Youtube Facebook Twitter

Störe im 1.000 l Becken?

Dieses Thema im Forum "Einsteiger-Fragen" wurde erstellt von Pedi, 8. Aug. 2006.

Die Seite wird geladen...
  1. Pedi

    Pedi Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2006
    Beiträge:
    3
    Galerie Fotos:
    0
    Teichvol. (l):
    4.000
    Hallo erst mal an alle,
    ich bin neu hier im Forum und hab`da vielleicht ein Problem.
    Wir haben uns im Frühling einen kleinen Teich mitten auf die Terrasse gebaut, schön bepflanzt und mit 8 Shubunkin drin (ca 5 cm klein).
    Nun habe ich von einer Freundin 2 kleine Störe (auch ca. 5 cm groß mit Schwanz gemessen) geschenkt bekommen. Sie hat es wohl gut gemeint. Nun habe ich Angst, dass die beiden den Winter nicht überleben werden (Becken ca. 60 cm tief).
    Wer hat Erfahrung mit Stören und kann mir einen Rat geben?
    Dazu muss ich noch sagen, daß ich sie gerne behalten würde, bis sie etwas größer sind, dann würde ich sie nämlich in einen größeren Teich setzen, den wir für nächsten Jahr in Planung haben. Der wird dann ca. 8.000 l fassen.
    Gruss Pedi
     
  2. Harald

    Harald Mitglied

    Registriert seit:
    15. Aug. 2004
    Beiträge:
    267
    Galerie Fotos:
    0
    Teichtiefe (cm):
    1,30
    Teichvol. (l):
    13.000
    AW: Störe im 1.000 l Becken?

    Hallo Pedi,

    Dein Wunsch, die Störe zu behalten, kann ich durchaus verstehen. Sie haben aber weder in Deinem jetzigen noch in Deinem künftigen Teich etwas verloren.

    Zwei Probleme, die mir sofort ins Auge stechen. Zum einen können Störe nur vorwärts schwimmen. Selbst wenn sie es bei Deinem jetzigen Teich noch schaffen, sich durch die Bepflanzung zu schlängeln, so werden warscheinlich recht schnell Fadenalgen entstehen (durch erhöhtes Nährstoffaufkommen). Derart klene Störe können sich darin schnell verfangen und gehen dann elendig zugrunde. Das zweite Problem das auftritt wird sein, dass die Störe sehr schnell wachsen. Selbst bei 8000 Litern werden sie nach wenigen Jahren Platznot bekommen. Wenn Du dann nicht auch direkt wirklich vernünftige Filter installierst, wirst Du wohl sehr grünes Wasser bekommen und von den Stören auch nichts mehr sehen. Sie nicht zu füttern wird bei einem solchen Teich auch nicht gehen.

    Fazit aus meiner Sicht ist daher, dass Du sie in Deinem jetzigen Teich auf keinen Fall halten kannst. Auch in Deinem künftigen Teich wirst Du schon sehr schnell Probleme bekommen.

    Ich habe zur Zeit gut 13000 Liter in meinem Teich. Vor dem einen Stör den ich habe, konnte ich mich auch nicht wehren, er war ein Geschenk. Er ist im übrigen in 2 Jahren von ca. 30 cm auf ca. 60 cm gewachsen. Für ihn werde ich meinen Teich im nächsten, spätestens im übernächsten Teich auf 30 - 40000 Liter vergrößern. Meine Filteranlage wird an Volumen im Winter schon erheblich gewinnen....
     
  3. Pedi

    Pedi Mitglied

    Registriert seit:
    26. Juni 2006
    Beiträge:
    3
    Galerie Fotos:
    0
    Teichvol. (l):
    4.000
    AW: Störe im 1.000 l Becken?

    Vielen Dank für deine Antwort Harald,
    wenn es auch weh tut, werde ich mich dann von den beiden trennen, denn ein Tierquäler bin ich nun wirklich nicht.
    Ich werde mich mal umhören, wer ein Gewässer besitzt, das ihren Ansprüchen entspricht damit sie so gross werden können, wie sie wollen.
     
  4. Findling

    Findling Mitglied

    Registriert seit:
    28. Apr. 2006
    Beiträge:
    284
    Galerie Fotos:
    0
    Teichfläche (m²):
    20
    Teichtiefe (cm):
    160cm
    Teichvol. (l):
    18500l
    AW: Störe im 1.000 l Becken?

    Hallo Pedi,

    Harald hat die Sache eigentlich auf den Punkt gebracht. Störe haben in einem Teich nichts verloren!

    Von Natur aus ist der Stör ein Bewohner von Fließgewässern und für seine Atmung auf Strömung angewiesen. Er kann nicht, wie andere Fische, das für die Atmung benötigte Wasser aktiv durch das Maul einsaugen, sondern die Strömung treibt es durch die Kiemen. Wenn ein solches Tier in einem Teich ohne Strömung gehältert wird, ist es dazu verurteilt, ständig in Bewegung zu bleiben um nicht zu ersticken. Das ist auch der Grund, warum ein Stör der sich in Pflanzen verheddert stirbt - er erstickt ganz jämmerlich.

    Dass diese Information im Handel nicht rüberkommt liegt ebenfalls in der Natur der Sache - wer korrekt informiert kann nicht verkaufen, denn die für einen Stör notwendigen Lebensbedingungen sind in privaten Gärten praktisch nicht vorhanden.

    Gruß
    Manfred
     
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden