kann man vorsorgen??

akitadaikota

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Jetzt haben wir schon eine Menge über das Verhalten der Fische gelesen, wenn diese Parasiten haben.

Nun fiel uns vor einer Woche auf, dass sich zwei Fische ab und wann ziemlich schnell im Wasser drehen - nicht direkt "schubbeln" - das haben wir dann weiter beobachtet. Einer dieser Fische "schubbelte" sich dann (sehr selten) mal an der Teichwand.

Nach einigen Tagen, war es komplett weg (haben im Internet gelesen, dass es auch zu einer Art Selbstheilung kommen kann, wenn alles rund um Teich und Fisch stimmt). Von daher haben wir uns gefreut und gedacht, klasse Selbstheilung!

Nun ist uns wieder aufgefallen, dass sich der ein oder andere Fisch blitzschnell dreht, aber auch diesmal nur sehr sehr selten.

Wir haben, genau wie meine Eltern einige Zeit vorher, bei dem selben Händler einen Fisch gekauft. Die Fische meiner Eltern sind absolut voll mit Parasiten (schon behandelt mit Malachit und Salz), hat aber nichts gebracht, nun sterben mittlerweile schon einige. Sie waren heute beim Arzt, da zwei Fische bis zu den Gräten "zerfressen" waren. Haben nun ein Mittel verschrieben bekommen.

Nun zu uns. Ist es das erste Anzeichen von Parasiten? Wann würde es schlimmer werden? Bisher dachten wir, dass es vielleicht einfach normal ist, das sich die Fischis auch mal schnell drehen, da es wie oben schon gesagt, wirklich sehr selten ist. Wird es generell von Tag zu Tag schlimmer oder ist es ein langwieriger Prozess? Woran erkennt man, dass man Parasiten hat (ausser zum Tierarzt zu gehen)? Gibt es eine Art Prophylaxe? Können wir jetzt schon vorbeugend etwas tun? Wollen nicht wirkich direkt was in den Teich kippen, obwohl wir uns nicht wiklich sicher sind. Bleibt uns ein Besuch beim Fisch-Doc erspart oder müssen wir mal hin (wollten den Fischen eigendlich den Stress ersparen, da unser Teich samt Fischen ja noch relativ neu ist). Von daher also die Frage, ob man es schon vorher erkennen kann oder prophylaktisch was machen kann.

Vielen Dank schon mal im Voraus!
 

zaphod

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AW: kann man vorsorgen??

Hi,

bevor Du - weil noch keine Antwort kam - jetzt panisch-vorsorglich irgendwelche
Mittel in Teich gibst, sach ich was dazu.

Also dass sich "Fische ab und wann ziemlich schnell im Wasser drehen" und
"sich dann mal an der Teichwand schubbeln" ist doch noch kein Zeichen
einer Infektion.
Und dass die kranken Fische Deiner Eltern vom selben Händler stammen wie
die Deinen, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie die gleichen Parasiten o.ä.
haben müssen. Alleine auf den Verdacht einer Infektion hin oder prophylaktisch
Medikamente (wogegen überhaupt?) in den Teich zu schütten, ist der falsche Ansatz.

Deiner Beschreibung nach hört sich das für mich aber nach ganz normalem Verhalten
von Fischen an, die schlagen halt Haken im Wasser, mal öfter, mal seltener - zumindest
meiner noch nicht allzulangen Erfahrung nach.
Keine Ahnung wie das bei Kois ist, die sind vielleicht ein wenig zu träge ¿ (Ironie),
aber meine Goldies mache das, und besonders die flinken Orfen.

Wenn Du mit "schubbeln an der Teichwand" meinst, dass sie auf Wand oder Boden
zuschwimmen, kurz vor der Wand/Boden einen Haken schlagen und dabei ggf. den
Körper um 90 Grad drehen, dann machen meine das auch.
Und zwar um das Wasser aufzuwirbeln und anschließend dadurch aufgeschreckte
Larven zu futtern. Das ganze geschieht meist im "Rudel" und ähnelt einer Treibjagd.

Ebenso schlagen die Fische mit ihren Schwanzflossen an Stängel von z.B Hechtkraut,
um die über Wasser an den Pflanzen hängenden Insekten abzuschütteln.
Andere Teichbesitzer haben dieses Verhalten auch schon mit einem mit einer Infektion
verbundenen Scheuern der Fische verwechselt.

Natürlich kann ich keine Infektion ausschließen, da ich kein Experte bin.
Und wenn es sich bei den Fischen um Kois handelt, solltest Du vielleicht auf Antwort
eines Koi-Halters warten - oder eben auf die eines Experten.

Edit:
Wenn noch andere Symptome zu erkennen sind, wie in einigen anderen Beiträgen beschrieben,
z.B. unter der Suche nach "Scheuern" ->
https://www.hobby-gartenteich.de/forum/search.php?searchid=38304
würd ich die mal hier beschreiben.
 
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akitadaikota

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super, danke Dir. Du hast genau das beschrieben, was unsere Fische machen :oki - also kein Alarm mehr :D
 

LarsD

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Hi,

ich würde noch nicht von Entwarnung sprechen. Fische scheuern sich immer mal. Wer keine Hände hat, um sich zu kratzen, muss sich halt anders helfen ... ;) Aber wenn Fische vermehrt durch die Gegend schiessen und sich auffallend oft an Folienkanten oder Gegenständen schubbern, juckt das was gewaltig im "Pelz". Auch dann besteht wirklich noch kein Grund zur Panik. Aber ab dem Punkt sollte man genauer hinsehen. Ein simples Mikroskop leistet dabei dann gute Dienste. Einen Abstrich zu machen und ihn unter dem Mikroskop zu untersuchen, ist kein Hexenwerk. Man bekommt auf diesem Wege Gewissheit und weiss anschliessend, mit wem man es zu tun hat. Das sichere Bestimmen des Parasiten ist dann auch wieder die Grundlage für die Entscheidung, ob und wie ggf. behandelt werden muss.

Stöbert einfach mal bei ebay und in den Angeboten der Discounter nach preiswerten Mikroskopen. Eine 200- bis 400-fache Vergrösserung reicht zur Bestimmung von Parasiten bequem aus. Dazu ein gutes Buch zur Bestimmung wie "Gesunde Fische" von Baur/Rapp und Ihr seid gerüstet.

Das mit der Selbstheilung stimmt. Fische leben seit einigen Jahren auf dem Planeten und haben gelernt, mit den Parasiten umzugehen. Das ganze Spiel klappt aber nicht, wenn es den Fischen insgesamt schlecht geht. Dann sind die Parasiten im Vorteil und nutzen die Chance garantiert.

Viele Grüsse

Lars
 

zaphod

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Hallo,

das Problem eventuellen Parasitenbefalls/Infektion wollte ich mit meiner Antwort keineswegs verharmlosen
oder unter den Teich kehren. Andererseits finde ich es aber erschreckend, wie schnell man sich als Mensch
doch dazu veranlasst fühlen kann, seinen vermeintlich "kranken" Fischen Hilfe leisten zu müssen.
Als frischgefangener Teichbesitzer kauft man sich auf Anraten seines Händlers dann ein Medikament, was
gegen alle möglichen und unmöglichen Krankheiten hilft (warum gibts sowas eigentlich nicht für uns Menschen:kopfkratz )
und schadet damit den Tieren meist mehr als man hilft.

Einem solchen Frischling zumuten zu wollen, via Mikroskop völlig empiriefrei eine Diagnose mit anschließender
Medikation stellen zu müssen, halte ich für schlichtweg sinnlos.

Auch stellt sich mir (als ebensolcher Frischling mit ein Wenig schlechter Erfahrung) die Frage,
ob man durch das Fangen des Fisches mit anschließendem Abstrich nicht noch mehr Stress verursacht, als der
evtl. schon geschwächte Fisch verträgt oder gar einen derartigen Stress verursacht, der anschließend erst zur
Schwäche des Fisches führt und Parasiten den Weg freiräumt.

Ich möchte jetzt keine Grundsatzdiskussion starten (oder doch? :box :D ), aber vielleicht zum Nachdenken anregen - wenn
man als Mensch ein Wunde am Finger hat, lässt man sich (normalerweise) ja auch nicht von Kopf bis zum Fuß eingipsen.

Natürlich ist es was anderes, wenn mit dem Fisch offensichtlich etwas nicht in Ordnung ist - aber rein auf den Verdacht hin,
nur weil er sich mal so oder so verhält, gleich einzugreifen, halte ich für falsch.

Für richtig halte ich hingegen, das Verhalten seiner Fische ein wenig zu studieren und versuchen halbwegs zu begreifen und
nicht voreilig in das semi-natürliche Biotop einzugreifen.
 

akitadaikota

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Hallo Lars, Hallo Klaas

danke für Deinen Beitrag, wie oben schon erwähnt, kommt es nur absolut selten vor. Ich denke, wir werden die Fischer erstmal weiter beobachten, bevor wir irgendetwas unternehmen werden. Sollte sich das Verhalten ändern, werden wir natürlich handeln (müssen).

Aber wie Klaas auch schon sagte, ich traue mir so gar nicht zu, einen Fisch zu fangen (ok, das schon) aber auf keinen Fall einen Abstrich zu machen. Habe ich zwar schon drüber gelesen, aber ich muss ehrlich sagen, dass ich da schon Bedenken hätte, etwas falsch zu machen. Wahrscheinlich richte ich mehr Schaden an, als dem Fisch zu helfen. Wüsste auch gar nicht, wie und wo genau und wenn ich da was unter dem Mikroskop sehe, was es ist. Ich glaube wir sind noch lange nicht soweit, auch wenn es sich in mehreren Beiträgen eher einfach anhört.

Ich würde wahrscheinlich eher einen Fisch fangen und mit ihm zum Doc fahren, ist mir für den Anfang glaube ich lieber. Wir sind erstmal super froh, dass der Teich steht, wir uns einen Testkoffer gekauft haben und die Wasserwerte alle ok sind :)

Vielleicht kommt ja mal jemand von Euch, wenn wir uns "besser & länger kennen" und wir auch mal ordenlich "Fuß gefasst" haben im Teichleben bei uns auf nen Kaffee vorbei und zeigt uns, wie das mit so einem Abstrich funktioniert :D

Wünsche noch einen schönen Abend....
 
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