Frage PV-Anlage: Fragen und Tipps - Allgemein

@Turbo
Der Punkt ist - es gab hier keinen "Angriff". Wenn das bisher hier geschriebene als solcher gewertet werden sollte, dann sollte man auch Willis teilweise bisl hölzerne Art sich auszudrücken auf die andere Seite der Waagschale werfen und noch mal in Ruhe und mit Abstand abwägen, denke ich.
Wenn man dann immer noch meint wen ignorieren zu müssen - dann macht das doch einfach, aber lassts dann auch bitte gut sein damit. :) ;)

... und nur das meinte ich mit meinem mit unzähligen :D Zwinker-Smilies versehenen Satz bezüglich des Kindergartens auf den man gefühlt zusteuert. Mehr nicht.

Wäre schön wenns nu wieder um das Thema PV-Anlagen ginge und wenn man vielleicht persönliche Befindlichkeiten (damit meine ich alle Beteiligten) ein bisschen hinten anstellen könnte. Das Thema Solar-Anlagen ist für sich doch schon durchaus spannend und kontrovers genug als Lesestoff. :)


Zurück zum Thema...
Und deshalb mal ein Foto von unseren Wechselrichtern + Speicher + Notstrombox und DC-Schützen sowie Extra Sicherungsschrank für die PV-Anlage...
Elektrik_WR_Ueberblick.jpg  backgroundfix.jpg 
War am Ende doch mehr Platz was die Anlage brauchte, als zu Anfang gedacht - deshalb wurde das in einen Nebenraum umgeplant - da war genug Platz und da die Anlage lautlos arbeitet, stört sie dort auch nicht. Positiver Nebeneffekt: Ganzjährig recht stabile Temperaturen zwischen 10 und 22°C - dürfte dem Akku auch dienlich sein. (Ok, der darf offiziell auch draußen montiert werden, aber der Haltbarkeit ist das dann freilich vermutlich nicht dienlich und im besten Fall überlebt der Speicher 15-20 Jahre mit normaler Abnutzung - dann wäre alles Schick.


Das Stromnetz ist in diesem Fall ja durch den Umschalter abgeschaltet!
Ist das tatsächlich der Fall? Ich meine wenn zur Bohrmaschine plötzlich noch der Wasserkocher oder Staubsauger käme was dann? Wie reagiert die Anlage?
Ich dachte es geht bei Inselanlagen um den Netzentkoppelten Betrieb - alles andere, was nicht komplett ohne Kontakt zum Öffentlichen Netz klar kommt oder angeschlossen ist, dürfte per Definition doch keine Inselanlage mehr sein. Oder doch? Würde mich zumindest wundern, weil auch "Nulleinspeiser" nicht schnell genug steuern lassen können um sicher zu stellen wirklich kein Watt ins Netz zu drücken - hab das so auch schon öfter auf Lastkurven von Anlagenbetreibern gesehen die meinten Nulleinspeiser zu sein. So 100.0% ist das nämlich gar nicht Null.

Aber das soll nur ne Randfrage sein, ich find Helmuts Pläne grad interessanter. :)
 
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Ich dachte es geht bei Inselanlagen um den Netzentkoppelten Betrieb - alles andere, was nicht komplett ohne Kontakt zum Öffentlichen Netz klar kommt oder angeschlossen ist, dürfte per Definition doch keine Inselanlage mehr sein.
Ich kenne Willi‘s Anlage ja auch nur von seiner Beschreibung. Da so eine Powerstation aber auf dem 230 Volt Ausgang ja nicht mit dem öffentlichen Netz verbunden werden kann, sondern nur mit Verbrauchern, ist es nach wie vor Inselbetrieb.

Ich kann an einen benzinbetriebenen Stromerzeuger bei einem Blackout ja auch meine Tiefkühltruhe, den Kühlschrank und den Fernseher anschließen, sofern die Leistung ausreicht. Hier wird das gleiche mit einem Akku erledigt, der vorher mittels Solarzellen aufgeladen wurde. Es ist also auch ein Stromerzeuger.

Wie schon mehrfach geschrieben, ist in so einer Powerstation kein netzsynchroner Einspeisewechselrichter sondern nur ein einfacher Wechselrichter verbaut. Dieser dient nur dazu, um unabhängig vom Stromnetz einen oder mehrere Verbraucher zu versorgen. Hat also mit dem öffentlichen Stromnetz gar nichts zu tun.

Jeder denkt bei Photovoltaik immer an Einspeisung, aber ich kann damit halt auch einfach nur einen Akku laden und die gespeicherte Energie dann später oder sofort wieder verbrauchen.

Gruß Peter

PS:
So wie ich das verstanden habe, trennt Willi @Knipser eine Etage seines Hauses durch den Umschalter vom Netz und schaltet das Stockwerk dann auf den 230 V Ausgang seiner Powerstation. Ist also so, als ob man den Stecker des Stockwerks aus der Steckdose zieht und in die Steckdose des Stromerzeugers (hier halt Powerstation) steckt. Vielleicht wird es so klarer.
 
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Ok, so kann mans dann wohl auch machen. Denke das muss man dann aber auch wirklich wollen... wenn man da immer ggf. immer wieder von Hand umschalten müsste.

@Digicat
Helmut, kannst du mal ein Foto vom potenziellen Dach posten?

Weil... aus eigener Erfahrung kann ich sagen dass man im Zweifelsfall lieber nicht die Anmeldung usw. (Marktstammdatenregister steht ja dennoch an, auch bei "Balkonkraftwerken") scheuen sollte und wenns finanziell darstellbar ist lieber gleich das Dach bzw. die Dachseite/Dachfläche voll packen sollte. Im Winter kommt von einer kleinen Balkon PV nicht wirklich mehr viel Ertrag (10-20%) und so hatten wir auch von anfänglich 10 kWp erst auf 20 und dann doch gleich 30 umgeplant.

Wenn man es eh montieren lassen möchte, muss in der Regel eine Rüstung oder andere Absturtzsicherung her, der Handwerker muss anrollen, ein Kabel muss vom Dach zum WR gezogen werden (naja, eigentlich mindestens 2 (DC String 1 usw.... +Potenzialausgleich) - die Mehrkosten sind für mehr Module und einen größeren WR nicht so doll, wie den Handwerker ggf. später noch mal anrollen zu lassen.

Ich würde ggf. den Speicher erstmal klein halten (ein modulares System nutzen) oder sogar weg lassen und dafür, wenn möglich, lieber das Dach was du vorgesehen hast voll packen um im Winter auch Spaß dran zu haben.

Ich hab früher auch gedacht - ist rumgespinne, aber wenn man mal mit PV und eigenem Strom anfängt, will man dann meist doch gerne mehr wie man schon hat... weils tatsächlich nicht nur Geld sparen kann, sondern ein echt gutes Gefühl hinterlässt. :D ;)
 
So wie ich das verstanden habe, trennt Willi @Knipser eine Etage seines Hauses durch den Umschalter vom Netz
So hatte ich das ja auch verstanden, darum die von mir gewählte Bezeichnung = teilweise Inselanlage :kaffee
 
Eine große / größere Analge bringt aber im Winter auch nur sehr geringe Erträge.
Bei zu geringer Dachneigung und Schnee gibt's gar nichts.
 
Eine große / größere Analge bringt aber im Winter auch nur sehr geringe Erträge.
Bei zu geringer Dachneigung und Schnee gibt's gar nichts.
Und da sind meine erdgebundenen Panels schon leicht im Vorteil, ein Wassereimer + Putzlappen ist immer bereit, auch Pollen + Saharastaub können mir nichts anhaben - aber trotzdem das 45° Dach ist bei mir schon ins Auge gefasst hervorragende südlich Dachhälfte bei mir bietet sich förmlich an. Willi
 
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Liebe Teichfreunde,
ich lese in diesem Thread seit Anfang an sehr interessiert mit, weil ich selbst heuer eine PV-Anlage am Dach installieren lassen möchte. Ich habe bereits ein konkretes Angebot mit folgenden Eckdaten:
  • Generatorleistung 9,43kWp
  • Generatorfläche 44,9 m2 (mehr geht aufgrund der Dachform nicht)
  • 23 PV Module (auf einem Flachdach, Aufständerungswinkel 30°)
  • LiFePo Speicher mit 5,12 kWh (2x2,56kWh)
  • spezifischer Jahresertrag 854,44 kWh/kWp
  • Anlagennutzungsgrad 85,06%
  • Ertrag (mit Batterie) 7855 kWh/Jahr (davon 4245 Eigenverbrauch, 3609 Einspeisung. Wobei unser Verbrauch im letzten Jahr 9.600 kWh war - Einfamilienhaus mit 6 Bewohnern plus Koiteich)
  • Eigenverbrauchsanteil 53,7%

Da mir hier leider vollkommen die Vergleichswerte fehlen, die Frage an die Runde: ist das sinnvoll und effizient?
Laut Wirtschaftlichkeitsberechnung amortisiert sich die Anlage nach 21 Jahren, wobei hier eventuelle Förderungen noch nicht einberechnet sind.
Die Förderungen sind entgegen meiner Erwartungen in Ö leider sehr bescheiden. € 285 pro kWp, also bei mir konkret € 2736,-. Das sind weniger als 10% der Gesamtkosten der Anlage... Sowas macht man also nur, um das eigene ökologische Bewusstsein zu beruhigen. Die Amortisation reduziert sich dadurch auf 18,5 Jahre.

Ich überlege gerade hin und her ob tatsächlich die beschriebene Anlage oder doch nur ein kleines Balkonkraftwerk am Teich. Immerhin läuft der Koi-Teich im Sommer bei Hochbetrieb mit 12-14 kWh pro Tag...

Was meint ihr?
 
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Eine große / größere Analge bringt aber im Winter auch nur sehr geringe Erträge.
Bei zu geringer Dachneigung und Schnee gibt's gar nichts.
Wenn man Fehler macht, läufts freilich nicht optimal. ;)
Ich hab glaub ich schon mehrfach geschrieben, das eine PV im Winter, speziell im Dezember/Januar in der Regel maximal 10-20% der theoretischen Leistung bringen wird. Die Aussage gilt selbstverständlich für unverschneite Anlagen.

Auch kann man freilich nie X-Regionen einfach 1:1 vergleichen, dachte das ist jedem klar, das man schon von der Sonneneinstarahlung nunmal im Norden weniger ernten kann als in Süd-Bayern und das wenn Schnee drauf liegt nichts geht ... nu ja, das sollte hoffentlich klar sein.

Defakto scheinen 45° aber zu reichen um den Schnee recht schnell von der PV abrutschen zu lassen (heute erst wieder bei uns beobachtet). Je flacher desto unwahrscheinlicher das die Anlage sich selbst reinigt vom Schnee aber auch von Umweltschmutz wie Willi anführte.

Dennoch ist es halt so, auch wenn die Anlage frei ist, kommen auf Grund des Sonneneinstrahlwinkels und der kürze der Tage im Winter nur noch besagte 10-20%. Und da ist es nun mal so: 10% von 10kWp sind weniger wie 10% von 30kWp.
Ergo - kommt es mir auf die Winternutzung an, braucht es relativ steile Dächer (oder leicht vom Schnee zu befreiende) und einfach mehr PV-Fläche + Lichtstarke Module (meist eher Dünnschichtmodule) die mit Schwachlicht schon mehr anfangen können. Daher auch der Rat, lieber erstmal auf den Speicher zu verzichten wenn es finanziell knapp ist, als Wirkungsschwache Module zu verbauen die mit Schwachlicht nichts leisten.
Am Ende ist dann die Winteranlage gerade im Süden auch nur funktional wenn man einen großen (groß genug, kann man sich ja leicht berechnen bzw. messen und dann berechnen) Stromspeicher zu einer maximal großen PV-Modulfläche mit z.B. 45-50° Neigung und Südausrichtung baut.

Damit kann man die wenigen guten Stunden dann maximal ausnutzen, das Haus versorgen und den Speicher oder eben das E-Auto laden oder vielleicht eine Wärmepumpe fürs Brauchwasser betreiben.

Beispiel
Wir haben aktuell 29,9 kWp (21 auf Süd, rest auf Ost) und daran einen 15 kWh Speicher. Das funktioniert prima, auch im Winter (wir haben hier nur selten Schnee und unsere 2 Süddächer sind steil genug).
Aber - da wir noch eine LWWP hinzubauen wollen um weniger der mittlerweile überteuerten Holzpellets zu verheizen, werden wir die PV-Fläche noch deutlich aufstocken müssen, wenn wir möglichst wenig Netzstrom beziehen wollen. Auch kann es sein, das dann noch der Speicher auf 20+30 kWh erhöht werden müsste, was dann für unser Verbrauchsverhalten, hier in der Leipziger Region funktionieren wird. Das muss in Norddeutschland oder am Alpenrand nicht der Fall sein. Das ist klar.
An typischen Wintertagen (diesig, kaum bis keine Sonne sichtbar, so halbwegs aber "hell" Tags schaffen wir es aktuell bis zu 97% unabhängig vom Netzstrom zu sein. Das heist - die Anlage schafft es tags den Speicher zu laden (von z.B. 23-46% auf 100%) und das Haus zu versorgen. Außerdem bleiben immer noch Einspeisemengen übrig, an guten Tagen ab Februar sogar schon reichlich.
Der Gedanke ist nun, eventuell den Speicher schon zu erweitern, um eine länger Dunkelphase zu überbrücken und für die Erweiterung der PV-Anlage gerüstet zu sein. Mal schauen... alternativ muss eine Wärmepumpe mit Pufferspeicher her, und dann gut und Prognosebasiert angesteuert werden um sie möglichst mehr Tags wie Nachts laufen zu lassen. Gibt da ja viele Möglichkeiten...
 
Und da sind meine erdgebundenen Panels schon leicht im Vorteil, ein Wassereimer + Putzlappen ist immer bereit, auch Pollen + Saharastaub können mir nichts anhaben - aber trotzdem das 45° Dach ist bei mir schon ins Auge gefasst hervorragende südlich Dachhälfte bei mir bietet sich förmlich an. Willi
Aber was ich noch sagen wollte, den Strom vom Dach würde ich verkaufen und die erdgebundene Inselanlage betriebe ich natürlich weiter - wollen mal sehen. Entschuldigung für die späte Nachschrift. Willi
 

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