Ufergrabenprobleme

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Hallo!

Beim Bau des Ufergrabens ist mir folgendes nicht klar:
Dieser geht von der Nass- in die Feuchtzone über. Wie lässt sich das verwirklichen?
Bei den heurigen täglichen Regenfällen ist es eine Illusion, das Substrat im bzw am Rand des Ufergrabens ansteigend, dh. unterschiedlich hoch einzubringen.
Wenn ich es so anlege, wie in Bild 2 (so hatte ich es mir vorgestellt) rutscht beim nächsten Gewitter (=morgen :evil: ) das gesamte Erdreich zusammen und tritt, falls ich zuviel aufschütte sogar über den Uferwall in den Teich (Bild 3)
Ich kann das Substrat einbringen wie ich will, es wird IMMER spätestens nach dem nächsten Regenguss völlig eben im Ufergraben sein.
Ich hoffe, mein Problem richtig erklärt zu haben, die Tatsache, dass ich beim Ufergraben mauerseitig höher liege als der Uferwall ist ja nicht das Problem, oder? Der Ufergraben beiinhaltet doch normalerweise die Zonen von ca -30 bis +20. Aber das nivelliert sich doch sofort wieder?????
Oder ist dieses Problem gelöst, sobald Pflanzen eingesetzt sind ? Kann ich mir aber auch nicht vorstellen, die Erde im Graben ist ja ein weicher Brei!?

Bitte um Ratschläge!
(Folie habe ich genügend zur Verfügung, reicht weit über den Ufergraben hinaus)

Liebe Grüße
Berndt
 

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Hallo Berndt,

Wenn der Ufergraben rundum so aussieht wie deine Zeichnung es beschreibt, d.h. die Mauer rundum ist höher als der Uferwall, mus bei starkem Regen der Uferwall in den Teich überlaufen. In dem Fall hast du vergessen einen Überlauf in die Mauer einzubauen und zwar in Höhe des max. Wasserniveau deines Teiches, solange du keinen Überlauf hast wird dir das immer passieren, wenn es stark regnet.

PS: mach doch mal ein paar Bilder vom Teich!
 

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Hallo Berndt,

richtig ist aus meiner Sicht allein Bild 1. Alles andere wäscht Dir immer das Substrat in den Teich - auch mit Überlauf, den Du allerdings (kann ja dort sein, wo keine Mauer ist) auf alle Fälle anlegen solltest.

Hmmm, Ufergraben bis + 20 cm ? Erhebungen, die Bei Regen abgewaschen werden können, sind an keinem Naturteich zu finden und sehen deshalb nicht sehr natürlich aus. Zwar würden solche Erhebungen durch die Pflanzen stabilisiert. Es könnte aber immer nährstoffreiches Substrat in den Teich gewaschen werden. Ich würde den Ufergraben maximal bis Niveau - 3 cm auffüllen, also unterhalb des Wasserspiegels enden lassen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es besser gewesen wäre (habe ich damals auch nicht ernst genommen), den Ufergraben wenigstens an manchen Stellen erheblich tiefer zu machen (bis - 60 cm) - und vor allem so breit wie möglich ! Nutze Deine Folie voll aus ! Das wirkt ganz phantastisch, wenn diech die Pflanzen erst einmal etabliert haben.

In meinem Album siehst Du einige Fotos vom Teichbau, sind einige Jahre alst. Wie der Teich heute aussieht, kannst Du in dem Thread "Wie sieht es an Euren Teichen aus ?" - letzte oder vorletzte Seite - nachschauen.

Beste Grüsse
Stefan
 

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Hallo Bernd,

ein Überlauf sollte schon sein, sonst passiert es dir wir mir, es wird der Ufergraben übeflutet. Habe die Berandung in Arbeit und setze das ganze wie auf der Skizze ein. Dadurch wird bei starkem Regen zwar der Garten überschwemmt, aber macht nix, dann wächst das Gras besser ;)

Wohlgemerkt, -5 ist der höchste Wasserstand, den der Ufergraben verträgt, bevor er überläuft.
 

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Hmmm, ich habe kein Problem damit, wenn der Ufergraben randvoll mit Wasser gefüllt ist: Soll ja immerhin eine sehr nährstoffreiche Sumpfzone, aber immer noch eine Sumpzone sein. Etwas anderes (feuchte Wiese) bekommt man nicht hin, da die Folie ja geschlossen bleiben muss. Ausserdem strebt das Wasser ja einen Ausgleich innerhalb und ausserhalb des Uferwalles an.

Ich stimme aber zu: Den Ufergraben legt man leicht unterhalb des Teichniveaus an, damit bei schwerem Regen (wenn kein normaler Überlauf das Wasser mehr packt) der Teich in den Ufergraben fliesst und nicht umgekehrt das Wasser von dort in den Teich. Die Abstimmung der Höhen ist etwas heikel. Wenn Dein Wasserspiegel, sagen wir, 3 cm oberhalb des Ufergrabens liegt und der Überlauf 5 cm unterhalb des Niveaus des Ufergrabens beginnt, macht das schon 8 cm. Da der Wasserspiegel versucht, sich auszugleichen: Hast Du da nicht permanenten, erheblichen Wasserverlust über den Überlauf des Ufergrabens ??

Beste Grüsse
Stefan
 

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Hallo Stefan,

ich habe zwar keine Waage benutzt, um den Ufergraben zu beranden, aber es klappt mittlerweile vorzüglich.

Maximaler Wasserstand erreiche ich nicht oft, da die Nachfüllautomatik noch nicht installiert ist, die Schwankungen bewegen sich momentan bei ca. +-5 cm. Sobald Maximal erreicht ist, läuft er über.

Anfangs hatte ich die Berandung zu hoch, sodaß im Mai schön das Substrat aus dem Ufergraben in den teich gespült wurde :cry: .... seitdem wurde die Berandung gesenkt auf maximalen Wasserstand.
 

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Denn ganzen Überlegungen kann ich folgen, aber das ganze klappt so doch nur bei sehr konstantem Wasserstand, oder ??

Ich glaube nicht das jeder eine automatische Wasserstandsregulierung sein eigen nennt. StefanS hat sie, aber er hat auch in der Regel einen richtigen Sommer. Aber soll ich in den max. 4 Wochen Trockenheit den Wasserstand hochhalten um beim nächsten Schauer alles dem Kanal oder der Sickergrube zu übergeben? Ist dann das ständige auffüllen mit Trink- / Brunnenwasser dem Teichwasser förderlich oder abträglich?
Na ja, ist wohl wieder abhängig davon, ob ich einen reinen Pflanzen oder einen überbesetzten Fischteich habe.

Na ja, wie so oft, mit jeder Antwort gibt es wieder 2 neue Fragen.

Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, das ich eigentlich nichts weiß!!!

Schöne Grüße


Jürgen
 

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Hallo und danke für die zahlreichen Antworten!

@roland

Mein Überlauf befindet sich nicht seitlich, sondern am Ende des Ufergrabens. Ich habe ein Drainagerohr (mit dünnem Vlies gegen Wurzeln umwickelt) durch den gesamten Ufergraben gelegt. Dieses hat sich auch bei den starken Gewittern bewährt, Wasserausgleich erfolgte schnell genug, sodass nichts über den Wall geschwemmt wurde. War sehr spannend zu beobachten, hatte ja überhaupt keine Ahnung, was passieren wird. Einige Bilder siehst Du bei meinen Beiträgen, ich habe beim Teichdomizil nur einen extrem langsamen Uralt-PC, Bilder gebe ich ins Album, wenn das nächste Tief kommt :eek:

@Stefan

Irgendwie war ich gedanklich daneben, jetzt ist mir alles klar. Danke für die Ausführungen, werde den Graben nicht höher als vorgeschlagen auffüllen. Mauerseitig kann ich den UG nicht so tief machen (habe aus 9000 kg Steinen eine ca 150cm hohe Trockenmauer gebaut-und das ist erst die Hälfte-die 9 Tonnen, nicht die 150cm :lol ) und will diese natürlich nicht destabilisieren, indem ich knapp davor auf 60cm Tiefe gehe.
Deinen Teich kenne ich ohnehin schon sehr gut, dient mir oft als Anhaltspunkt, allerdings lebst Du "in einer anderen Welt". Die Heizperiode hat heuer hier noch gar nicht richtig geendet, selbst gestern abends hatte es im Haus nur 18 Grad, draußen 13. Kannst Du Dir das überhaupt vorstellen??? Mit der Temperatur des Teichwassers gibt es aber kein Problem, WENN die Sonne scheint hat sie ja auch hier genug Kraft.
apropos Folie: Ich schneide (zum Leidwesen meiner Frau) ohnehin nichts weg, der Randbereich vergrößert sich laufend).

:lol
Jürgen hat vollkommen recht.
Ich musste meinen Ufergraben bisher NOCH NIE auffüllen, hatte immer nur Angst, dass er sich zu langsam entleert.
Und bevor der nächste Regenguss kommt, fahr ich zum Teich (Ufergraben weiterbauen, ich habe Hanglage und dadurch viele "Probleme" (machen aber Spaß), die andere nicht haben, z.B. würde ich den UG liebend gerne breiter bzw tiefer machen, aber 30cm breiter bedeutet gleichzeitig, dass ich 15 cm unterhalb des Wasserspiegels ankomme :D

Liebe Grüße

Berndt
 

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Hallo Berndt,

schade, schade, schade... Wollte Dir eigentlich nur den Tipp geben, es besser zu machen als ich. Ïrgendwann werde ich nämlich meinen Ufergraben a) verbreitern und b) vertiefen. Aber damit da nichts falsch 'rüberkommt: Es funktioniert auch so, und zwar sehr gut. Das Fundament einer Mauer würde ich deshalb auch nicht anknabbern und ein immer weiteres Hinausschieben in Hanglage führt auch nur zu Problemen. Alles klar soweit.

Wir haben hier übrigens nicht immer schönes Wetter, sondern auch relativ häufig Wolkenbrüche, wie ich sie in Deutschland nur selten erlebt habe. Wenn kein überlauf und kein Kanal die Wassermasen mehr packt, dann stellt sich heraus, ob der Teich richtig angelegt wurde. Er muss nämlich überlaufen, das Wasser darf nicht in den Teich hineinfliessen. Dürfte bei Hanglage ja kein grösseres Thema werden.

@ Fjack
@ all

War vor einigen Wochen in Deutschland. War bei Conrad und habe mit den neuesten Katalog geholt. Bin fündig geworden: Es gibt dort neu als Bausatz mit vernünftigem Sensor (und optional mit passendem Gehäuse) eine Wasserstandsregulierung für kleines Geld. Diese kombiniert man mit einem Niedervolt-Magnetventil für Gartenbewässerungsanlagen (Rainbird, Nelson...). OK, maan muss sich eine 24 Volt Spannung stricken, ist aber auch kein Problem (kleiner, voll vergossener Trafo). Und schon hat man eine preiswerte Wasserstandsregulierung. Ich weiss auch nicht, wieso die zu erhöhtem Wasserverbrauch führen sollte. Das Wasser verdunstet (oder verschwindet über einen Docht) egal, wie hoch der Wasserstand ist. Wenn man nicht den gesamten Sommer über zuschauen will (schlecht, wenn man einen Skimmer hat), ist es gleichgültig, ob man mehrere kleine Mengen (Automatik) oder eine grosse nachfüllt. Übrigens funktioniert die Speisung des Ufergrabens mit Teichwasser über die Ufermatte auch bei schwankendem Wasserstand. Das wäre also nicht der Grund für eine Automatik. Bei mir war ausschliesslich der Skimmer der Grund, damit er bei längerer Abwesenheit nicht trockenlaufen kann.

Beste Grüsse
Stefan
 
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