Hilfe, meine Pflanzen wachsen nicht !!

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Hallo liebe Gartenteichfreunde,

ich hab ein Problem mit meinen Pflanzen im Teich und weiß mir keinen Rat mehr. Vieleicht kann mir ja jemand helfen.


Zur Sachlage: der Teich ist 1998 neu angelegt worden, hat eine Fläche von ca 110 m² und ist mit 28.000L gefüllt (7.000 Regenwasser, Rest normales Leitungswasser). Max. Tiefe 1,20 - ca.20% , Sumpfzone 30% , der Rest terassenförmig auslaufend - also eigentlich alles lehrbuchmäßig - oder?

Von Anfang an sind meine Wasserpflanzen nicht richtig gewachsen, ja teiweise regelrecht "verhungert".
Die Folie hatte ich im Flachwasserbereich anfangs mit Kieselsteinen bedeckt, die ich zwischenzeitlich in der Hoffnung, den Pflanzen ein besseres Substrat zu geben,durch feine Lava ausgetauscht habe.

Eine im Winter leichte, im Somme stärkere Algenblüte und Fadenalgen zeigen doch eigentlich, dass genügend Nährstoffe im Wasser vorhanden sind.

Eingesetzte Moderließchen und ein paar kleine Goldfische entwickeln sich dagegen prächtig. Kröten und Frösche laichen ab, Kaulquappen entwickeln sich völlig normal. Wasserläufer, Libellen, ja sogar ein paar kleine Molche sind inzwischen bei mir heimisch.

Filterung, Bachlauf, UVA Lampe, Springbrunnen - alles ausprobiert und wieder abgestellt, Ergebnis ist immer das gleiche.
Ich hab immer wieder Pflanzen - Seerosen, Teichrosen, Froschlöffel, Wasserpest, Entengrütze,versch. Röhricht.... von Freunden und Bekannten (mit "normalen" Teichen) bekommen und eingesetzt. Alles geht mir nach kurzer Zeit ein oder kümmert.

In meiner Not hab ich schon Blaukorn in Lehmkügelchen an die Wurzeln gesteckt - ohne Erfolg.
Ich bin mir fast sicher, das irgendetwas im Wasser ist, was verhindert, dass die Pflanzen an Nährstoffe kommen. :cry:

Bin wirklich für alle Hinweise dankbar, ich verliere so langsam die Lust ... :help:
 

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Hallo Rolf,

erstmal herzlich willkommen hier im Forum!

Sieht tatsächlich etwas mager aus...
In welcher "Lage" befindet sich denn Dein Teich?? Sonnig oder eher Schatten?
Im Spiegelbild des Teiches sieht man ja recht große Bäume in der Sonne; Dein Teich sieht aber schattig aus... In Schattenlagen gedeihen einige Wasserpflanzen nicht so richtig!

Ob die Lava ein besseres Substrat ist sei dahin gestellt; auch sie besteht doch nur aus "Steinchen" also nix, was die Pflanzen zum Wachsen zu sich nehmen können!
Die Nährstoffe sollen dem Teichwasser ja entzogen werden; durch die Pflanzen, die darin wachsen.
Mit Dünger im Teich wäre ich deswegen auch sehr, sehr vorsichtig; sonst hast Du am Ende noch mehr Algen als vorher...

Hast Du die eigentlich schon mal mit Chemie bekämpft?? Meist ist da Kupfer drin, und das schädigt auch die höheren Pflanzen!
Hast du denn schon mal eine Wasseranalyse von Deinem Teichwasser gemacht/machen lassen?? Die Werte sind bestimmt auch interessant....


LG Annett
 

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Nachtrag:

Hallo Nette, danke für die Anregung.

Also, war gerade nochmal draußen und hab mit meinem Aquarien-Testset die Wasserwerte genommen:


ph Wert 6,8
Karbonathärte 5
Nitrid No2 0,05mg/L
Nitrat NO3 5 mg/l

Ansonsten liegt der Teich eigentlich voll in der Sonne, die Bäume stehen im Westen und geben erst spätabends Schatten.

Irgendeine Chemie ist noch nie zum Einsatz gekommen.

Grüße RolfFrechen
 

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Hallo Rolf,

um ehrlich zu sein, ich kapier's nicht... Gut, für ausgesprochene Starkzehrer bzw. Indikatorpflanzen für überdüngtes Wasser ( Wasserpest, Entengrütze) mag es nicht nährstoffreich genug sein, auch die Seerosen u.ä. können kümmern, wenn sie direkt ins Bodensubstrat oder auf falsche Tiefe gepflanzt sind. Aber bei Dir kümmert ja wirklich alles ! Irgendwie kann ich mir auch nicht vorstellen, dass es bei den von Dir geschilderten Umständen am Wasser liegt.

Kannst Du einmal den Versuch machen, eine kleinwüchsige Seerose in eine unten geschlossene Schale mit lehmigem Substrat (kein organischer Dünger oder Humus !) und die Erde wie bei einem Lotos vorzubereiten ? Also die Erde in den unteren 25 % in hoher Dpsierung mit Osmocote düngen, darauf kannst Du - anders als bei Lotos - in den nächsten 25 % der Erde noch etwas Hornspäne einbringen. Die oberen 50 % sind ungedüngter Lehmboden, in den die Seerose gepflanzt wird. Den Austrieb am Rhizom nicht mit Erde bedecken ! Da es sich um eine Seerose für flaches Wasser handelt, hast Du die Sache besser unter Kontrolle. Die so gepflanzte Seerose müsste eigentlich "explodieren" !

Berichte doch mal, wie sich entwickelt ! Wirklich, abgesehen von diesem Test bin ich (natürlich auch mangels erkennbarer anderer Umstände) hilflos. Gibt es Hinweise darauf, dass irgend welche Spurenelemente fehlen ? Obwohl ich sonst dagegen bin, empfiehlt es sich bei Dir vielleicht, diesen Spurenelemente-Cocktail ins Wasser, der als nitrat- und phosphatfreier Dünger verkauft wird, ins Wasser zu geben.

Ansonsten ist es wie beim Computer: Immer nur einen Parameter verändern, wenn man zu Erkenntnissen gelangen will. Ist leider langwierig.

Beste Grüsse
Stefan
 

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Hallo Rolf,

sollte es tatsächlich an einem Spuren- oder Mengenelementmangel liegen wären weitere Detailaufnahmen von verschiedenen Pflanzen hilfreich...
Vor allem Nahaufnahmen der Blätter+Beschreibung der Verfärbungen, falls es durch die niedrige Auflösung nicht mehr richtig erkennbar sein sollte!
Ich habe, bedingt durch mein Studium, einige Fachbücher in Reichweite, in denen ich dann mal nachschauen könnte...

Oder aber, Du hast irgendwo bei Dir in der Nähe die Möglichkeit mal eine Pflanzen- und Wasseranalyse machen zu lassen, in der zumindest einige wichtige Spuren- und Mengenelemente bestimmt werden können?!

Den von Stefan empfohlenen Versuch kannst Du trotzdem machen; ich denke auch, dass dann die Seerose tatsächlich wie dumm wachsen müßte !!
Nur wird es Deinem Teich kaum helfen, alle Pflanzen mit Volldünger aus der Tüte zu versorgen.
Dein Teich soll ja schließlich durch das Pflanzenwachstum von den Nährstoffen "befreit" werden...


LG Annett
 

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Hallo Rolf,
wäre es evtl. möglich,den Lavasplit durch eine Lehm-Sandgemisch zu ersetzen??
Den Lavasplitt könntest du dann zu ein Steingartenbeet wiederverarbeiten...
Denn auch für Fische ist ein Lehm-Sandgemisch viel schöner,zumal sie darin wühlen können,ohne sich zu verletzte...
 

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Hallo Annett,
hallo Rolf,

das Problem besteht eben darin, dass ich mir im Moment nicht vorstellen kann, wo man ansetzen soll. Sollte sich die Seerose wunschgemäss entwickeln, liegt es ziemlich eindeutig am Substrat. Es gibt Leute, die erheben magerstes Substrat und Wasser zum Kult und meinen, dass man eben warten muss, bis sich die Pflanzen, die anfangs eindeutig kümmern, entwickeln.

Man kann sich dann immer noch überlegen, ob man damit weiter zurecht kommt, oder das Substrat in ein etwas lebensfreundlicheres austauscht. Selbstverständlich brauchen nicht alle Pflanzen und das Teichsubstrat Dünger (ich habe übrigens nicht von Volldünger gesprochen, sondern von Depotdünger, Osmocote, genau richtig für Lotos und im ersten Jahr für Seerosen). Einfachere Pflanzen sollten sich dann auch ohne zusätzliche Nährstoffgaben (deshalb ja auch der geschlossene Topf und nicht offene Korb) in Verlegesand prächtig entwickeln.

Wie gesagt, hängt aber davon ab, dass der Versuch mit der Seerose erfolgreich verläuft. Ich wollte jedenfalls nicht "blind" zu einem erneuten Tausch des Substrates raten.

Beste Grüsse
Stefan

P.S.: @ Annett: So sieht mein Teich im Sommer mit Verlegesand als Substrat - ohne alle zusätzlichen Nährstoffe - aus. Weiss schon, wovon ich rede, auch wenn ich hier zunächst einmal zu einem Versuch rate.
 

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Hallo,

ich habe auch keine Lösung, aber ein paar Gedanken an was es liegen könnte.

Ich kenne nur zwei Arten von Gewässern, die weitgehend frei von Pflanzenwuchs sind: saure Moorseen und nährstoffarme Gebirgsseen. Das erstere scheidet aus, denn sauer ist Dein Wasser nicht.

In den nährstoffarmen Gebirgsseen gibt es keine Schlammschicht am Grund, und die Schlammschicht ist in einem See oder Teich so etwas wie der Vorratskeller für das ganze Leben im See. In einem frisch entstandenen See fehlt sie zunächst. Wenn eine Lehmgrube oder eine Kiesgrube mit Wasser voll laufen, dann gibt es dort viele Jahre lang kaum eine Schlammschicht und kaum ein Pflanzenleben. Irgendwann ist dann der Punkt erreicht wo genügend nahrhafter Schlamm vorhanden ist, und der See ändert sich zum nährstoffreichen Gewässer mit reichem Pflanzenwuchs.

Mein Verdacht ist, daß der Lavagrus ein absolut nicht reagierendes Substrat ist, und der (gewaschene?) Kies vorher war es ebenfalls. In Stefans Verlegesand müssen die Bedingungen anders sein, denn Sandflächen werden ja auch spontan von Pflanzen besiedelt. In irgendeiner Form müssen dort lösliche Nährstoffe vorhanden sein. Dein Teich dagegen ist im Prinzip eine riesige Hydrokultur. In der Hydrokultur wachsen die Pflanzen nur dann gut, wenn sie regelmäßig gedüngt werden - und zwar so stark, daß sie in einer regelrechten Nährlösung schwimmen. Ich nehme an, daß Du in Deinem Teich bisher auch keine Schlammbildung beobachten konntest?

Im intensiven Gartenbau werden teilweise sogenannte inerte Substrate verwendet. Das sind rein mineralische Substrate ohne jeden Anteil von organischem Material, teilweise bestehen sie sogar aus Kunststoff. Tomaten werden z.B. in den Niederlanden oft in Steinwolle kultiviert. Diese Kulturen können sehr produktiv sein, aber dafür muß die Nährstoffzufuhr kontinuierlich und ganz genau gesteuert sein. Wenn das nicht der Fall ist, dann kümmern die Pflanzen.

Genau so stelle ich mir das mit Deinem Teich vor. Es ist nur nacktes Mineral darin, keine Spur von Nährstoffen. Die im Wasser gelösten Nährstoffe sind in zu geringer Konzentration vorhanden um von den Pflanzen aufgenommen zu werden, bzw. die Algen sind schneller und fressen den Pflanzen alles weg.

Dieses Problem mit einem Teich ist mir neu, ich habe bisher nur mit dem Gegenteil zu tun gehabt. Mein Rat wäre: nimm Dir ein großes wasserdichtes Gefäss (z.B. Mörtelwanne), fülle das mit Verlegesand, setze ein paar Pflanzen aus Deinem Teich hinein und fülle mit Teichwasser auf. Wenn die Pflanzen dann plötzlich wachsen, dann liegt es eindeutig am Substrat.

Werner
 

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Hallo Werner,

der sog. (braune) Verlegesand enthält 20 bis 30 % Lehm. Das erklärt die Eignung als Substrat, ist aber für ausgesprochene Starkzehrer zumindest am Anfang immer noch nicht ausreichend.

Im übrigen teile ich Deine Meinung 100 %ig, will aber eben nicht einfach dazu raten, das Substrat auf blossen Verdacht hin auszutauschen. Ob sich die Pflanzen in Verlegesand (oder einem anderen, geeigneten Substrat, kenne aber nichts besseres) entwickeln, dürfte sich nach kürzester Zeit zeigen, so dass man den Zeitverlust vernachlässigen kann.

Beste Grüsse
Stefan
 

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hallo zusammen,

nimm Dir ein großes wasserdichtes Gefäss (z.B. Mörtelwanne), fülle das mit Verlegesand, setze ein paar Pflanzen aus Deinem Teich hinein und fülle mit Teichwasser auf. Wenn die Pflanzen dann plötzlich wachsen, dann liegt es eindeutig am Substrat

wäre es nicht noch einfacher ein gefäß zu nehmen was die teichwasserzirkulation(z.b. pflanzenkorb mit vlies oder tucheinlage) erlaubt und dieses mit sand gefüllt direkt in den teich reinzustellen ???

jürgen
 

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