Autofokus überprüfen

Frank

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Hallo,

ich habe heute mit Hilfe des Traumflieger Reports den Autofokus meiner Objektive überprüft.

Eigentlich bin ich zufrieden.
Nur ausgerechnet das Makro von Sigma ... :kopfkratz

Canon 17 - 85 mm IS bei F/5,6 leider den ISO Wert auf 800 verstellt, deswegen rauschen:
Canon 17 - 85 F.5,6_01.jpg 

Canon 18 - 55 mm bei F/5,6 ISO 100 (Kitobjektiv):
Canon 18 - 55 mm F.5,6 Kitobjektiv_01.jpg 

Canon 70 - 200 bei F/4 ISO 100:
Canon 70 - 200 mm F.4_01.jpg 

Sigma 150 mm Makro bei F/2,8 lieder den ISO Wert auch hier auf 800 verstellt, deshalb rauschen:
Sigma 150 mm Makro F.2,8_01.jpg 

Alle Objektive sind auf max. Brennweite bei kürzester möglicher Distanz (außer dem Makro von Sigma) eingestellt.

Was sagen denn die Spezies hier zu dem Sigma.
Der Bereich ist ja noch nicht so gravierend außerhalb des Optimums ...
Aber ich denke gerade bei gering gewolltem Schärfetiefebereich könnte man Schwierigkeiten bekommen.
Es ist überhaupt möglich Verbesserungen durch Neujustierung zu erzielen?
 

Claudia & Ludwig

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AW: Autofokus überprüfen

@ Alex

na auf jeden Fall justiert das 150er im negativen Bereich, also deutlich vor dem zu fotografierenden Objekt. Gerade bei einem Makroobjektiv eine störende Eigenschaft ... zumindest, wenn man bei diesen Fotos den Autofokus überhaupt benutzt.

Auf die Frage, ob eine Justierung etwas bringt, wissen wir auch keine Antwort. Aber bei den Traumfliegern ist doch eine Servicenummer von Sigma angegeben. Die würden wir einmal versuchen zu fragen, ob die Fehljustierung des Autofokus unter Garantiearbeiten fällt, falls das Objektiv noch ziemlich neu ist (ist es doch, oder irren wir uns ???). Und wenn schon nicht als Garantiefall, vielleicht lassen die sich ja überreden etwas "kulant" zu sein :)
 
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Alex45525

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Allerdings: Kann das überhaupt an dem Objektiv liegen?

Vorausgesetzt Du hast in Deiner Kamera ein passives Autofocussystem (Kontrastmessung statt Infrarot-Abstandsmessung), dann stellt die Kamera so lange an dem Objektiv, bis der maximale Kontrast längs einer bestimmten Linie, bzw einer Horizontalen und einer Vertikalen (Kreuzsensor) gegeben ist. D.h. das Objektiv "weiß" überhaupt nicht, wann die Schärfe erreicht ist. Bei einer Mehrzonen-Messung wird das ganze noch komplizierter. Hier geht man davon aus, dass die verschiedenen Messzonen - die über das ganze Bild verteilt sind - auch unterschiedlich weit entfernt sind. Die Strategie der Kamera besteht dann darin, die Schärfe so einzustellen, dass möglichst viele dieser Zonen möglichst scharf wiedergegeben werden. Bei Vollautomatik wird dies außer durch Autofokus auch durch eine gezielte Blendensteuerung ermöglicht.

Welches Messverfahren mit welchem Sensortyp verwendest Du? Eigentlich ist nur eine Begrenzung auf einen, nämlich den mittleren, Spot für diesen Test überhaupt sinnvoll. Vermutlich kannst Du Deinen Autofokus so konfigurieren, dass nur der Mittelpunkt im Sucher als Entfernungsmesser aktiv ist.

Und: Muss der Schärfebereich nach vorne und nach hinten überhaupt jeweils gleich groß sein? Ich denke nicht! Stellt man nämlich auf einen weit entfernten Punkt scharf, ist der Schärfentiefebereich erheblich größer (tiefer), als wenn man auf einen Nahpunkt einstellt.

Hinzu kommt ein gewisses Spiel in den Lagern der Objektive. Versuch doch mal, das Objektiv leicht zu verdrehen (Focus-Ring), aber ohne den Antriebsmotor mitzudrehen. Ein leichtes Spiel sollte man trotz aller Präzision spüren können. Ändert sich dabei etwas an dem Bildergebnis???

Hmmm, bin mal gespannt, was sich als Ursache erweist.
 

thias

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AW: Autofokus überprüfen

Hallo Frank,

im DSLR-Forum wird öfter davon berichtet, dass Objektive mit Erfolg nachjustiert wurden, in der Gewährleistungszeit ohne Kosten (ansonsten verdeckter Mangel?).
Mach mal mehrere Bilder und lass den Autofokus von rechts und von links anfahren (natürlich nur mit dem zentralen Fokusfeld). Ist die Schärfenebene reproduzierbar?
Probiere mal manuell zu fokusieren, schaffst du es genauer?

Sicherlich wirst du bei Makroaufnahmen meist von Hand fokusieren, aber es ist schon ärgerlich.
Man unterstellt ja den Zweitanbiedern, dasss die Objektive nicht nochmal endjustiert werden und deshalb preiswerter sind. Nur bei denjenigen, den es stört wird das kostenlos nachgeholt.
 

Alex45525

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Hallo Thias,

nach weiteren Überlegungen habe auch ich vor allem das Lagerspiel im Objektiv in Verdacht. Andererseits: Die hier abgebildete Aufnahmesituation ist in der Praxis höchst selten. Meist arbeitet man mit kleinerer Blende (= größere BlendenZAHL) und hat dadurch nicht nur mehr Schärfentiefe, sondern erreicht auch die volle Abbildungsleistung des Objektives. Die ist nämlich bei den maximalen Blendenwerten nicht gegeben.
 

Frank

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Guten morgen,

da sind sie ja ... :oki

ludwig schrieb:
na auf jeden Fall justiert das 150er im negativen Bereich, also deutlich vor dem zu fotografierenden Objekt. Gerade bei einem Makroobjektiv eine störende Eigenschaft ... zumindest, wenn man bei diesen Fotos den Autofokus überhaupt benutzt.

Wenn man genau schaut, handelt es sich zwar "nur" um 2 mm aber gerade im Makrobereich können 2 mm schon Welten sein.
Überlegt mal, wenn ich bei gewünschter Unschärfe im Tiefenbereich auf die Augen eines Insektes scharfstellen möchte, und wo ich dann lande ...
Natürlich benutze ich, wenn möglich den manuellen Fokus, nur was ist, wenn mein Motiv einfach nicht stillhalten will?
Ich stelle dann die Cam auf AI Servo und verlass mich auf den Autofokus ... oder hab ich noch nicht genug Übung mit dem manuellen? Wie macht ihr das?
Ich werde mal bei Sigma anrufen, mal sehen was die sagen ... :kopfkratz

Alex schrieb:
Welches Messverfahren mit welchem Sensortyp verwendest Du? Eigentlich ist nur eine Begrenzung auf einen, nämlich den mittleren, Spot für diesen Test überhaupt sinnvoll. Vermutlich kannst Du Deinen Autofokus so konfigurieren, dass nur der Mittelpunkt im Sucher als Entfernungsmesser aktiv ist.

Die Kamera, eine EOS 400D, hat einen, jetzt muss ich abschreiben: TTL-CT-SIR CMOS Sensor, ist also passiv.
Eingestellt habe ich übrigens auf den mittleren (und einzigen) Kreuzsensor.
Will heißen, Fehler durch das scharfstellen auf andere Sensoren ist damit ausgeschlossen.

Alex schrieb:
Vorausgesetzt Du hast in Deiner Kamera ein passives Autofocussystem (Kontrastmessung statt Infrarot-Abstandsmessung), dann stellt die Kamera so lange an dem Objektiv, bis der maximale Kontrast längs einer bestimmten Linie, bzw einer Horizontalen und einer Vertikalen (Kreuzsensor) gegeben ist. D.h. das Objektiv "weiß" überhaupt nicht, wann die Schärfe erreicht ist.

Aber ich stelle durch die Linse scharf. Und warum fokussieren meine anderen Objektive dann ziemlich genau?
Hier weiß ich noch nicht genau, was du meinst. :kopfkratz

Alex schrieb:
Und: Muss der Schärfebereich nach vorne und nach hinten überhaupt jeweils gleich groß sein? Ich denke nicht! Stellt man nämlich auf einen weit entfernten Punkt scharf, ist der Schärfentiefebereich erheblich größer (tiefer), als wenn man auf einen Nahpunkt einstellt.

Das sehe ich bei einem Makro Objektiv aber ganz anders. Beim Tele OK. Aber beim Makro möchte ich doch Objekte aus nächster Nähe betrachten, oder? :wunder
Den Schärfentiefebereich versuche ich doch anhand einer kleinen Blende zu erreichen ...

Alex schrieb:
Hinzu kommt ein gewisses Spiel in den Lagern der Objektive. Versuch doch mal, das Objektiv leicht zu verdrehen (Focus-Ring), aber ohne den Antriebsmotor mitzudrehen. Ein leichtes Spiel sollte man trotz aller Präzision spüren können. Ändert sich dabei etwas an dem Bildergebnis???

Habe drei verschiedene Aufnahmen gemacht, durch verdrehen des Fokussierringes.
Rausgekommen ist immer exakt das gleiche Ergebnis.
Hab aber ehrlich gesagt auch nicht darauf geachtet, ob ich ein leichtes Spiel feststellen kann.

Thias schrieb:
im DSLR-Forum wird öfter davon berichtet, dass Objektive mit Erfolg nachjustiert wurden, in der Gewährleistungszeit ohne Kosten (ansonsten verdeckter Mangel?).

DSLR Forum ... da sind einige die echt Ahnung haben, aber Mann ... der Umgangston dort ... mehr möchte ich nicht hinzufügen. :?
Gelesen habe ich da auch von. Deshalb bin ich ja überhaupt erst auf die "Überprüfung" meiner Linsen gekommen. :zwinker

Thias schrieb:
Probiere mal manuell zu fokusieren, schaffst du es genauer?

Das muss ich nochmal versuchen. :oki

Thias schrieb:
Man unterstellt ja den Zweitanbiedern, dasss die Objektive nicht nochmal endjustiert werden und deshalb preiswerter sind.

Achso :wunder das wusst ich ned, wird demnächst in meine Kaufüberlegungen mit einfließen :jaja
 

Frank

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Hi Alex,

hast während meiner Antwort "dazwischegefunkt" ... :lach

Die hier abgebildete Aufnahmesituation ist in der Praxis höchst selten. Meist arbeitet man mit kleinerer Blende (= größere BlendenZAHL) und hat dadurch nicht nur mehr Schärfentiefe, sondern erreicht auch die volle Abbildungsleistung des Objektives. Die ist nämlich bei den maximalen Blendenwerten nicht gegeben.

Damit hast du natürlich recht, das ganze ist ja auch nur ein Text, um seine doch teilweise recht teueren Linsen zu überprüfen. ;)

Den Siemensstern nimmt man ja auch weniger als "erstklassiges Motiv" auf. :lach
 

Alex45525

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Hallo Frank,

wollen wir doch mal alle Klarheiten beseitigen:

Aber ich stelle durch die Linse scharf. Und warum fokussieren meine anderen Objektive dann ziemlich genau?
Hier weiß ich noch nicht genau, was du meinst.

Die Kamera detektiert den Kontrastwert entlang einer Linie oder Kreuzstruktur (Kreuzsensor). Dabei verändert sie die Fokussierung des Objektives. Sukzessive wird so lange variiert und gemessen, bis der Kontrast im Messfeld den Maximalwert erreicht hat. Das alles geht - vor allem bei den tollen usm-Objektiven (Neid!) - rasend schnell. Wichtig ist, dass der Schärfepunkt mindestens einmal überschritten werden muss (Sonst weiß die Kamera ja nicht, was das Maximum ist). Danach werden die Schärewerte wieder schlechter und die Kamera dreht den Fokus zurück auf das vorher festgestellte Maximum. Ohje, ich hoffe, das kann man überhaupt verstehen...:kopfkratz
Dies ist auch der Grund dafür, dass das Lagerspiel im Objektiv so stark zu Buche schlägt. Wenn beim Zurückstellen der vorher gemerkte Punkt - je nach Algorythmus - nicht wieder getroffen wird, weil die Linsen im mechanischen Bezugssytem (Motor, Getriebe, Lager, Linsenträger, Linsen) "wackeln", dann macht sich das m.M.n. durch genau die beobachtete Unschärfe bemerkbar.
Soweit meine bescheidenen, sicher nicht mehr ganz aktuellen Kenntnisse über den Autofokus.


Das sehe ich bei einem Makro Objektiv aber ganz anders. Beim Tele OK. Aber beim Makro möchte ich doch Objekte aus nächster Nähe betrachten, oder?
Die besondere Herausforderung bei der Makrofotografie besteht darin, genügend Schärfentiefe zu bekommen. Dies funktioniert nur über das weitgehende Schliessen der Blende. Und dann hat man meist zu wenig Licht. Das korrigiert man mit empfindlicherem Film, worauf das Bild grobkörniger wird (Analogfotografie). TOLL! Was tun? Einziger Ausweg: Mehr Licht! Viel mehr!!!
Die Profis benutzen spezielle Aufnahmetische mit Power-Blitzen und diversen Aufhellern, sogenannte Lichtzelte und vieles andere. Mega-Aufwand!
Und: Die beste Abbildungsleistung erreichen die Objektive bei mittleren Blenden. Die Schärfe ist bereits besser als bei der offenen Blende. Und die Vignettierung (Abschattung zu den Randbereichen hin) ist noch nicht so stark ausgeprägt, wie bei der fast geschlossenen Blende.

Siemensstern? Was hast Du gegen mein Lieblingsmotiv???
:lachboden :lachboden :lachboden :lachboden :lachboden
 

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