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KUPFER - rohre und bauteile ...

Dieses Thema im Forum "Technik im und am Teich" wurde erstellt von Teichforum.info, 14. Juli 2004.

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  1. Teichforum.info

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    hallo zusammen,

    immer wieder kommt in diversen foren die diskussion auf ob kupfer -bauteile oder rohre zur teichwasser einspeisung oder aus dachrinnen gefährliche stoffe an den teich abgeben.

    der sehr oft gehörte tenor lautet - bloß nicht - kupfer ist hochgiftig und lagert sich an.

    da ich um meine eigene neugierde zu befriedigen mal einen kleinen test gefahren habe und diesen soeben in einem anderen forum schrieb würde ich diesen beitrag gerne mal hier auch zu r ansicht und diskussion stellen.

    ich würde mich über euere meinung freuen ?
    sagt euere meinung


    gruß jürgen
     
  2. Teichforum.info

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    Hallo Jürgen,

    keine Ahnung, ob Kupferionen abgegeben werden, wenn das Metall immer wieder blank geschmirgelt wird. Ich gehe aber als sicher davon aus, dass es zur Abgabe von Ionen nicht (mehr) kommt, sobald sich eine (auch nur hauchdünne) Oxidschicht gebildet hat.

    Beste Grüsse
    Stefan
     
  3. Teichforum.info

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    hallo stefan,

    diese meinung teile ich auch - wobei kupfer ab einem PH-wert unter 6 wieder blank werden soll - deshalb wird auch die verwendung in der hauswasserinstallation bei niederem ph nicht empfohlen ???

    gruß jürgen
     
  4. Teichforum.info

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    also generell ist es richtig, dass kupfer gegen algenwachstum und pflanzen wirkt. das ist eindeutig bewiesen, zb durch die unterwasserschutzanstriche von schiffen. die sind oft stark kupferhältig, um algenbewuchs am rumpf zu verhindern.

    allerdings kommts wohl wirklich immer auf die dosis an und die dürfte bei deinem feldversuch mit dem rohr wohl längst nicht gegeben sein. ich seh da also kein problem.

    abgesehen davon glaub ich auch nicht, dass kupferrohre im haushalt erlaubt wären, wenn sie soviel kupfer abgeben würden, dass es für mensch, tier und pflanzen kritisch wäre...
     
  5. Teichforum.info

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    hallo all,
    machen wir also mal ein bisschen "Hausfrauenchemie" :
    Kupfer ist ein Edelmetall, welches von oxidierenden Säuren (Salpeter-, Schwefelsäure) angegriffen wird. Bei verdünnten Säuren muss ein Oxidationsmittel vorhanden sein, damit das elementare Kupfer in die Ionenform überführt werden kann. Kupfer bildet an der Luft ( Sauerstoff = Oxidationsmittel) Cu(I)- oder Cu(II)- Oxid. Diese Oxide bilden eine Schutzschicht und verhindern weitere Oxidation.
    Kupfer + Wasser (neutral) : es passiert praktisch nichts.
    Kupfer + Regen (leicht sauer) : geringe (!!) Mengen Kupfer werden oxidiert.
    Kupfer + Lauge (pH=14 !) : Bildung von Kupferhydroxid.
    folglich werden bei Jürgens Versuch in dieser kurzen Zeitspanne algizide oder biozide Kupferionenmengen mit Sicherheit nicht freigesetzt.
    Da Kupfer als Spurenelement auch für Pflanzen sehr wichtig ist, "freuen" sich diese sogar über den "Nährstoff".
    Ähnliches gilt übrigens auch für Zink. Es bildet sich eine dünne,stark haftende Zinkoxidschicht, die weitgehend Umwelteinflüssen gegenüber inert ist.
    @firewally: Der Mensch verträgt wesentlich höhere Cu-Konzentrationen. Deshalb kann im Leitungswasser der Cu-Gehalt relativ (!) hoch sein. Eine algizide Wirkung ist trotzdem noch nicht vorhanden. Dosis venenum est, da hast du völlig recht.
    Widerspruch ERLAUBT :D
    Gruss, Eugen
     
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