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Welche Pflanzen sind am Besten

Dieses Thema im Forum "Pflanzen im und am Teich" wurde erstellt von Nikdia2005, 9. Okt. 2017.

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  1. Nikdia2005

    Nikdia2005 Mitglied

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    Wir haben unsere Teich vergrößert und nun brauche ich noch einige neue Pflanzen.
    Da ich aber nicht so viel Wissen über Teichpflanzen habe, könnt Ihr mir vielleicht helfen.
    Wir haben unseren Teich zu 50% abschüssig gebaut, da wir hier leider ganz viele Katzen
    haben die uns dieses Jahr sehr viele Fische aus dem Teich gefischt haben.
    Ich habe mal eine Zeichnung auf die Schnelle erstellt. Wir möchten jetzt im Flachbereich
    kleinwüchsige aber auch etwas höre Pflanzen haben, damit die Katze nicht an das Wasser
    kommen können. Außerdem haben wir bereits eine Seerose, die wir in der Mitte des Teiches
    platzieren wollen. Ich habe jetzt mal etwas im Internet gesurft und bin über einige Pflanzen
    gefallen. Ich muss noch erwähnen, dass wir fast den ganzen Tag Sonne beim Teich haben
    und immer sehr viel mit Algen kämpfen.

    Folgende Pflanzen habe ich gefunden, die ich sehr interessant fand. Leider wüsste ich nicht,
    wieviele Planzen man bräuchte, muss man sie im Pflanzkorb lassen oder wie macht man das sonst etc...
    Unsere letzten Pflanzen hatte ich einfach mit Kieselsteinen beschwert. Jetzt aber zu den Pflanzen:

    Quellmoos: fand ich interessant, soll wohl wie ein Rasen auf dem Boden wirken
    Bachbunge
    Wollgras
    Fieberklee
    Zwergrohrkolben
    Blutauge
    Schwanenblume

    Da wir kein weiteres Beet um den Teich planen, bin ich für alle Vorschläge offen.

    Vielen Dank für Eure Unterstützung und hier noch meine tollen Zeichnung ;-)
     

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    • Teich.pdf
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  2. Knoblauchkröte

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    Hi,

    das wichtigst sind in Teich die echten Unterwasserpflanzen, auch wenn sie an sich eher sehr unauffällig sind. Nur die sind in der Lage die Nährstoffe auch direkt aus dem freien Wasser über alle Pflanzenteile aufzunehmen und dadurch Algen echte Konkurenz zu machen

    wären z.B

    kanadische Wasserpest (Elodea canadensis)
    argentinische Wasserpest (Egeria densa)
    Fieberquellmoos (Fontinalis antipyretica) - verträgt kein warmes, stehendes Wasser und Ablagerungen auf den Pflanzen. Wächst als "Bodendecker" nur in kalten "Fließ"gewässern auf kalkhaltigen Steingrund gut
    Wasserfeder (Hottonia palustris) - braucht moorige Schlammböden und kalkfreies, saures Wasser
    Ufer-/Wassermoos (Leptidictyum riparium) - das Gegenstück zum Fieberquellmoos für stehende Gewässer, wird sehr oft mit Fieberquellmoos verwechselt, ist aber sehr viel feiner aufgebaut
    Hornblatt (Ceratopyllum demersum)
    Armleuchteralgen (Chara-Arten) - mögen härteres Wasser
    Laichkräuter (Potamogeton-Arten)
    Tausendblätter (Myriophyllum-Arten)
    Krebsschere (Stratiodes aloides) - benötigt kalkfreies, saures Wasser
    aquatische Wasserschläuche (Utricularia vulgaris/australis) - benötigen kalkfreies, saures Wasser
    Wasserschrauben (Vallisneria spiralis/gigantea) - mögen härteres Wasser

    zu den ins Auge gefaßten Pflanzengibts ja Einträge hier im Lexikon unter Pflanzen (zu den obrigen Unterwasserpflanzen natürlich auch:rofl)
     
    Zuletzt bearbeitet: 9. Okt. 2017
    Wetterleuchten, axel120470 und XxGabbeRxX gefällt das.
  3. Nikdia2005

    Nikdia2005 Mitglied

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    Danke Frank, was mich immer etwas irritiert, ist das bei den Sumpfpflanzen oft Nährstoffreicher Boden steht.
    Wir haben ja jetzt so einen Ring am Rand gebaut, der auch für die Fische nicht zugänglich sein wird (Katzenschutz).
    Muss ich da denn Erde haben, um die Pflanzen einzupflanzen? Sorry, für die komischen Fragen!
     
  4. Knoblauchkröte

    Knoblauchkröte Experte Mod-Team

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    HI Nikidia,

    die meißten Sumpfpflanzen benötigen schon nährstoffreichere Böden. Die gelben Wasserschwertlilien die bei mir nur in normalen Waschkies (diese Sand-Kieselgemische zum Betonmachen direkt aus der Kiesgrube) sitzen sind selbst mit 7 Jahren immer nich sehr klein, haben dieses Jahr aber wenigstens das erst Mal geblüht:rolleyes:. Sämlinge die im normalen Gartenbeet auflaufen schaffen das schon im 2. Jahr
    Die ins Auge gefaßte Schwanenblume z.B braucht sehr nährstoffreiche Schlammböden. Das Blutauge, Wollgras, Fieberklee wiederum eher nährstoffärme, moorige Böden (torfhaltige)

    MfG Frank
     
  5. Wetterleuchten

    Wetterleuchten Mitglied

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    Wobei Fieberklee auch mit anderen Huminsäure-Quellen sehr zufrieden ist. Im Fall meines Flachufers war das ganz normaler Laubeintrag. Also kein Laub keschern zwischen dem Fieberklee, dann gedeiht er prächtig. Blöderweise hab ich gerade kein Bild davon.
     
  6. Nikdia2005

    Nikdia2005 Mitglied

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    Wir haben ja in dem flachen Bereich auch die Teichfolie unter. Muss ich dann irgendeine Pflanzerde haben?Oder einfach in Pflanzkörbe? Das mit dem Kiesgemisch hatte ich auch schon mal gelesen. Wir haben ja einen leichten Überlauf in den kleinen Bereich. Ich bin etwas verwirrt.
     
  7. Wetterleuchten

    Wetterleuchten Mitglied

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    Das klingt auch ein bischen verwirrend, anfangs.
    Das eigentliche "Geheimnis" ist, dass verschiedene Pflanzen verschiedene Ansprüche haben in punkto Nährstoffangebot, Wasserqualität, Licht, usw. haben. Aus Pflanzensicht heißt das, dass alle mehr oder weniger spezialisiert an teilweise extreme, auf jeden Fall aber vielfältige in der Natur vorhandene Standorte angepasst sind. Je spezialisierter eine Pflanze ist, desto geringer toleriert sie andere Bedingungen und reagiert in einem "08/15-Gartenteich", der die "durchschnittliche" Bandbreite abdeckt, mit Kümmerwuchs. Soweit die Theorie, jetzt auf praktisch. :D

    Franks Sumpfiris ist ein gutes Beispiel. Sumpfiris mag's nämlich nährstoffreich. Allerdings ist für einen Gartenteich grundsätzlich Nährstoffarmut anzustreben, sonst verkürzt sich die "Lebensdauer" erheblich. Wenn man also reich blühende, nährstoffliebende Pflanzen trotzdem haben will, bieten sich "getrennte Nährstoffzonen" an. Du hast ja diesen extra Graben außenrum. Der Überlauf, ist der vom Teich in den Graben? Normalerweise macht man das so, dass das Teichwasser über eine Ufermatte in den Graben gesaugt wird (Kapillarwirkung) aber nicht mehr zurück schwappen kann. Die Abtrennung zwischen Sumpfgraben und Teich muss also gerinfügig höher sein als der Wasserspiegel. (Und der Rand wo die Teichfolie endet muss noch etwas höher sein, sonst setzt sich der Saugeffekt bis in den restlichen Garten fort). --> Forensuche nach Sumpf- oder Saugsperregraben.

    In diesem Sumpfgraben kann man dann das Substrat nährstoffreicher anlegen: Sand, Lehm, Komposterde. Während man im restlichen Teich nur Sand mit etwas Lehm verwendet. Von Kies halte ich persönlich gar nichts, das Zeug versifft ohne Ende und macht nur Ärger, wenns dann doch mal raus muss. Aber vielleicht komme halt nur ich mit Kies nicht zurecht ;)
    Mit Pflanzkörben kann man begrenzt auch ein "getrenntes Nährstoffsystem" schaffen, wenn man sie mit Vlies auslegt, Sand, Lehm, Depotdünger und Pflanze rein und in in den Teich stellt. Klassischerweise werden so Seerosen gepflanzt. Da macht auch ein bisschen Kies oder sonstige Steine als oberste Beschwerschicht dann auch Sinn. Ansonsten seh ich keinen vernünftigen Grund für Kies im Teich.

    Langer Rede kurzer Sinn: Schauen, welche Pflanzen man haben will, ob die passen (Winterhärte, Spezialisierung) und wie und wo man sie unterbringt ohne den Teich unnötig mit Nährstoffen belasten zu müssen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Okt. 2017