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Waserpflanzen kümmern

Dieses Thema im Forum "Pflanzen im und am Teich" wurde erstellt von Teichforum.info, 26. Mai 2004.

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  1. Teichforum.info

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    Hallo,
    ich habe einen älteren Pflanzenteich (viele Jahre sich selbst überlassen, ohne Fische) übernommen, in dem das wuchernde Schilf, Iris, Seerosen und Tannenwedel alle anderen Pflanzen verdrängt haben. Die Iris haben im Wasser die halbe Größe wie an Land (lehmhaltige Gartenerde), der Schilf ist nur bis 2 m hoch (ausgelaugtes Wasser?), allein die Tannenwedel im Bodenschlick gedeihen rekordverdächtig prächtig (bis 1m lang, sattgrün).

    Seit April stocke ich die Bepflanzung auf, aber die neuen Pflanzen wollen nicht wachsen: die Wasserlinsen werden weiß und vermehren sich weniger als absterben, Wasserstern und Wassernabel werden weiß und gelb, der grün erworbene Froschbiss wurde zuerst rötlich und teilweise leicht gelblich (wächst aber), meine tolle Seekannen (gleiche Wassertiefe wie von meiner Quelle) hat gelbe und braune Bätter bekommen und die Stiele schrumpeln (trotz Lehm-Sand-Substrat), nahe Exitus, beide Wasserpestversuche endeten in der Mehrzahl mit braunen, sich ablösenden Blättern und gingen ein, die rote Lobelie und die sibirische Iris sind immer noch fast genau so groß wie vor 1 1/2 Monaten gekauft (halbe Normalgröße), auch die meisten anderen Pflanzen zeigen kein erkennbares Wachstum und mickern, auch die gesäte Brunnenkresse bleibt winzig (kaum mehr als Keimblattgröße), sogar das Hornkraut (ohne Düngetaletten, da es angeblich wuchern soll) scheint es nicht zu packen.
    Dabei habe ich (fast) allen neuen Pflanzen Düngetabletten (sera florenetten) mitgegeben und eine Flasche Wasserpflanzen-Flüssigdünger (für 4.000 l) mit Eisen in das 12.000 l Becken geschüttet, Resultat siehe oben.
    Wasserwerte: pH 8, GH 13, KH 9.
    Die Pflanzen haben Vollsonne oder mindestens Halbschatten.
    Besonderheit: Hauptsubstrat ist eine dicke, gewachsene Moosmatte (nährstoffarm), nur im Tiefwasser Kies und Schlick sowie im April neu hinein geschütteter Bausand (aus Kiesgrube, nur grob von mir durchgespült). Den Schwebealgen gefällt's: grünes Wasser aber wenig Fadenalgen.

    Woran kann es liegen, dass die neuen Pflanzen mickern und im schlimmsten Fall sogar eingehen? Einfach nur Nährstoffmangel? Brauchen andere Pflanzen soooo viel mehr als das alteingesessene Schilf, Iris, Tannenwedel, Seerose? Einfach noch mehr Dünger mit Eisen nachgießen? Ich frage lieber, ob es woanders liegen könnte, ehe ich literweise den teuren Flüssigdünger kaufe und die Pflanzen mir trotzdem eingehen.

    Diana, Gartenteich-Neuling
     
  2. Teichforum.info

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    Hallo

    Also in der Aquaristik gilt: Wenn Wasserlinsen verbleichen, dann hat man nen Eisenmangel.

    Weiss ja nicht, aber wäre das nen Aquarium täte ich sagen: Bestimm mal Phosphat, Nitrat und Eisenwert.

    Denn Dünger ist nicht gleich Dünger!

    Denn zuviel darf man den Nährstoffen auch nicht haben. Freun sich nru die Algen drüber, die können das besser verarbeiten.

    Hornkraut ist nen idealer Indikator: Wenn das nicht wächst stimmt was nicht bzw. da fehlt was im Wasser :D Denn das Zeug wuchert normalerweise wirklich was das Zeug hält. Bei einem (!) Strang ist nen halber Meter pro Woche drin.

    Gruss Kerstin
     
  3. Teichforum.info

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    re

    :bindagegen:
    Hallo
    eigentlich wollte ich noch ein paar Antworten abwarten 8)
    bevor ich mich einklinke aber ....

    meine Meinung:
    also ein Mangel liegt ...ganz , ganz selten vor
    zumal bei grünem Wasser !

    und durch Reinschütten hat meines Wissens noch Keiner seine
    Teichprobs gelöst.

    dieser Fall scheint mir sehr vielschichtig und
    Ratschläge deren Ergebnisse irreparable Folgen haben könnten ....

    :eek: erstmal ruhig Blut und noch ein paar andere Meinungen und Experimente abwarten !

    z.B verschiedene (extreme)Substrate in Tontöpfe (ohne Abzugsloch)
    füllen,
    bepflanzen,
    im Teich versenken und beobachten.

    -Sind die Wasserwerte richtig gemessen ?
    -Was hat das mit dem Moos auf sich ?
    -Wird irgendwo C02 ausgetrieben ?
    -Gibt es Vorbelastungen durch Wundermittel
    (gegen Algen oder anderes Teichleben)

    nur mal so zum Anfang

    mfG
    karsten.
     
  4. Teichforum.info

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    Danke für die ersten Antworten.

    An Eisenmangel dachte ich auch zuerst, aber es muss noch etwas anderes dahinter stecken.
    Nachreichung, da vergessen:
    Die Wasserminze, die Bachbunge und das Pfennigkraut in der Uferzone sowie die Wassernuss im Tiefwasser haben sich von grüne auf rötliche Blätter verfärbt, ja sogar die oberwasserständigen Stiele der alteingesessenen Schilfhalme färben sich leicht rötlich, die Tannenwedelstängel teilweise sogar tiefrot. Wenn gelb auf Eisenmangel hindeutet, worauf deutet eine Rotfärbung hin? Bei der Seekanne ist das nächste Stadium braune Blätter, die anderen sind noch nicht so weit. Was tun, um die Pflanzen gezielt zu retten?

    Zu Kerstin: Nitrat Null, da ursprünglich keine Fische (erst seit einem Monat und von ihnen noch nicht nachweisbar). Eisen- und Phosphattests müsste ich kaufen.
    Zum Hornkraut: Das zugekaufte Hornkraut (grüne und rote Sorte) sieht gesund aus, wächst aber kaum, allenfals einige Zentimeter pro Strang pro Woche, also weiiit hinter den Erwartungen - so wie bei den alteinegsessenen Iris und Schilf, die nur die halbe erwartete Wuchshöhe erreichen. Daher dachte ich an Nährstoffmangel - nur welcher Nährstoff?

    Zu Karsten: Dein Experiment mit den verschiedenen Substraten ist eine sehr gute Idee auf lange Sicht, hilft mir aber leider nicht bei dem akuten Problem, die Pflanzen vor dem Eingehen zu retten.
    Kein CO2-Austrieb, da keine Teichtechnik vorhanden ist. Nach meinem Eindruck wächst der Unterwasserteil (also ohne CO2-Aufnahme aus der Luft) des Tannenwedels auch gut (grün, selbst den Winter über grün geblieben).
    Meines Wissens wurde jahrelang der Teich sich selbst überlassen. Ich habe das Haus mit Garten und Teich erst in diesem Winter übernommen, weiss daher nichts genaues.
    Aus welcher Moosart der Boden besteht, weiss ich nicht. Es scheint mir eine Torfmoosart (untere Teile sterben ab, nur die Spitzen wachsen weiter und bilden so eine immer dickere Schicht - so entstehen Moore) oder eine Quellmoosart zu sein. Ich kenne mich da nicht aus. Irgendein Moos eben. Es bildet ein schön sauberes, helles (beige-gelblich) und luftiges Substrat für die Pflanzen, das nicht fault, keine erkennbare Verrottung. pH-Wert IM Moosboden ist etwa derselbe wie im Tiefwasserbereich, nämlich mindestens 8 - also nicht sauer wie in echten Mooren, trotz Moorboden.

    Ich hoffe auf weitere Tipps.
    Gruss
    Diana
     
  5. Teichforum.info

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    ich denke das liegt vielleicht an der temperatur, meine seekanne sowie die wassernuß hatte am anfang auch grüne blätter und dann sind sie dunkelrot geworden als ob es schon herbst wäre. das gleiche jetzt bei meinen froschbiss.
    langsam fängt die seekanne aber wieder an grün zu werden. :razz:
     
  6. Teichforum.info

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    re

    nur mal so als Idee:
    kann es sein das dieses Moos Stoffe abgibt welches das Wachstum
    von "Konkurenten" hemmt ,
    bzw. sich SEIN optimales Mileu "schafft"?

    wer könnte sich da auskennen ?

    "Normales" Moos also spagnum sorten wirken z.b. fungizid
     
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