniger, der speziell zur sicheren Reinigung der meisten Flächen vor dem Verkleben, Abdichten oder sonstigen Bearbeitungen entwickelt wurde.
Mischung aus: Alkohole, Aromatische und alifatische Kohlenwasserstoffe

Seal and Bond Remover ist ein technisches Reinigungsmittel zum schnellen und effizienten Entfernen
zahlreicher Kleber. Das Produkt weicht die meisten Kleber und Dichtmassen auf, um sie leichter entfernen zu
können.
Mischung aus: alifatische, aromatische und oxigenierte Kohlenwasserstoffe.

Repaplast Cleaner Anti Static ist ein professioneller Reiniger, der speziell zur Reinigung der meisten
Kunststoffe entwickelt wurde. Aufgrund seiner einzigartigen Zusammensetzung eignet sich dieses sichere
und effiziente Produkt insbesondere zum antistatischen Entfetten und Vorreinigen von Kunststoffen, die
anschließend ausgebessert oder weiterbehandelt werden müssen.
Mischung aus: Alkohol, Äther und aliphatischen Kohlenwasserstoffe(n),
Antistatische Additive

Repaplast Primer New Formula ist ein professionelles Haftungsmittel für die geläufigsten Kunststoffe. Mit seiner
neuen, einzigartigen Zusammensetzung sorgt das Produkt für eine deutlich höhere Haftung bei Ausbesserungen,
Klebeverbindungen, Lackierungen und sonstigen Bearbeitungen.
Basis Haftvermittler auf Polymer-Basis
Untergrund Die geläufigsten Kunststoffe, wie Polypropylen, Polyethylen, Polyurethan,Elastomermischungen, ABS, TPO, aber auch heikle Materialien, wie Metall, Edelstahl, (Natur-)Stein usw.

Seal Guard ist ein sehr hochwertiger haftungssteigernder Primer, der das Haftvermögen diverser Dichtmassen
verbessert. Das Produkt ist insbesondere für poröse Materialien, doch auch für die meisten anderen Flächen
geeignet.
Basis silanmodifizierte Polymere
Untergrund Verschiedene Untergründe, wie Metall, Naturstein, Holz, Kunststoffe, usw...

Nochmal, damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Ich arbeite nicht für Innotech und verkaufe den Kram auch nicht. Es hätte mir nur viel Ärger erspart, wenn ich das vorher gewusst hätte.
So bin ich nur aus Schaden klug geworden und wollte dies hier teilen.

Gruß, Knut
 

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dpoessl

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

Hi,

bin auch gerade dabei meine Regentonnen mit Flanschen zu verbinden.

Adheseal habe ich bereits hier liegen.

Nun wollte ich dich mit deinenErfahrungen und auch euch andere da draußen fragen, wie ich die Sache jetzt am besten und wirklich 100%ig dich verbinden kann?

Brauche ich wirklich das gesamte Innotec Programm? Also Reiniger, Primer und dann erst den eigentlich "Kleber" ?

Oder reicht es auch wenn ich die Oberfläche anrauhe, entfette und dann "verklebe"?

Vielen Dank für eure Hilfe
 

dragsterrobby

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

Moin,
das würde mich auch interessieren, da ich auch demnächst feste Anschlüsse verkleben will!
 

Zacky

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

Also ich habe auch mit Innotec und anderen Dichtmitteln gearbeitet. Bislang habe ich keinerlei Probleme, selbst meine Sichtscheibe im Keller ist im Grunde genommen, nur mit Innotec eingeklebt. Das Ganze natürlich auch reichlich, so dass es überall nach dem Andrücken raus gequollen ist. Ich habe die Untergründe teils nur mit einem trockenen Haushaltstuch (Einwegrolle Z*w* o.ä.) gereinigt und bislang "toi-toi-toi" keine Schadstellen oder Leckagen.
 

Wie_der_Eisbaer

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

Das kommt auf das Material der Regentonne an.
Das ist oft PP und damit verbinden sich Kleber recht schlecht (manche sagen auch gar nicht)

In dem Fall (mit dem Flansch) ist Innotec aber eher eine Dichtungsmasse, als ein Kleber.

Mein Problem war aber, dass ich die Verstärkungsstege am Boden der Tonne gelassen hatte und dachte, dass Innotec das schon abdichten würde, wenn man den Flansch dann anschraubt.
Aber das war dann doch zu viel des Guten. :box

Ich habe also alles wieder abgemacht, Stege entfernt, angeschliffen und mit dem Seal & Bond Remover gereinigt.
Andere Lösungsmittel gehen sicher auch, aber das würde ich mindestens machen.

Und dann - wie Zacky schon geschrieben hat - reichlich aufgetragen.
Und bis jetzt ist alles dicht

Wenn es um eine haltbare Verklebung mit Innotec Adheseal geht, würde ich bei PP den Primer verwenden.

Viel Erfolg,

Knut
 

Nori

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

...oder man macht den Schmutzablauf in eine Seitenwand und modelliert (z.B. mit Beton) eine zum Ablauf ausgerichtete Fläche.

Gruß Nori
 

Wie_der_Eisbaer

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

...oder man macht den Schmutzablauf in eine Seitenwand und modelliert (z.B. mit Beton) eine zum Ablauf ausgerichtete Fläche.

Gruß Nori

Richtig, Nori!

jedoch hat bei dem Regentonnenmodell der 110er Flansch nicht an die Seite gepasst, da es dort Abstufungen gibt. Deshalb habe ich den Flansch am Boden montiert.
(Die Tonne ist mein Pumpenschacht und der Flansch der Zulauf aus dem Bodenfilter).

Gruß, Knut
 

Patrick K

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AW: Aus Schaden wird man klug – Verarbeiten von Innotec Adheseal

Hallo :D

Wenn man den Flansch schon so abdichten möchte sollte man diesen erst leicht verschrauben und wirklich nur so das er sitzt, dann sollte der Kleber 1-2 Tage trocknen , erst dann sollte man den Flansch festziehen so quetscht man die trockene Klebermasse nochmal ein und die Verbindung sollte dann auch Dicht sein.

Ich selber benutze da lieber ein Stück EPDM Teichfolie als Dichtung zwischen Flansch und "Behälter":oki

Gruss Patrick :cool:
 

Oiram74

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Ich habe heute auch den undichten Hahn an der Regentonne neu eingeklebt und dann abgedichtet. Als ersten das Bohrungsloch mit einem Skalpell von Kunststoffaufwürfen am Bohrungsrand befreit. Dann mit Spiritus entfettet. Dann Habe ich Repaplast Primer auf den Kunststoff aufgesprüht. Dann trocknen lassen. Dann 2k Kleber Repaplast auf den Flansch des Hahnes aufgebracht und innen an der Mutter mit Flansch. Und das alles ziemlich zügig. Weil das Zeug super schnell aushärtet.
2k Kleber, weil ich eine feste Verbindung wollte. Dann habe ich Adheseal zusätzlich an der Regentonne aussen und innen am Flansch des Hahns als auch innen an dem Flansch der Mutter angebracht. Jetzt noch 4-5 Stunden abtrocknen lassen. Und dann befüllen.

Sollte für die Ewigkeit halten.

Im übrigen hab ich auch schon ein angebohrtes HT Fallrohr mit Adheseal abgedichtet. Angerauht. Auch alles gereinigt. Haftvermittler (Seal Guard) drauf. Dann ablüften lassen. Dann Adheseal dick drauf, und dann habe ich auf das Loch ein vorher ausgeschnittenes Stück Kunststoff Rohrstück des gleichen Rohres (Radius also gleich) aufgedrückt. Mit leichten Druck über Stunden aushärten lassen. Da es ein innenliegendes Regenrohr ist, welches ich von aussen zugänglich gemacht habe (Beton aufgestemmt-scheiss arbeit), habe ich eine Revisionsklappe an der Wand angebracht. Damit ich für die Zukunft mal reinschauen kann, ob alles noch dicht ist. Fallrohr sehe ich nicht so problematisch, weil kein stehendes, drückendes Wasser.
 

teichinteressent

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Regentonnen bzw. PP sind eines der Materialien, von den sich MS-Polymer ohne große Mühe rückstandslos entfernen läßt.
Darum ist eine Verschraubung, wie bei den Flanschen, enorm wichtig. Ordentlich verschrauben kann ich natürlich nur, wenn ich plane Flächen habe.
Das wurde hier schon richtig bemerkt.

Ich habe die Flächen lediglich mit PVC-Reiniger gereinigt, eingestrichen (beim Flansch zwei Raupen beidseitig der Löcher) und zusammen geschraubt. Zusätzlich sind die Schraubenköpfe und das austretende Gewinde abzudichten.
Alle ca. 30 Verbindungen sind seit etlichen Jahren dauerhaft dicht, sprich, kein Wasserverlust.
 
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