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Welches Futter? Welche zusammensetzung? ......

Dieses Thema im Forum "Tiere im und am Teich" wurde erstellt von Teichforum.info, 20. März 2004.

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  1. Teichforum.info

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    Mit dem Futter ist das ja so eine Sache,es gibt ja eine menge verschiedene hersteller und sorten und das Futter ist ja nach der Technik und Aufbau des Teiches das wichtigste Thema ,das aber meiner meinung nach zu kurz dritt,denn nur mit der richtigen Fütterung können wir "unseren" Tieren ein gutes und gesundes Leben ermöglichen:
    (Sollte ich einen Fehler machen berichtigt ihn bitte)

    Es gibt Aufzuchtfutter (hoher Fettgehalt) ,was aber nur in kurzen Zeiträumen gefüttert werden darf wegen der Gefahr das die Fische eine "fettleber" entwickeln,so steht es zumindest auf der Verpackung.

    Störfutter hat auch einen recht hohen Fettgehalt (um die 10% ,je nach produzent).Brauchen manche Fische (z.B. Störe) mehr Fette als andere Fische?
    Wenn man jetzt Störe mit anderen Fischen halten würde ,würden doch die anderen auch das für die Störe fettreiche Futter fressen.Somit wäre keine gesunde Ernährung gegeben.

    Wie hoch sollte der Fettgehalt sein um den Goldfischen und Goldorfen ein möglichst gutes Wachstum zu sichern?
    Oder ist der Fettgehalt nicht so wichtig?
    Sollte man im Herbst (zur vorbereitung auf die überwinterung) ein fettreicheres Futter nehmen,als das restliche Jahr über??

    Wie sieht es mit dem Proteingehalt aus....
    Je höher der proteingehalt desto weniger müssen die Fische von dem Futter fressen um sich zu sättigen?

    Wie sieht es mit den anderen "zutaten" im Futter aus:
    Was ist wirklich wichtig??
    Was nicht so entscheident??


    Ist es sinnvoll nur ein bestimmtes Futter zu nehmen oder ist ein mischen verschiedener Sorten (mit verschiedene Zusammensetzungen) zu bevorzugen???

    Nach welchen Kriterien wählt ihr euer Futter??


    Lorenz
     
  2. Teichforum.info

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    Schwieriges Thema, ein paar Erläuterungen

    Guten Abend,

    schwieriges Thema, sicher nicht die professionellste Antwort von mir, aber ich versuchs mal :D (und Fehler, die ihr findet, könnt ihr behalten :D ):

    Es ist zwar mitentscheidend, aber was nutzt dir das beste Futter, wenn z.B. Überbesatz herrscht oder keine anständige Filterung vorhanden ist. Grundsätzlich ist bei Fütterung der Tiere mit einer Verschlechterung der Wasserwerte zu rechnen, denn alles was du als Futter in den Teich gibst, kommt hinten als das Wasser belastende Sch.... wieder raus, ganz zu schweigen von dem dann notwendigen erhöhten Sauerstoffbedarf der Tiere.

    [quote"Lorenz"]
    Störfutter hat auch einen recht hohen Fettgehalt (um die 10% ,je nach produzent).Brauchen manche Fische (z.B. Störe) mehr Fette als andere Fische?
    Wenn man jetzt Störe mit anderen Fischen halten würde ,würden doch die anderen auch das für die Störe fettreiche Futter fressen.Somit wäre keine gesunde Ernährung gegeben.
    [/quote]

    Da der Stör ein sehr aktives Tier ist, ständig am rumschwimmen, teilweise auch im Winter, sollte das Futter einen hohen Fett- und Proteingehalt haben. Aber nicht nur die Bewegung verbraucht Energie, sondern auch die normalen Prozesse wie Ausscheidungen, Transport von Nährstoffen im Organismus, Aufbau von Gewebe etc. Wenn in den Tagen, wo der Teich zugefroren ist, keine Fütterung erfolgen kann, aufgrund der Wetterlage, werden die sog. Fettdepots angezapft. Sind diese Reserven zu schwach oder sind diese aufgrund mangelhafter Fütterung nicht vorhanden, ist die Gefahr groß, das der Fisch stirbt.

    Proteine sind bekanntlich Einheiten, welche aus der Aneinanderkettung von Aminosäuren bestehen. Der Proteinbedarf ist unterschiedlich bei Fischen und kann nur einen gewissen Grad an Sättigung erhalten. Ist ein Überangebot an Protein für eine spezielle Fischsorte vorhanden, ist keine effektive Verwertung möglich. Sind mehr Proteine als für das Wachstum nötig vorhanden, werden diese zur Deckung der benötigten Energie des Fisches genutzt. Nachteil dieses Überangebots von Aminosäuren ist eine überhöhte Ausscheidung von Ammoniak, was das für das Wasser bedeutet brauch ich wohl nicht weiter zu erläutern.

    Somit kann man resultieren, das eine ausreichende Versorgung des Fisches mit Aminosäuren entscheidenden Einfluss auf die Ausscheidungen des Fisches hat. Auch für das Wachstum der Fische ist ein bestimmter Gehalt an Aminosäuren wichtig, nähere Infos habe ich leider keine.

    Wie oben bereits erwähnt sind die wichtigsten Einheiten Fett und Protein. Kohlenhydrahte sind von Bedeutung für die Verdauung, nicht aber für das Wachstum.Als Angaben für Kohlenhydrahte wird auch die Abkürzung NFE (weiss nicht mehr was es heisst :oops: ). Eine weitere Angabe auf den Packungen ist Asche (Salz und Mineraliengehalt). Mit den weiteren Angaben habe ich mich noch nicht beschäftigt, kommt aber noch :D

    siehe oben, der Fettgehalt und das Rohprotein ist für mich als Störbesitzer das wichtigste Entscheidungskriterium zur Futterauswahl. Nachdem ich allerdings Gelegenheit hatte, sich mit einem "Kenner" zu unterhalten, der mir auch Infos vermitteln konnte, wurde mir dies bewusst. Anfangs war es sehr schwierig, sich einzuarbeiten, teilweise habe ich gewisse Dinge immer noch nicht verstanden, von daher ist o.a. Interpretation sicher sehr laienhaft und unvollständig.

    Das Thema "Richtige Fütterung" ist sehr komplexer, als man meint, das musste ich zumindest feststellen. Von dem im normalen angeboteten Produkten von "Störfutter" werde ich nach dem Aufbrauch meines Reservoirs abkommen und mir spezielles Forellenfutter besorgen, das entsprechend dem Bedarf eines Störes entspricht, also kein normales Forellenfutter.

    Bei Interesse zum Thema kann man sich auch diverse Hefte von "Fischer&Teichwirt" ordern, eine m.E. sehr gute Quelle an Wissen zwecks Fütterung und Fischhaltung, allerdings für meine Person selten mit Berichten zum Thema Stör.

    Wie es mit dem Futterbedarf bei anderen Fischen aussieht, auf was man im speziellen achten sollte, kann ich dir leider auch keine Antwort geben, da ich die paar Fischlis in meiner Pfütze (Orfen,Bitterlinge,Barsche,etc) nicht füttere und sie dem natürlichen Nahrungsangebot überlasse. Den Blauorfen nach zu urteilen ist das Angebot sehr gut, denn von anfänglichen 8cm sind sie mittlerweile innerhalb von 2 Jahren ohne Zufütterung auf ca. 20-25cm angewachsen :D

    Schönen Abend noch
     
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