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Fische lebend aus dem Teich angeln

Dieses Thema im Forum "Tiere im und am Teich" wurde erstellt von Daniel_D, 27. Okt. 2019.

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  1. Daniel_D

    Daniel_D Mitglied

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    Guten Morgen :zufrieden2

    mein Teich ist nun, hoffentlich, leer :rolleyes:

    Da ich ja gerne für diesen Winter noch mal alle Fische aus meinem kleinen Gartenteich im
    Haus, verteilt in Aquarien haben wollte, habe ich sie noch mal, wie bereits letztes Jahr, versucht mit
    einer kleinen Reuse zu angeln.

    https://s19.directupload.net/images/191027/s6x5urlv.jpg

    Im Ansatz war die Lösung ganz brauchbar. Es dauerte nicht lange und die ersten waren bereits in der Reuse.
    Allerdings noch lange nicht alle. Dennoch habe ich die ersten direkt herausgeholt und die Reuse wieder eingesetzt.
    Dies mal dauerte es viel länger und es waren nur wenige Fische in der Reuse. Da ich sie nicht noch
    länger gefangen halten wollte, auch diese rausgeholt und die Reuse wieder eingesetzt.
    Natürlich immer wieder mit Futter in der Tasche in der Mitte. Harte Tabletten, die sich nur sehr
    langsam bis gar nicht von alleine auflösen.
    Ab jetzt war dann Schluss. Egal was ich versuchte, kein weiterer Fisch mehr. Nicht nach Stunden und
    auch nicht nach Tagen. Tage lang Pause, Reuse raus und später an anderer Stelle wieder rein.
    Kein Erfolg.

    Zu selbigem Ergebnis kam ich mit einer selbstgebauten Flaschenreuse.
    Dies ist nur eine 0,5L Flasche im Aquarium. Im Teich hatte ich eine 1L Fasche verwendet.
    Futtertablette rein, es dauerte nicht lange und die ersten Drei saßen in der Flasche.
    https://s19.directupload.net/images/191027/aiidr7zb.jpg

    Flasche geleert, wieder Futter rein und zurück in den Teich. Vorbei mit dem Glück. Kein weiterer
    Fisch mehr der sich dort verirren wollte. Egal wie, egal wo.
    Ähnlich sah es übrigens im Aquarium aus. Beim ersten mal saßen sofort 3 Bitterlinge in der
    Flasche, danach dauerte sehr lange, bis noch mal einer rein ging. Ab dann war Schluss.
    Nur noch die Schnecken verirrten sich bzw suchten zielstrebig die Nahrung auf :hehe5

    Das Ganze hatte ich schon vor eine Weile gestartet, mit dem Gedanken, die Fische frühzeitig
    ins Haus zu holen, bevor es draußen zu kalt wird.
    Die Tage vergingen und ich sah immer mal wieder einen kleinen Schwarm im Teich. Aber,
    keine Chance den zu angeln. Zu viele Pflanzen, zu flinke Fische :(

    Ich hatte es sogar noch geschafft, zwei kleine Rotbauch-Elritzen, Nachwuchs, der sich
    am Teichboden aufhielt, mit zwei Keschern zu angeln. Einen hingestellt wie ein Fußballtor
    mit einem anderen sie in diese Richtung geleitet, bis sich drinnen waren.

    Nicht aber die erwachsenen Regenbogen-Elritzen. Noch mal vergingen ein paar Tage, und
    ich sah wie sich der Schwarm dann im Bereich der Reuse aufhielt, aber trotz Futter nicht
    hinein schwimmer wollte. :rolleyes: Noch mal die Idee, ich zeige ihnen wo es lang geht.
    Mit einem dünnen langen Bambusstock, vor dem sie keine Angste zeigte, sondern nur
    langsam auswichen, habe ich es geschafft EINE Regenbogen-Elritze in die Reuse zu leiten.
    Nun der Gedanke, diese eine in der Reuse zu belassen, damit vielleicht auch noch die anderen
    angelockt werden. ;) Keine Chance. Die anderen waren weg und haben den "Kumpel" alleine
    zurück gelassen.:bibber

    Vor ein paar Tagen dann, mit dem Wissen, da sind noch weitere Regenbogen-Elritzen im Teich
    und der Winter naht, noch mal gesucht und eine andere Reuse gefunden, die nicht so riesig ist
    und noch in meinen kleinen Teich paßt.
    60cm im Durchmesser und ca. 30cm hoch, dafür aber 12 Eingänge :lala5

    https://s19.directupload.net/images/191027/e3u683cu.jpg
    Gestern gegen Mittag dann der DHL-Bote und ich schnell in den Garten. Schönes warmes Wetter
    mit viel Sonne = aktive Fische o_O
    Auch hier, mittig eine kleine Tasche und diese mit verschiedenen Futtertabletten gefüllt.
    Gegen Abend dann mit der Taschenlampe geschaut :lala5 1....2.... mehr war nicht zu erkennen.
    Zu wuselig, wenn die Reuse im Wasser ist, mit Pflanzen umgeben.

    Heute Morgen dann, ab jetzt soll es deutlich kälter werden, <10°C, Wasser hat noch 13,5°C
    vorsichtig die Reuse angehoben. Im Wasser selbst konnte man noch nichts erkennen.
    In der Luft dann, plitsch ... platsch :) schnell wieder in Wasser gelassen und dann vorsichtig
    geschaut :lol 7 Stück auf einen Streich. Das dürfte es dann aber gewesen sein.
    Mehr habe ich zu keinem Zeitpunkt mehr im Teich sehen können.

    Für mich heißt das dann also, die Fische lernen und das verdammt schnell. Nur, aus welchem
    Grund wissen die, dass dies für sie eine Gefahr darstellen kann. Normal müßte es doch so sein,
    der Hunger bzw der Geruch nach Nahrung sollte die Vernuft überlisten. Und der Geruchsinn
    von Fischen ist ja schon verrückt. Wenn ich nur beobachte, kaum sind nur Babyfutterkrümel
    im Aquariumwasser, es dauert nur wenige Sekunden und die am Boden wuselnden Pandaschmerlen
    fangen an zu toben, weil sie Nahrung wittern :schreck

    Noch mal zu den Reusen. Beim Zweiloch-Modell, welches ich aus einem Angelshop bei mir in der
    Nähe gekauft hatte, keine 3€ ... war ich doch etwas enttäuscht. Der innen angebrachte Metalldraht,
    der der Reuse ihre Form gibt, fing recht schnell an zu rosten. Sicherlich nicht ganz so gut für den kleinen Teich.
    Die 12-Lochreuse hat auch solch einen Draht verbaut. Ich hoffe doch, dass dieser nicht auch gleich
    anfängt zu rosten :confused: Ansonsten, für 10€ eine gute Lösung um seine Fische recht streßfrei und lebend
    aus dem Teich zu bekommen. Der Winter kann kommen :winter1
     
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  2. Joachim

    Joachim Admin-Team

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  3. jolantha

    jolantha Mitglied

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    Daniel, warum soll es Dir besser gehen, als allen Anderen :five
    Ich glaube, die spielen unter Wasser einfach stille Post :nett
    Ich habe seit 40 Jahren Teiche, ( jetzt ohne Fische ) , und wenn ich die entschlammen wollte hieß es einfach : Abpumpen , Fische umsetzen, Teich sauber machen,
    Fische wieder zurück.
    Ich konnte sie nur rausfangen, wenn sie nur noch eine handbreit Wasser unter dem Kiel hatten .
     
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  4. Daniel_D

    Daniel_D Mitglied

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    Guten Morgen,

    wie schon an anderer Stelle geschrieben, bin ich noch mit dem Verhalten meiner Fische etwas ratlos.

    13 Rotbauchelritzen, 3 Elritzen und ein verirrtes Moderlieschen spielen inzwischen nur noch, seh ich dich nicht, siehst du mich nicht :hehe5
    Sobald die Bande mich im Zimmer sieht, und das bereits aus mehreren Metern Entfernung, verstecken sie sich sofort hinter ihrer großen Wurzel.
    Letztes Jahr hatten sich noch eine richtige Ecke, in die sich sich verkrümeln konnten und dies auch sehr intensiv taten.
    Dieses Jahr steht die Wurzel mehr im "Raum", so können sie sich zwar dahinten verkrümeln, ich habe aber dennoch jederzeit Sichtkontakt :D
    Witzig aber auch, das selbst das eine verirrte Moderlieschen sich von diesem Verhalten anstecken läßt.
    Nur, wer oder was ist die wirkliche Ursache für dieses Verhalten ?

    Anderes Becken, 13 Bitterlinge, 25 Regenbogenelritzen, 6 Moderlieschen haben hingegen fast keinerlei Angst und kommen noch eher ans
    Glas oder sofort an die Wasseroberfläche, sobald sie auch nur vermuten, da könnte etwas reingefallen sein :wtf
    Oder nur mal kurz einen Gegenstand, wie eine Pinzette ins Wasser gehalten, sofort wird es testweise attakiert, es könnte ja was zum Futtern sein :lala5

    In einem weiteren Becken, rund hundert Baby-Elritzen und zwei Bitterling-Babys ... die kennen auch nur :chicken FUTTER HER ! Wir verhungern :schreib

    Und zum Teich, nein, den wollte und konnte ich nicht entleeren, da dort noch ein reichlicher Pflanzenwuchs und anderes Leben drinne
    vorherscht. Alleine nur der Versuch ein paar Froschbisspfanzen ins Aquarium zu retten und diese versucht gründlich am Wurzelwerk auszuspühlen
    und schon hatte man Libellen-Jungbrut im Aquarium in Form von kleinen krebsenartigen Tierchen o_O
    Ebenso verweilen noch Muscheln und Schnecken im Teich.

    Das Angeln mit der Reuse sollte zudem ja auch möglichst streßfrei ablaufen.
    Rumfingern an winzig kleinen Fischen, eher suboptimal, wie ich finde. Hier geht es ja nicht um Aale, die in die Pfanne sollten :lol
     
    Zuletzt bearbeitet: 3. Nov. 2019
  5. troll20

    troll20 Mitglied

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    Hallo Daniel.
    Das was du beschreibst sieht man jeden Tag hundertfach in D an zB Koiteichen.
    Fische älteren Semester und ohne großen Fressdruck (niedrige Besatzdichte)
    lassen das Futter eher liegen und sich schwer fangen. Ab einen bestimmten alter jedoch lassen sie sich dann wieder besser fangen bzw. kommen sogar an die Hand, da sie dann nicht mehr die Angst vor Fesselnden haben.
    Junge Fische die noch dazu in großen Mengen (Schulen) unterwegs sind müssen um jeden Futterkrümel kämpfen um ihr überleben und später auch die Fortpflanzung sicherzustellen. Da ist keine Zeit für Angst.
    Setze mal zwei von denen die jetzt deine Pinzette als mögliches Futter attackieren in ein 1000 Liter Becken mit ausreichend Grünpflanzen für die Selbstversorgung. Du wirst sie ab da nicht mehr sehen.
     
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  6. Turbochris

    Turbochris Mitglied

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    Hallo,
    von Natur aus sind die Futterfische scheu. Schließlich müssen sie sich ja instinktiv vor möglichen Räubern im Wasser, z.B. Raubfischen, an Land, z.B. Katzen oder aus der Luft, z.B. Eisvogel schützen.
    Nur bei regelmäßiger Fütterung und ohne Jagddruck sinkt die Angst.
    Außer in der Laichzeit, da kommen sogar die Schleien an die Oberfläche...
    Habe am letzten Donnerstag alle 15m 8x je ca. 150, also insgesamt 1250 Moderlieschen ausgesetzt. Seit dem habe ich kein einziges mehr gesehen...
    Die checken erst einmal die Lage...
    Normalerweise wird es mit jeder neuen Generation besser, wenn keine Räuber da sind. Doch bei mir lauert der Eisvogel...

    Ich kann Dir nur Geduld mit Deinen Reusen empfehlen...
    Aber Achtung, solltest Du Molche im Teich haben: Die schwimmen rein, kommen nicht mehr raus und ertrinken!

    Viele Grüße

    Christian
     
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