Youtube Facebook Twitter

Krebse für den Teich--welche?

Dieses Thema im Forum "Krebse-Edelkrebse" wurde erstellt von owl-andre, 8. März 2005.

Die Seite wird geladen...
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. owl-andre

    owl-andre Mitglied

    Registriert seit:
    8. März 2005
    Beiträge:
    367
    Galerie Fotos:
    2
    Teichtiefe (cm):
    1,60
    Teichvol. (l):
    ca 18.000l
    Hallo,wollte mir für meinen teich Krebse zulegen-Frage,Welche und woher beziehen?
     
  2. Knoblauchkröte

    Knoblauchkröte Experte Mod-Team

    Registriert seit:
    23. Okt. 2004
    Beiträge:
    6.164
    Galerie Fotos:
    0
    Beruf:
    Zerspaner
    Teichfläche (m²):
    130
    Teichtiefe (cm):
    160
    Teichvol. (l):
    100000
    Hi,

    da kommen eigentlich nur heimische Krebse in Betracht und von diesen ist eigentlich nur der Edelkrebs (Flußkrebs - Astacus astacus) verwendbar. Die sind allerding auch nur bedingt für einen Teich geeignet (Bachbewohner), da sie kein warmes, veralgtes Wasser vertragen und von der Krebspest dahingerafft werden. Auch darf der Boden nicht schlammig sein, sondern sollte kiesig oder allenfalls sandig sein und jede Menge Unterstände unter Wurzeln und Steinen bieten. Die amerikanischen sind viel anspruchsloser, sollte man aber auf keinen Fall einsetzen da Krebse sehr schnell abwandern wenn ihnen die Umgebung nicht behagt. So kommt es zur Faunenverfälchung und sollten irgendwo in der näheren Umgebung noch heimische Flußkrebse leben wird dies dann ihr Ende sein, da die amerikanischen Krebse die Krebspest übertragen ohne selbst von ihr befallen zu werden. Auf keinen Fall Marmorkrebse einsetzen, da alle Weibchen sind und selbstständig für Nachwuch sorgen können (jeder Krebs bekommt ohne zutun von Männchen Nachwuch - Jungfernzeugung). Flußkrebse bekommst Du nur bei darauf spezialisierten Züchtern. Zum sauberhalten von Gartenteichen (Algenbekämpfung, Blätterfressen) eignen sich Krebse nicht, da nur die Algen und nicht die Ursache davon bekämpft werden. Sie fressen zwar Grünzeug und Abfälle, fressen aber auch alles andere was sie erreichen können (Kaulquappen, Insektenlarven, Teichpflanzen, usw.)

    MfG Frank
     
  3. Jürgen

    Jürgen Mitglied

    Registriert seit:
    15. Aug. 2004
    Beiträge:
    247
    Galerie Fotos:
    0
  4. StefanS

    StefanS Mitglied

    Registriert seit:
    14. Aug. 2004
    Beiträge:
    781
    Galerie Fotos:
    0
    Teichtiefe (cm):
    1,10
    Teichvol. (l):
    ca. 60.000
    Hallo Andre,

    mein Wissen über Krebse ist nur angelesen. Den Ausführungen von Frank ist nichts hinzuzufügen. Sie besagen eigentlich: Keine Krebse im Gartenteich. Allerdings - und das weiss ich nicht einzuordnen - hat Karsten wohl gute Erfahrungen mit Krebsen gemacht (erstaunlich, da die Jungs und Mädels ja zum "Ausbüchsen" neigen). Vielleicht kontaktierst Du ihn ja auch einmal.

    Beste Grüsse
    Stefan
     
  5. karsten.

    karsten. Mod-Team

    Registriert seit:
    16. Aug. 2004
    Beiträge:
    4.529
    Galerie Fotos:
    134
    Beruf:
    Bauer ................. (Metallbauer)
    Teichfläche (m²):
    25
    Teichtiefe (cm):
    150
    Teichvol. (l):
    15432
    re

    Hallo
    im Anderen Forum :shock:
    hatten wir es mehrmals davon.
    einfach als Suchbegriff "Krebse" eingeben ........

    u.a. der hier :

    Krebsvorsorge
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9. Nov. 2018
  6. bonsai

    bonsai Mitglied

    Registriert seit:
    22. Okt. 2004
    Beiträge:
    263
    Galerie Fotos:
    68
    Teichvol. (l):
    25m³
    Hallo aus dem Norden
    in meinem Teich halte ich seit drei Jahren Edelkrebse (Astacus Astacus) mit sehr gutem Erfolg. Der Aufwuchs wird bei mir durch die großen Fische in Grenzen gehalten.
    Ab ca. 25° C Wassertemperatur stellen sie das Fressen ein, verlassen aber den Teich nicht. Abwanderungen im geringen Umfang hatte ich, da ich erwachsene Exemplare eingesetzt habe. Bei Besatz mit Jährlingen soll dass nicht vorkommen.Die Männchen sind untereinander ziehmlich aggressiv, bis zum Kannibalismus.
    Liegt der Teich sonnig und/oder weiter im Süden, ist der Signalkrebs eine gute Alternative, der verläßt oberhalb 28°C das Wasser unnd versteckt sich in Teichnähe unter Baumwurzeln, verrottenden Stämmen o.Ä..
    Mischbesatz ist nicht möglich.
    Bestandsregulierung durch Abfang mit einer Reuse( hauptsächlich Männchen reduzieren). Die Krebse sind als nachtaktive Tiere mit Ausnahme des Novembers das ganze Jahr nicht zu sehen, außer der Hunger treibt sie aus dem Versteck (dann ist der Teich aber schon ziehmlich kahl gefressen). Im November ist Paarungszeit, dann sind die Panzerritter auch tagsüber unterwegs und auf Brautschau.
    Krebse fressen alles, sogar gerne das Herbstlaub, dass immer im Teich landet. Die Reihenfolge der Lieblingsspeise muss allerdings nicht mit den Wünschen der Teichbesitzer übereinstimmen, weiche Pfanzen fressen die auch lieber als harte Fadenalgen. Will man die Krebse als Putz- und Reinhaltekräfte im Teich halten, sind Besatzdichten von 3-5 Tiere/m² notwendig, entsprechend groß sollte dann auch die Anzahl möglicher Verstecke sein.
     
  7. owl-andre

    owl-andre Mitglied

    Registriert seit:
    8. März 2005
    Beiträge:
    367
    Galerie Fotos:
    2
    Teichtiefe (cm):
    1,60
    Teichvol. (l):
    ca 18.000l
    @Jürgen:prima Adresse(Link),habe gleich mal tele.kontakt aufgenommen,super Beratung usw.Vielen Dank-glaube,da kann ich kaufen
     
  8. Teichforum.info

    Teichforum.info Importiertes Forum

    Registriert seit:
    13. Aug. 2004
    Beiträge:
    16.657
    Galerie Fotos:
    0
    Hallo Andre,

    dein Beitrag erinnert mich an eine Sünde ... mich hatte mal jemand angemailt und einen wirklich tollen Beitrag und gleichzeitiger Aufruf verfasst, den ich noch woanders einstellen wollte .... hier der Bericht

    [hr:ca5227475a]
    Edelkrebse- Urzeittiere- Haben Sie noch eine Chance zum Überleben?

    Seit mehr als 250 Millionen. Jahren leben Krebse auf unserer Erde und kaum ein anderes Lebewesen konnte sich so lange auf unserem Planeten behaupten.
    Schöne Lebewesen sind sie- die Flusskrebse. Hier soll insbesondere die Rede vom Edelkrebs (Astacus Astacus) sein, der uns sowohl vom Erscheinungsbild als auch von der Biologie fasziniert. Kiemenfüßler nennt man sie auch, die Tiere, die sowohl aus der Luft, als auch aus dem Wasser ihren Sauerstoff zum atmen entnehmen. Vier Schreitbeinpaare, vier Schwimmfußpaare bilden den Bewegungsapparat. Zwei kräftige Scheren, die dem Edelkrebs auch beim Menschen Respekt verschaffen, sind sowohl Waffen, als auch Fanggeräte und Zerkleinerungswerkzeuge.Als nachtaktives Tier nützt es zwei lange Fühler als Orientierungshilfe.
    Bewundernswert ist die Rückwärts gerichtete Schwimmbewegung, die durch kraftvolles einklappen des Schwanzteiles entsteht.
    Ein kleines Wunder in der Welt der Tiere ist der kräftezehrende Häutungsvorgang, der Vorraussetzung zum Wachstum des Edelkrebses ist. Als Abfallprodukt entsteht ein Exuvium, der abgestreifte Panzer, der einen kompletten Krebs darstellt. In dieser Phase nennt man ihn den „Butterkrebs“, da er nun einige Tage butterweich ist und wehrlos. Deshalb sucht er in dieser Zeit sein Versteck auf, bis der neue Panzer durchgehärtet ist.
    Auch die Fortpflanzung ist außergewöhnlich.Bei tieferen Temperaturen ab Oktober findet die Paarung statt, ca 2 Wochen danach der Eiausstoß.
    Bis Ende Mai des darauf folgenden Jahres trägt das Weibchen pflegend, bewegend und hegend bis zu 200 Eiern unter dem Schwanzteil, die dann als Larven schlüpfen und nach der ersten Häutung als Minikrebse zum eigenen Schutze die Nähe der Mutter verlassen.Von diesen Krebsbabys werden in der Natur aufgrund ihrer Feinde nur ca.10% überleben.
    Als Allesfresser gilt der Edelkrebs als die „Gesundheitspolizei“ des Wassers, weil er aufräumt und vertilgt, was sonst faulen würde. Algen gehören zu seiner Lieblingsspeise, dazu Schnecken, Würmer, herabfallendes Laub (Detritus) und auch Plankton.
    Somit ist der Edelkrebs auch für eine Verbesserung der Wasserqualität verantwortlich.
    Viele lange Jahre diente er den Menschen als wichtiger Eiweißlieferant, da er in großen Mengen in unseren Gewässern vorhanden war. (Er ist übrigens der Größte unserer heimischen Flusskrebse ,Länge bis 17 cm Gewicht bis 250g)
    Durch Gewässerverschmutzung, Bachbegradigungen, und vieles mehr wurde Ende des 19.Jahrhundert unsere Flusskrebse stark dezimiert.
    Dazu kam dann die Einschleppung der Krebspest(Aphanomyces astaci )durch importierte Amerikanische Flusskrebse, die sich in unseren Gewässern ausbreiteten.
    Die Krebspest ist ein Schlauchpilz, mit dem fast alle Amerikanischen Krebse infiziert sind, d.h. sie sind Überträger, selbst jedoch resistent.Unsere heimischen Arten sterben im Infektionsfalle, was heute diese Tierart gefährdet.
    Edelkrebse sind mittlerweile vom Aussterben bedroht. Viele Arbeitskreise beschäftigen sich mit der Rettung unserer heimischen Flusskrebse.

    Zu unseren Zielen gehört die Wiederansiedlung der vom Aussterben bedrohten heimischen Edelkrebse in unsere geeigneten Gewässer.
    Hierbei spielen auch geeignete Teiche mit autonomem Wasserkreislauf eine wichtige Rolle.
    Deshalb kam uns der Gedanke, man könnte auch geeignete Gartenteiche , Löschteiche und Weiher in der Natur mit Edelkrebsen besetzen, die dann eigene Populationen aufbauen und somit wären „Genpools“ für diese Tiere geschaffen .Jeder Genpool erhöht die Überlebenschance dieser Tiere .
    Edelkrebse leben in Harmonie mit anderen Wassertieren und verbessern wie schon erwähnt die Wasserqualität.
    Man könnte etwas sinnvolles für die Natur tun, hätte Spaß und auch wirtschaftlichen Nutzen
    Von einer relativ geringen Investition.

    WOLLEN WIR DEM EDELKREBS GEMEINSAM EINE CHANCE ZUM ÜBERLEBEN
    GEBEN?

    Wir stehen beratend zur Seite, wenn es um die Beantwortung fachlicher Fragen geht.
    Unsere Edelkrebszucht im befindet sich im saarländischen „Schwarzwälder Hochwald“, dem Luftkurort Weiskirchen. Entsprechend wohl fühlen sich auch unsere Edelkrebse in der Zuchtanlage, die nun schon die dritte Generation Edelkrebse hervorgebracht hat.

    Für den Interessierten empfiehlt sich die Internetseite:

    www.Hochwald-Edelkrebse.de

    Mit freundlichen Grüßen
    Winfried Langenfeld
    Hochwald-Edelkrebse
    Tel. 0177/6626381
     
  9. owl-andre

    owl-andre Mitglied

    Registriert seit:
    8. März 2005
    Beiträge:
    367
    Galerie Fotos:
    2
    Teichtiefe (cm):
    1,60
    Teichvol. (l):
    ca 18.000l
    Weiss ja nicht,ob ich das richtig verstehe,meinst allso ich sollte keine Krebse in meinen teich setzen?P.S-Signalkrebse wurden mir empfohlen...
     
  10. Teichforum.info

    Teichforum.info Importiertes Forum

    Registriert seit:
    13. Aug. 2004
    Beiträge:
    16.657
    Galerie Fotos:
    0
    es kommt drauf an, welchen Teich und mit welchem Besatz ....
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden