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Frage zum Produkt AlgoFin Fadenalgenvernichter

Dieses Thema im Forum "Algen" wurde erstellt von Freediver98617, 27. Apr. 2019.

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  1. Freediver98617

    Freediver98617 Mitglied

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    Hallo,

    mein Gartenteich inkl. der Goldfische ist erst seit kurzem in Betrieb. Es setzen sich erste Fadenalgen ab und ich würde gerne etwas dagegen unternehmen.

    Deshalb möchte ich das o.g. Produkt einsetzen. Soweit alles klar, aber dort steht auf der Rückseite "während der Behandlung nicht über UV Klärer und Aktivkohle filtern".

    Ist dies so ernst zu nehmen? Muss die UV Lampe im Filter tatsächlich ausgeschaltet werden und wenn ja wie lang?

    Der Filter ist von Pontec PondoPress 10000.

    Vielen Dank für eure Hilfe.

    Marek
     
  2. DbSam

    DbSam Mitglied

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    Ja, Du kannst etwas sinnvolles unternehmen:
    1. Zuschauen und den Teich erst einmal in Ruhe lassen.
    2. Teilwasserwechsel nie vergessen
    3. und ganz wichtig:
      ein paar Gedanken über einen größeren Teich machen, denn die 2 m³ schrumpfen wenn die Goldfische wachsen.
    4. etc. pp.

    Gruß Carsten

    PS:
    Bring Ruhe rein und warte ab.
    Ein Teich ist niemals völlig clean. Im Normalfall, bei einer funktionierenden Biologie, sollten die Fadenalgen von einem kurzen Algenteppich 'ersetzt' werden.
     
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  3. troll20

    troll20 Mitglied

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    Naja, was wird passieren :wunder

    Überlegen wir mal welche Szenarien in Frage kommen.
    Algenex von egal wem rein, Algen sterben und setzen alle aufgenommenen Stoffe frei. Dazu kommt es noch zu einem rapiden O2 abfall.
    Ergebnis alle Algen sind kurzfristig tot und die Fische gleich mit.
    Oder:
    Du hast Glück die Algen sterben und die Fische überleben es.
    Gehen aber geschwächt aus der Situation. Die Temperaturen im Teich steigen in kürze auf den Lauchfähigenbereich. Fische laichen ab. Eiweiß Nitrit usw. werden nicht schnell genug abgebaut da der Filter ohne die Algen aber mit den Resten derer überfordert ist. Ergebnis Algen kurzfristig tot, Fische langfristig gehimmelt.
    Nächste Möglichkeit, was ja auch deine Frage war.
    UvC bleibt an. Algenmittel wird schneller zersetzt als die vorhanden Algen sterben. Oder aber Aktivkohle filtert sämtliche Algengifte raus bevor Algen sterben. Ergebnis:
    Algen noch da genauso wie die meisten Fische mit etwas Glück.
    Aber Geld verbrannt, hat man ja eh zu viel von.

    Im übrigen, basieren die meisten Antialgen-Mittel auf Cu Basis, wenn ich mich recht erinnere. Und das ist u.a. auch ein Nervengift für Lebewesen wie Frösche, Salamander und so weiter usw.

    Aber alles nicht so schlimm, den der Verkäufer hat alles richtig gemacht. Er hat nur die Vorgaben seines Chefs umgesetzt und verkauft, was ja sein Job ist.
     
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  4. DbSam

    DbSam Mitglied

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    Nun, darüber kann man leider keine verlässliche Aussage treffen, denn alle Hersteller halten sich sehr, sehr bedeckt ...
    Es wird in den Sicherheitsdatenblättern nur das offengelegt, was gesetzlich vorgeschrieben ist.

    Und da wird als ein Teil des Inhaltsstoffes das Pestizid "Monolinuron" aufgeführt.
    Als Trägerstoff für die grüngefärbte Emulsion wird 1,2-Propandiol eingesetzt, mehr ist aus dem Stück Papier leider nicht zu ermitteln.
    Man könnte jetzt noch spekulieren, ob sich hinter der grünen Farbe etwas Kupfer versteckt - aber das lasse ich mal besser sein.
    (Z.Bsp. liegt der kritische Grenzwert bei weichem Wasser schon bei 0,03 mg/l.)

    René hat es schon geschrieben:
    Man kippt ein Mittel in das Wasser und die Algen zersetzen sich.
    Yeah, cool, super, geht doch ... :like Was die immer alle dagegen haben ...

    Na ja, die Algen sind weg und wie oben von René aufgeführt, sind alle gebunden Stoffe wieder frei im Wasser verfügbar und dienen der nächsten Generation als Nahrung ...
    Also hat man damit seinem Biotop überhaupt nichts Gutes angetan. Nur noch Pestizid und weitere unbekannte Stoffe zu den im Teich schon vorhandenen dazugekippt.
    Auf gut deutsch: Prima, fein gemacht. :wand

    Deshalb auch die Wiederholung der Tipps aus meinem ersten Post :

    • gib dem Teich und dessen Biologie Zeit
    • wie bei einem Aquarium ist auch bei einem kleinen Teich ein regelmäßiger Teilwasserwechsel wichtig, um Abbauprodukte zu entfernen/zu minimieren.
    • ebenso die Filterreinigung der "Filterpresskugel", welche ich persönlich sogar für Deinen kleinen Teich für zu klein halte.
      (Aber das ist wieder ein anderes Thema, auch wenn dieses Problem dabei zum tragen kommt.)
    • Wenn die Fadenalgen überhand nehmen, dann stimmt etwas mit dem Teichmanagement nicht.

    Ansonsten ist eine händische Entfernung der Fadenalgen immer noch die beste Option zur Entfernung derer ...
    Mit Hilfe einer Algenhexe ist das auch kein großer Aufwand.


    Schönen Sonntag noch,
    Gruß Carsten
    :)
     
  5. Eugen

    Eugen Mitglied

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    Also dass in diesem Mittelchen (zumindest vor etlichen Jahren) ua. auch Cu enthalten ist,wurde per analytischer Chemie nachgewiesen.
    Tja das waren noch schöne Zeiten hier im Forum :))
    Die grüne Farbe hat aber mit Cu nix zu tun, kommt aber besser als pink oder rot. Grün ist die "Natur"
    Btw Cu wäre zb als Sulfat blau. Der bekannte "Grünspan" also CuO ist schwer wasserlöslich. Deswegen geben "alte" Kupferrinnen auch keine Cu-Ionen ins Regenwasser ab.
     
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  6. DbSam

    DbSam Mitglied

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    Hallo Eugen,

    deswegen schrieb ich, dass ich nicht spekuliere. :)
    Und so ein zartes hellbau bekommt man halt auch schnell in Richtung grün gefärbt.


    Gruß Carsten

    PS:
    Na ja, mit weichen Wasser, also fehlender Karbonathärte, dann bekommst Du die Cu-Ionen schon gelöst ...
     
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  7. senator20_2000

    senator20_2000 Mitglied

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    Muss es denn immer ne wissenschaft werden? mein Indikator für zu viele Algen sind Wasserlinsen (oder auch entengrütze genannt) , Froschbiss geht auch.
    der vermehrt sich explosionsartig , aber nur solage genügend Nährstoffe sind und lässt sich einfach abkäschern & Komposieren.
    Ich weiß nicht wo da da Problem ist, sich ne Tasse Kostenlose Entengrütze von irrgend einem Teich zu besorgen??
    bei meinen 2 teichen und 6 Becken funktioniert das ohne Probleme.
    wobei man nicht alle Fadenalgen vernichten sollte, da sie auch ein ideales Revier für Wasserschnecken und Libellen sind...
     
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  8. Biotopfan

    Biotopfan Mitglied

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    Hei, Entengrütze is ja noch schlimmer als Fadenalgen...
    Wenn dann nimm was, das im Winter sicher abstirbt.
    zb. Muschelblumen. Die lassen sich auch den ganzen Sommer über super entnehmen und so den Nährstoffgehalt minimieren.
    Dann kannst Du im nächsten Jahr wieder neu entscheiden, was für einen Nährstoffzehrer Du einsetzen willst...
    VG Monika
     
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  9. Wetterleuchten

    Wetterleuchten Mitglied

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    Die Entengrütze aber auch. Versuch mal, gefühlt tausende Babyschnecken aus dem fisseligen Zeug zu pulen. :blauauge
    Ich hatte im neuangelegten Teich letztes Jahr einen Nährstoffpeak und eingeschleppte Entengrütze, die sich rasant vermehrte. Kurz hab ich überlegt, ob ich nicht einfach Suppe draus kochen soll, wär bestimmt nicht schlecht gewesen mit den vielen knackigen Schneckchen .. :rofl Immerhin war der Anblick schön wildromantisch. Im November hatte ich genügend Wasserstand, dass ich die Entengrütze über den Überlauf ablassen konnte. Die großen Nährstoffzehrer aka höhere Pflanzen sind aber inzwischen gut eingewachsen und ich hoffe, dass es reicht, das bisschen Entengrütze, das sich schon wieder einfindet, schnell abzufischen.
    Außerdem verspreche ich mir auch einen mittel- bis langfristigen Effekt durch die Investition richtig gutes und vergleichsweise teures Laubschutznetz von Naturagart. Das lässt nämlich tatsächlich nicht das kleinste Weidenblättchen oder Nädelchen oder Beerchen durch im Gegensatz zu dem grobmaschigen Zeug, das einem sonst so verkauft wird.

    Man hat doch mit so einem Teich ein unendlich spannendes Experimentier- und Beobachtungsfeld für natürliche Prozesse, eine Schande, da mit Chemie reinzukrätschen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29. Apr. 2019
  10. Anja W.

    Anja W. Mitglied

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    Hallo Beate,
    bei uns in der trocknen Heide lieben auch manche Vögel die Entengrütze. Am Rand ist der Teich immer grützefrei.

    Ich habe mir eben mal das Netz angesehen. Was meinst Du, können da Vögel drin hängenbleiben? Da wir nicht immer am Teich sind, habe ich mich bisher immer gegen ein Netz entschieden, obwohl Kiefernnadeln und Laub ein echtes Problem sind und das Teichmoos und Algen im Frühjahr den ganzen Teich zuwuchern.

    Nachdem mein Vater vor Jahren mal die Idee hatte, die Heidelbeeren selbst essen zu wollen und Netze über die Büschen gespannt hat, habe ich solche in schlechter Erinnerung. Als wir das nächste mal draußen waren, hingen 2 tote Vögel da drin...

    Herzliche Grüße
    Anja
     
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