Fotos Karnivoren

StefanS

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Hallo zusammen,

bekanntlich experimentiere ich ja derzeit mit einem "Mini-Moorbeet" im Kübel. Wenn alles klappt, will ich im Freiland ein grösseres Moorbeet anlegen. Das "Mini-Moor" steht derzeit im Gewächshaus, dessen Tür auch nachts nicht geschlossen wird. Den Pflanzen scheint es hervorragend zu bekommen: Nachts minimal 5 Grad, tagsüber bis 35 Grad. Wobei mir natürlich klar ist, dass da einige Kandidaten dabei sind, bei denen es ganz schön eng wird, wenn die Temperaturen noch weiter sinken. Derzeit werden die Pflanzen zu Testzwecken mit 50 % entsalztem Wasser und 50 % Teichwasser gegossen (Tendenz Teichwasser zunehmend). Da sich im Gewächshaus naturgemäss jede Menge Insekten finden, haben die Karnivoren im Überfluss zu futtern.

Einige Fotos wollte ich Euch nicht vorenthalten.

Beste Grüsse
Stefan
 

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StefanS

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Und noch ein paar Fotos mehr.

Beste Grüsse
Stefan
 

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Guten Morgen Stefan,

sehr schöne Bilder von den Moorpflanzen, das sieht ja richtig nach Fotosessions aus. Habe gesehen, das wir im Lexikon nun auch schon ein paar Moorpflanzen haben, vielleicht kannste da ja auch noch deine Mitarbeit wirken lassen ;) , wirklich schöne Fodos .

Hmmm, zu welchen Temperaturen überleben eigentlich diese Moorpflanzen ? Vor meinen Gesteinsbrocken wäre sicher noch ein kleiner Platz frei, um sowas kleines anzulegen 8)
 

Frank

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Hallo Stefan,

ich kann Tommi nur beipflichten, sehr schön.

Die Drosera..., sind die bläschen eigentlich immer da, oder nur wenn Beute drinnen ist?

MfG
Frank
 

Knoblauchkröte

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Hallo Stefan,

die Schlauchpflanzen und Venusfliegenfalle überstehen Frost. Drosera capensis verträgt nur leichten Frost und stirbt dann meist oberflächlich ab. Friert der Boden nicht durch kann er aber wieder aus Wurzelstücken austreiben (die Wurzeln werden recht lang und kräftig). Drosera aliciae, die Utricularien und das Fettkraut werden bei Frost natürlich den Löffel abgeben. Für die Kannenpflanze sind schon unter 15 Grad ein Greul.

MfG Frank
 

Knoblauchkröte

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Hi Frank,

beim Sonnentau gibt es ohne Bläschen keine Beute. Die Bläschen sind Klebstoff und Verdauungsflüssigkeit in einem und wenn die Klebttropfen verschwinden ist das ein Zeichen das die Luftfeuchtigkeit zu gering geworden ist. Bei höherer Luftfeuchte kommen dann auch die Klebetropfen wieder.

MfG Frank
 

Nestor

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Weiß einer von euch welche Art von Pinguicula das daoben aufm Foto ist? Davon habe ich auch welche, weiß aber leider nicht den korrekten Namen.

Gruß Björn
 

Christian

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Hallo Stefan,
sehr schöne Pflanzen, meine sind so langsam am einziehen! Ich habe auch eine capensis, aber ich lasse sie draussen wenn es was wird, ist gut, wenn nicht dann kommt sie halt auf den Kompost!

Hallo Nestor,
die meisten Pinguiculas aus den Gärtnereien, sind irgendwas tropisches, den genauen namen weiß ich leider nicht, ich glaube Weser o.ä.!
 

StefanS

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Hallo Frank,
hallo Christian,

dass die Kanne den Löffel abgibt, ist mir schon klar - oder doch nicht ?? In meinem Gewächshaus überwintere ich (im Sommer ist das ein reiner Glutofen und dient nur als Abstellraum...) Zitrusbäme, trop. Seerosen und Mittelmeerpflanzen, die keinen Frost vertragen. Die Temperatur wird nachts auf minimal +5 Grad gehalten. Die Sonne scheint aber hier auch im Winter recht intensiv, so dass an vielen Tagen +25 bis +35 Grad, mitunter sogar deutlich mehr, erreicht werden. Für die Zitrusbäume ein Problem, denn sie wissen nicht, was nu eigentlich Sache ist (sie fallen unter +10 Grad in Winterruhe, die Temperatur pendelt also immer um diesen Wert). Für Nepenthes, Drosera, Fettkraut, Untricula usw. können diese Bedingungen aber vielleicht - noch - ausreichen, jedenfalls finden sie es im Augenblick noch super und gedeihen prima. Wenn dem so ist, bin ich ja bereit, die Pflanzen im Winter aus dem Moorbeet zu nehmen und im GW zu überwintern (obwohl ich eigentlich das mit nicht noch mehr Pflanzen veranstalten wollte - sie sind aber einfach zu schön).

Andererseits weiss ich nicht, ob +5 Grad nachts und Wärme tagsüber nicht für Venusfliegenfallen (und Schlauchpflanzen ?) "zu wenig Winter" ist. Das Problem würde sich allerdings von selbst lösen, die Pflanzen bleiben im Moorbeet ja ganzjährig draussen.

Wir hatten wieder einige superschwere Regenfälle (unglaubliche Wassermassen, keine Ahnung, ob es die Pflänzchen im Freien überstanden hätten). Die sind zwar immer nach kurzer Zeit vorbei, der Lehmboden bleibt aber triefend nass. Wieder keine Gelegenheit, das Moorbeet auszuheben (leider sind ein paar andere Sachen auch vordringlich). Aber: Wird schon noch, bevor der Frühsommer kommt und wieder alles knallhart wird. Ich brauche ja auch das Erdreich für die Geländegestaltung. Mehr und mehr wird auch klar, dass der Überlauf/die Drainage zum echten Problem werden wird. Nach heftigen Regenfällen dauert es einfach zu lange, bis das Wasser abzieht.

Bis dahin kann ich fröhlich im Mini-Moor testen: Wer schafft es (noch), für welche Pflanzen sind selbst gemässigte Bedingungen zu hart ? (Im vergangenen Jahr sind alle meine tropischen Seerosen im Gewächshaus eingegangen, weil ich im Vertrauen auf die Temperaturen und Wetterberichte den Frostwächter nicht eingeschaltet hatte.) Taugt das Teichwasser ? Wie hoch ist der Wasserbedarf ? Wie gehen die Karnivoren mit einem Überangebot an Beute um ?

Ist schon sehr spannend, das Thema.

Hallo Tommi,

Fotos würde ich zwar bereitwillig zur Verfügung stellen, allerdings habe ich von den Pflanzen einfach zu wenig Ahnung, um etwas zum Pflanzenlexikon schreiben zu können.

Beste Grüsse
Stefan
 

StefanS

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Hallo Moorbeetfreunde,

vielleicht ein kleiner Zwischenbericht von meinem Minimoor:

Es steht bekanntlich im Gewächshaus, das grundsätzlich unbeheizt ist, aber minimal auf +5 Grad gehalten wird. Gegenwärtig haben wir wunderschönes Wetter, wenn auch etwas kalt: Tagsüber werden es im GW ca. 35 Grad, nachts muss der Frostwächter aktiv werden, denn bei wolkenlosem Himmel wird es nachts nun einmal bitterkalt (ca. 0 Grad).

Was soll ich sagen: ALLE Karnivoren empfinden diese Bedingungen (zumindest bis jetzt) als Optimal, selbst die Nepenthes. Sie treibt wie verrückt neue Blätter und bildet Kannen aus. Ich habe sie wieder aus dem kleinen Kübel herausgenommen, weil sie ihre Kollegen zu überwuchern drohte. Das Fettkraut scheint zu explodieren, bildet neue Rosetten aus und hat derzeit 7 Blüten, die achte kommt gerade. Die Utricularia blühen und scheinen sich ebenfalls sehr wohl zu fühlen. Das ist es kein Wunder, dass die beiden Drosera capensis zwar allmählich welke Blätter bekommen , aber dutzende neuer bilden. Die VFF scheint einzuziehen, treiben aber ebenfalls noch neu aus. Lediglich die Schlauchfallen scheinen etwas mattere Winterfarben zu bekommen.

Ich bin hoch zufrieden und sehe mit Spannung der weiteren Entwicklung entgegen.

Beste Grüsse
Stefan
 

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