Fischsterben durch zuviel Futter?

Moinsen!


In meinen Unterlagen werden die Rechenwege nicht beschrieben.

Bericht KLAN: 1 Gramm Pelletfutter für Forellen mit hohem Eiweißgehalt = ca. 37 mg. Ammonium/Ammoniak bei 23 Grad C. Wassertemperatur.

Aussage Martin Sander: 1 Gramm Futter = etwa zwischen 0,03 und 0,04 Gramm Ammonium/Ammoniak bei 15 - 20 Grad C. Wassertemperatur

Die Angaben decken sich ungefähr und ich nehme sie als grobe Anhaltspunkte.
Das Problem bei den Berechnungen scheint zu sein, dass man die Temperatur des Wassers und den Gehalt an Sauerstoff und PH-Werte einbeziehen muß.
Dazu muß man Teich und Filter kennen, um sagen zu können, wie das System auf die Belastungsspitzen reagieren wird.
Es wird sicher Teiche geben, die hochtechnisiert sind und daher auch mit einer solchen Belastung fertig werden, ohne das die Fische gleich Schaden nehmen.
Fährt der Teich schon vorher auf der Kante, könnte ich mir vorstellen, dass es durchaus Probleme geben kann.
Dazu fehlen hier aber einige Angaben.
 
Hi Jens,


schade, dass sich die Autoren darüber nicht detaillierter auslassen. Zwischen dem was von KLAN und Herr Sander angenommen wird und dem, was ich an Zahlen habe, klafft leider eine etwas zu große Lücke.

Nach den bislang recherchierten Zahlen und Werten komme ich bei einem Gramm Futter mit 40% Proteingehalt auf einen reinen Stickstoffanteil von ca. 64mg. Gemessen daran, dass dies tatsächlich nur Stickstoff wäre, also N, und kein NH3/4, ist der Unterschied doch recht groß. Denn rechnet man mal die 3 bzw. 4 H-Atome raus , bleibt da am Ende ja noch weniger als die erwähnten 37mg an reinem N übrig.

Es ist klar, dass dies Theorie in reinstform ist und in keinster Weise auf irgendwelche Zusammenhänge im jeweiligen Teich bezogen werden kann, dennoch finde ich solch eine Modell-Rechnung recht interessant. Mit etwas Hirnschmalz kann man auf diese Weise eventuell etwas für die Filterberechnung abzweigen. Schau mer mal... ;)


Was ich bei diesem KLAN-Bericht und Co. nicht verstehe, ist der Temperaturzusammenhang. Warum soll bei z.B. 15°C mehr oder weniger NH3/4 entstehen als bei z.B. 25°C? Stand da eventuell noch etwas geschrieben?

O2-Gehalt und pH kann man für so eine Modellrechnung sicher übergehen. Ich wüßte auch hier nicht welcher Zusammenhang da bestehen könnte.

Sei bitte so nett, solltest du aus irgendeiner anderen Quelle etwas zu diesem Thema erfahren, dann berichte es mir. Danke schon mal....


MFG...Jürgen
 
Moinsen!


O2-Gehalt und pH kann man für so eine Modellrechnung sicher übergehen. Ich wüßte auch hier nicht welcher Zusammenhang da bestehen könnte.
Da ging es mir nicht um die Produktion sondern um die Berechnung, ob es im Teich schädlich ist. Da hängt die Ammoniumoxidation auch vom O²-Gehalt des Wassers und vom PH-Wert ab.

Bei niedrigen Temperaturen die Stoffwechselaktivität von Nitrifizierern und anderen Organismen im Wasser herabgesetzt ist, so dass auch die Produktion organischer Substanzen langsamer abläuft.
Ich bin zu wenig Chemiker, um sagen zu können, ob man das Ganze noch an eine Zeitleiste hängen müsste.

Auf jeden Fall denke ich, dass die Temperaturabhängigkeit schon gegeben ist. Im warmen Wasser gammelt alles zig mal schneller. Die Frage ist, ob das nur ein Zeitproblem ist und sich letztendlich in jedem Temperaturbereich die gleichen Mengen organischer Substanzen bilden. Eben halt nur früher oder später.
Andererseits liegen in den meisten Teich ja nur kurzfristige Belastungen vor (eigentlich).
 
Grüß dich Jens,

jetzt verstehe ich was du damit meinst. Das ist ein Mißverständnis, denn mit dieser Modellrechnung ging es mir tatsächlich nur um die ansatzweise quantitative Seite der Stickstoffbelastung durch Futter. In welchem Zeitraum das letztendlich geschieht spielt hierfür keine Rolle, denn wie du schon geschrien hast, dass muss dann auf jeden Teich individuell beziehen, was wiederum einem Modell im Wege steht.


MFG...Jürgen
 

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