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Müssen Pflanzen immer in Erde?

Dieses Thema im Forum "Einsteiger-Fragen" wurde erstellt von Fotomolch, 18. Mai 2017.

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  1. Fotomolch

    Fotomolch Mitglied

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    Ich habe vor knapp einem Jahr einen naturnahen Teich ohne Fische angelegt. Ich habe ihn mit Regenwasser aus einer Zisterne befüllt, viele Pflanzen reingemacht und alles lief ganz gut (siehe mein Teichbauthread). Jetzt fing das Wasser an, bräunlich zu werden und jetzt auch grün und trüber. Es hat sich im Teich schon viel Mulm abgesetzt, der durch zweimaligen Entenbesuch auch zwei Mal aufgewirbelt wurde - und jetzt wieder durch das Algen angeln. Die Pflanzen könnten meiner Meinung nach auch besser wachsen. Bei einigen Pflanzen liest man immer, dass sie schlammigen Grund mögen. Heißt das, dass sie in Schlamm müssen? Die Pflanzen im Sumpfbeet wachsen teilweise auch nicht besser als die im kiesigen Teich (Sumpfcalla, Sumpf- Vergissmeinnicht, Blutweiderich und Wasserminze). Dadurch würde ich mir doch auch noch mehr Nährstoffe in den Teich holen. Pflanztöpfe finde ich auch doof. Ich frage deshalb, weil ich überlege noch mehr Pflanzen in den Teich zu holen (Kammlaichkraut, Quellmoos, krauses Laichkraut und eine kleine Teichmummel). Die soll man ja in einen Pflanzkorb setzten. Geht das nicht auch ohne? Die Krebsscheren und Froschbisse gedeihen sehr gut (die Froschbisse sind von den Enten leider fast ausgerottet worden), Nährstoffe sollten eigentlich genug vorhanden sein. Was mich allerdings wundert ist, dass die Entengrütze gar nicht will. Das Tausendblatt gedeiht auch sehr gut, die meisten Pflanzen in der Sumpfzone auch zufriedenstellend (bis auf das Fieberklee). Der Tannenwedel weiß nicht was er will, die Seekanne gedeiht sehr gut (auch wenn schon wieder einzelne Blätter absterben - ist das normal?). Der einfache Igelkolben und der Zwergrohrkolben sind eher mickrig, die Blätter des Igelkolbens sind wie lange dünne Grashalme - vielleicht liegt es am kalkarmen Wasser. Der Wasserstern ist so gut wie eingegangen (ich hatte vier Stück eingesetzt) und die Wasserfeder ist komplett verschwunden, evtl. auch abgefressen. Ich habe jetzt noch Wasser- Hahnenfuss und Hornblatt eingesetzt, überlege aber oben genannte Pflanzen noch zusätzlich einzusetzen. Momentan werden auch immer wieder einzelne Blätter der Seekanne und des Froschbisses abgebissen - von wem weiß ich nicht.
    Also: brauchen manche Pflanzen Schlamm (und damit einen Pflanzkorb), was kann ich sonst noch zur Verbesserung der Wasserqualität machen? Vielleicht ist aber auch alles ganz normal und kein Grund zur Sorge. Vom Grund aus dem Loch habe ich jetzt auch verfaulende Algen rausgeholt... Ist es vielleicht doch besser mal einen Wassertest zu machen?
     
  2. Christine

    Christine Mod-Team Mod-Team

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    Alsooooo - jain.

    Es ist völlig normal, dass nicht in jedem Teich jede Pflanze gleich gut gedeiht. Und in der Regel ist es so, dass z.B. eine Sumpfpflanze sich im Sumpf am wohlsten fühlt. Manchmal ist es aber gar nicht der Boden, der ihr den Garaus macht, sondern z.B. die Pflanzhöhe - oder wie Du selber schon erkannt hat - der Kalkgehalt des Wassers oder die Dauer der Sonneneinstrahlung. Es gibt so viele Faktoren...

    Es gibt meiner Meinung nach zwei Möglichkeiten: Entweder die Pflanzenbeschreibungen ganz genau studieren oder "Try and Error"...
     
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  3. Fotomolch

    Fotomolch Mitglied

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    Danke für deine Einschätzung. Das nicht jede Pflanze gleich gut gedeiht ist mir schon klar. Ich möchte nur alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und habe geschrieben, welche Pflanze wie gedeiht, weil man dann vielleicht die Wasserqualität besser einschätzen kann. Es ist also nicht zwingend notwendig, die Pflanzen in Erde zu setzen? Die Pflanzbeschreibungen habe ich mir für die Neubestellung schon sehr genau angesehen. Wie ist es aber mit der Teichmummel, kann man die direkt in den Kies (Betonsand) pflanzen? Bei Seerosen wird ja immer ein Pflanzkorb quasi vorgeschrieben.
     
  4. troll20

    troll20 Mitglied

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    Nach einen Jahr ist das auch noch nicht alles eingepegelt, da wird sich in den nächsten Jahren noch einiges verändern.
    Und da auch das Wetter nicht jedes gleich ist wird so ein mircro Kosmos nie 1000%ig stabil sein und es wird immer Schwankungen geben.
    Setz dir nieder und genieße deinen Teich und wenn du es brauchst auch :kaffee und oder :kippe
    Aber lass die Natur mal machen.
     
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  5. pema

    pema Mitglied

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    Zu der Teichmummel ( die habe ich auch):
    meine habe ich seinerzeit (vor sechs Jahren) in eine Plastikkiste gepflanzt. Also kein Korb, sondern eine flache Plastikgitterkiste, in denen man ansonsten beim Großgärtner seine Stauden abholt. Als Substrat habe ich seinerzeit nur Lehm genommen. Ist auch gewachsen...allerdings würde ich das jetzt anders machen:lala5.
    Da ich den 'Plastikmüll' in meinem Teich langsam hasse, würde ich jetzt einen sog. Pflanzhügel anlegen. Einen Hügel aus dem Substrat bilden (ich würde jetzt auch keinen reinen Lehm mehr nehmen, sondern eine Mischung aus Lehm und Gartenerde), in den Hügel das Rhizom betten und dann mit größeren Steinen abdecken. Alternativ kann man auch einen 'Pflanzkorb' aus Backsteinen bauen und mit Substrat füllen. Wie das allerdings bei einem schon bestehenden Teich gehen soll??
    Die Seerosen in meinen Kleinstteichen habe ich jetzt immer ohne Korb eingesetzt. Das Rhizom mit einem Stein beschweren (dranbinden!) und einfach versenken. Allerdings habe ich auch immer eine gewisse Menge an Bodengrund (Lehm + etwas Gartenerde ) vorher eingebracht. Bisher hat jede Seerose das für gut befunden;).
    Pflanzen brauchen Nährstoffe. Auch die im Teich. Und soviel kacken Molche und Libellenlarven auf die Schnelle auch nicht:engel2. So ganz ohne Bodengrund und Mulm (den du ja entfernst) haben die Pflanzen nichts zu essen. Und die Algen, die weniger Nahrung brauchen, kommen gut mit dieser Nährstoffknappheit zurecht.
    Das Schöne für einen geduldigen Teichbesitzer ist: auch ohne jegliches Dazutun sammelt sich im Laufe der Zeit genug Bodengrund incl. der darin befindlichen Nährstoffe im Teich an. Und die Pflanzen haben was zu essen:).
    Davon abgesehen wachsen viele Pflanzen nicht in jedem Teich. Es gibt schwierige (z.B. die Wasserfeder) und einfache (z.B. Hornkraut). Und selbst bei den einfachen muss das Nährstoffangebot stimmen. Ich würde mal schätzen: 40% der Pflanzenarten, die ich eingebracht habe, sind im Teich noch vorhanden. Die anderen sind sang- und klanglos verschwunden.:argh
    Probieren geht über studieren...sag ich in dem Zusammenhang. Und Abwarten.
    petra
     
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  6. Digicat

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    Ich würde es wie René halten ... genieße deinen Teich und halte mal inne, denn es ist noch zeitig im Jahr.
    Wegen der Teichmummel ... sei auf der Hut das sie Dir nicht den Teich zuwuchert wenn es ihr gefällt.

    LG
    Helmut
     
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  7. Fotomolch

    Fotomolch Mitglied

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    Danke für eure Antworten, da bin ich etwas weiter. Wegen der Wassertrübung muss ich mir also keine Sorgen machen? Ich habe etwas Bedenken, dass der Teich kippt? Oder geht das nicht so schnell? Mulm habe ich bisher noch nicht entfernt, es hat sich schon einiges angesammelt. Das habe ich mir eventuell für den Herbst vorgenommen. Die Teichmummel werde ich mal probieren.:)
     
  8. pema

    pema Mitglied

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    Kurz gesagt: nein, dass geht nicht so schnell und ist ein eher seltenes Ereignis, oft herbei geführt durch extreme Nährstoffzufuhr von außen. Ein gekippter Teich ist ein toter Teich, in dem kein höheres Leben mehr existieren kann. http://scienceblogs.de/frischer-wind/2009/07/06/wann-spricht-man-vom-umkippen-eines-gewassers/ .
    petra
     
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  9. Fotomolch

    Fotomolch Mitglied

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    In Ordnung, dann bin ich beruhigt. Demnach habe ich eine gute Wasserqualität, ich hatte (oder habe?) nämlich Köcherfliegenlarven im Teich:), auch ein Zeiger für gutes Wasser. Ich weiß allerdings nicht, ob die noch da sind.