papageienfederfrage

katja

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guten morgen an alle!

unsere papageienfeder war meine lieblingspflanze im teich! war!!!

als ich sie bekam, waren es relativ kurze stengel ohne wurzeln. ab damit in den teich und ab da konnte man ihr beim wachsen zuschauen!
nur leider wurden die "federn" unter wasser recht schnell braun, bzw. sind nicht mehr zu erkennen, da die algen sie belagern!
mittlerweile sind die stengel so lang, dass die pflanze auseinanderklafft und lediglich die paar cm die rausschauen noch wirklich schön und grün sind :(

nun meine frage: könnte ich nicht alles wieder ordentlich einkürzen? und sobald sie wieder so unschön ist, das ganze von vorn?
es hat so toll ausgesehen, als die wedel noch kurz waren und komplett grün :p
sie standen auch ganz eng beieinander und strebten senkrecht nach oben, so hätte ich das gern wieder!!

momentan sehen sie schon ziemlich jämmerlich aus :traurig siehe fotos
 

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Nymphaion

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AW: papageienfederfrage

Hallo Katja,

so sieht die Papageienfeder nun mal aus: was unter Wasser ist hat braune Blätter, was über Wasser ist hat grüne Blätter. Du kannst sie natürlich kürzen soviel Du magst, das nimmt sie Dir nicht übel. Im Gegenteil, sie verzweigt sich dann bei jedem Schnitt und wird dichter. Nur grün werden die Blätter unter Wasser dann auch nicht sein. Wenn Du wieder grüne Unterwasserblätter willst, dann musst Du sie ganz neu pflanzen. Also grüne Endteile oberhalb der Wasserlinie abschneiden und diese neu pflanzen. Diese Stecklinge bleiben dann eine Zeitlang grün, genau wie die Triebe die Du am Anfang bekommen hast. Sobald sie aber länger werden und die Wasseroberfläche erreicht haben, wandeln sie sich auch in ganz normale Papageienfedern um: unter Wasser braun, über Wasser grün.
 

katja

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AW: papageienfederfrage

hallo werner und danke für die prompte antwort! :D

ok, dann werd ich sie mal einkürzen. wie ist denn die optimale pflanztiefe? wächst diese pflanze ewig? :schreck dieses auseinanderklaffen würde sie machen, egal wie tief sie steht?
also die stengel werden immer sooo lang sein? ich habe sie momentan so in 20-30 cm tiefe.
 

midnite

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AW: papageienfederfrage

Hallo Ihr,

Habe auch 2 diese Pflanzen bei mir im Teich. Allerdings meine ich die unter den Namen " Tausendblatt" gekauft zu haben :kopfkratz

Heißen die auch so oder waren die Falsch ausgezeichnet?


Greetz,

Tom
 

zaphod

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AW: papageienfederfrage

midnite schrieb:
Heißen die auch so oder waren die Falsch ausgezeichnet?

Hallo Tom,

die " Papageienfeder" ( =Brasilianisches Tausendblatt) ist ein Tausendblattgewächs.
Dürfte die am häufigsten angebotene Art des Tausendblatts sein, da sie wohl
die unempfindlichste ist, was Temperaturschwankungen betrifft.
Dein Tausendblatt wirst Du wahrscheinlich auch Papageienfeder nennen dürfen.

Wikipedia schrieb:
Sie benötigt weiches bis mittelhartes Wasser, weil dann die beste CO2-Versorgung sichergestellt ist. Sie stellt außerdem hohe Ansprüche an die Versorgung mit Licht. Die Pflanze reagiert sehr empfindlich auf Algen und stirbt bei hohem Algenbefall schnell ab.

Was wohl bei mir das Problem war und ebenso bei Katja sein dürfte - sind doch Fadenalgen, die ich da sehe, oder?

Aus eigener Erfahrung würde ich bei akutem Algenbefall nichts davon kürzen und wieder unter Wasser pflanzen,
da dann Gefahr besteht, dass es die neuen Triebe erst gar nicht über Wasser schaffen und gleich im Algenteppich unter Wasser verfaulen -
und wäre froh, dass oberhalb des Wasserspiegels noch grüne Blätter zu sehen sind... ;)

Edit: Ach ja, sorry Werner, Du bist natürlich einer der Pflanzenexperten hier (und ich trau mich ja kaum zu widersprechen ;)),
aber ich denke in Verbindung mit den Algen kommt das Rückschneiden einfach nicht so gut...
 
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katja

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fadenalgen in unserem teich? :schreck


niemals!!! :pü








: nase: :nase: :nase:






ja du hast recht....:( die nerven mich auch was! :boese

ich warte noch ab, was werner dazu meint! ;)
 

Knoblauchkröte

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Hi,

das die Papageienfeder ihre Unterwasserblätter verliert ist nicht zu verhindern, wenn sie die Wasseroberfläche durchbrochen hat wächst sie als eine Schwimmblattpflanze weiter und wirft unten drunter alles ab. (ist keine "richtige" Unterwasserpflanze, nur während der Regenzeit, ansonsten kriecht sie im Uferschlamm umher)

MfG Frank
 

Roland

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Hallo Katja,

meine Papageienfedern stehen auf 60 cm Tiefe und wuchern(auch mit ein paar Fadenalgen) vor allem aber haben sich wieder um die 100 junge Goldfische und Shubunkins in ihnen versteckt:crazy:
 

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Nymphaion

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Hallo,

ich habe mich auch schon oft gefragt wieso ausgerechnet diejenigen Pflanzen, die am stärksten gegen Algen wirken, selber so oft inmitten eines Klumpens Fadenalgen stecken.

Ich stelle mir das ganz unwissenschaftlich so vor (Botaniker dürfen mich gerne eines besseren belehren):

Nährstoffe im Teich sind in der Regel gelöste Salze. Wenn eine Pflanze diese Nährstoffe aufnimmt, dann sinkt um sie herum die Konzentration der Nährstofflösung ab. Da Lösungen aber bemüht sind überall die gleiche Konzentration zu haben, beginnt ein Zufluss von Nährsalzen zu der Pflanze. Je stärker sie Nährstoffe verbraucht, desto stärker müsste auch zu der Zustrom von Nährlösung sein. Da die Algen nicht blöd sind, wachsen sie da, wo ihnen die Nährstoffe zugespült werden, nämlich direkt auf den stark Nährstoffzehrenden Pflanzen. Sie hocken quasi auf ihnen drauf und klauen ihnen das Essen vom Löffel. Im Becken mit den tropischen Seerosen ist das Wasser extrem nährstoffarm, trotzdem ist das Hornkraut darin immer voller Fadenalgen. Eine paradoxe Situation: alles ist glasklar, nur das Hornkraut ist veralgt. Meine Theorie von Nährstofffluss würde das aber erklären: direkt am Hornkraut ist immer die höchste Nährstoffkonzentration.
 

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Hallo Werner,
Deine Theorie klingt plausibel. Das könnte dann auch erklären, warum im innern von manchen Fadenalgenknäuel abgestorbenen Hornkrautteile sind. Die konnten nicht weiter überleben.
 
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