Mit welchen Arten vertragen sich GFs noch?

Christo

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Hallo Hobby-Gartenteichler/Innen,

ich bin aquaristisch noch ziemlich unbedarft und wollte gern von euch wissen, mit welchen Teichfischarten sich Goldfische am Besten verstehen, sowohl bezüglich ihres Temperamentes als auch der Wasserqualität und Ernährung.

Ich habe z. Zt. ein paar Stichlinge und drei Goldfische (ca. 10-20 cm). Es sollen noch ein paar Shubunkins dazu (sind ja auch Sonderzüchtungen der Goldfische), so dass ich auf ca. 8-10 Fische komme (geselliger Schwarm). Der Teich hat (siehe Profil) ca. 4.000 Liter bei einer Fläche von etwa 15 qm und max 1,20 Meter Wassertiefe. Wie groß sollte der Besatz maximal sein? Ich las mal was von ca. 500 l/10 cm Fisch, würde heissen ca. 8 Fische.

Vielen Dank schon mal und viele Grüße

CHristoph

P.S.: Hier im Norden is es ar...kalt, macht keinen Spaß, am Teich zu sitzen... :(
 

atzie

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Ich habe Goldis, Shubunkins und 4 Kois, die verstehen sich prima. Von Kois würde ich abraten, die sind eher anspruchsvoll und bei deiner Wassermenge eher nicht geeignet. Du solltest auf jeden Fall bedenken, dass sich Goldfische/Shubunkins ziemlich heftig vermehren, ich hatte im 2. Jahr aus 5 Fischen ca. 60 Jungfische (war aber auch meine "Schuld", die Kleinen waren soooooooooooo süss und bunt und ich hatte sie sehr früh gefüttert). Ich habe ehrlichgesagt keine Ahnung, wieviele Fische bei dir sinnvoll sein, wollte nur bemerken, dass es wohl nicht bei 8-10 bleiben wird, es sei denn, dir gelingt es a) nur gleichgeschlechtliche Fische zu haben b) den Laich immer abzufischen oder c) deine Jungfische gut anderweitig unterbringen zu können.

Liebe Grüße
Andrea

P.S. Ich würde mal vermuten, dass der Fischbesatz auch davon abhängig ist, ob und wie du dein Wasser "aufbereitest" (Filter , Pflanzenfilter).
 

Christo

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Hallo Andrea,

vielen Dak für die prompte Antwort. Du hast vollkommen Recht: Kois gehören m.M. nach auch nicht in diesen Teich, obwohl ich die Tiere wunderschön finde. Ich wollte auch mehr bei "einheimischen" Tieren bleiben.

Ich habe jetzt drei Shubunkins und drei Sarasans dazugesetzt, und die sechs umschwammen sofort den großen GF. Das ist wirklich drollig anzusehen. Scheinbar vertragen sich die Fische ganz gut. Die etwas introvertiertere Fraktion (2-3) lässt sich kaum blicken.

Die Verkäuferin, offensichtlich auch Teichbesitzerin, erklärte mir, dass sie
ihre Fische garnicht gefüttert habe. Sie meinte, dass die paar Fische genug an der Oberfläche bzw. im Wasser fänden.

Und um die Population in Grenzen zu halten, habe sie ein paar Goldorfen (Fleischfrsser?) hinzugestzt bzw. auch Sonnenbarsche, so als natürliche Geburtenkontrolle!

Was muss ich denn nun DAVON halten? Gibt es Teichbesitzer, die ihren Fiscgbestand nicht füttern? (Gibt's ja in der realen Natur auch nicht...).

Besten Dank schon mal.

Auf euere vielfältigen ;-) Antworten hoffend,
schönes Wochenende

Christoph
 

Annett

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Hallo Christoph,

ich hatte im ersten Jahr ca. 7 größere Goldfische eingesetzt.
Die haben sich dann auch munter vermehrt...
Nach der Abgabe von einigen im folgenden Frühjahr blieben immer noch zu viele über.

Die Geschlechtsreifen vermehrten sich im Frühjahr noch heftiger... Also setzte ich im Frühsommer einen einzelnen Sonnenbarsch ein.
Der kam aber schon etwas zu spät (die Jungfische waren zum Teil schon etwas zu groß)
Ergebnis: ich hatte jetzt im Frühjahr mind. 60 Jungfische zuviel!
Also hatte ich den letzten Monat über eine Senke, wie sie Angler benutzen, im Teich um der Lage Herr zu werden. 30 hab ich schon raus; es wird also!

Wenn Du Sonnenbarsche einsetzt dann nur einen einzelnen! (Der reicht für Deine angegebenen 4000l auch locker aus...)
Sonst hast Du dann Sonnenbarschjungfische und Dein Problem ist nicht gelöst.

In den ersten 2Jahren hab ich meine Fische mind. alle 2Tage gefüttert.
Dieses Jahr gibt es nur ganz selten was und trotzdem sehen sie nicht unterernährt aus. Im Teich findet sich schon genug.
Und durch das "Nichtfüttern" wird auf Dauer auch nur die Fischanzahl in Deinem Teich überleben, die der Teich selbst ernähren kann.

Aber was mir auffällt; wie sicher bist Du Dir, dass der Teich 4000l hat?
Klingt irgendwie etwas wenig bei 15m² Fläche und 1,2m Tiefe!?
 

atzie

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Huhu Christoph,
wir hatten meine "alte Pfütze" fast 20 Jahre lang nur mit Goldfischen bestückt. Da hat sich nach der Anfangszeit (da war ich noch ein Kind und Fische waren spannend) NIEMALS irgendjemand drum gekümmert. Da gab es keinen Filter und kein Futter, im Winter keinen Eisfreihalter, keine Wassertests etc. Der Teich war zwar nie klar, aber auch nicht vollkommen veralgt. Ich wundere mich mit meinem heutigen Wissen schon, wie das funktionieren konnte, denn wir hatten ziemlich viele Goldis, die sich munter vermehrt hatten. Ich vermute aber mal, dass die nicht besonders alt und gross geworden sind, wie meine jetzigen 3-Jährigen, die ich durch die Fütterung meiner Kois zwangsläufig miternähre. Aber wie gesagt, so richtig wargenommen hatte ich die "alten Goldis" nicht. Die kommen jedenfalls definitiv ohne Futter aus. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob ein frisch angelegter Teich, wie bei dir, schon eine ausreichende Nahrungsquelle bietet. Auf jeden Fall solltest du wenn überhaupt sehr sparsam füttern, ich neige auch immer zum übertreiben und muss mich zügeln. Die betteln alle fürchterlich!!!

Liebe Grüße
Andrea


P.S. Das mit den Fischen in meiner alten Pfütze ging dann doch irgendwann gründlich schief, weil wir aus Kindersicherheitsgründen ein Gitter über dem Teich angebracht hatten (direkt über der Wasseroberfläche). Ich vermute, dass entweder das Material nicht geeignet war, oder dass die Wasserbiologie empfindlich gestört wurde (Wasserzirkulation vielleicht...). Im Frühjahr 2002 war das Wasser pechschwarz, hat gestunken und bis auf ein klitzekleines Goldfischbaby waren alle Fische tot. Seit dem weiss ich was ein PH Wert oder Ammonium ist.
 
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