Hilfe für den Profi

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Hallo,

jetzt braucht der Profi mal Hilfe von euch. Ich stehe vor dem Problem für unsere Pflanzensammlung neue Becken zu planen. Nach meiner Vorstellung bekommt jetzt jede Pflanzenart ihr eigenes Zuhause von wenigstens 1qm, Tiefe varieriert zwischen 30 und 60 cm und damit ich bequem arbeiten kann, soll es nicht ein im Boden vergrabenes Becken sein, sondern als eine Art erhöhtes Beet angelegt werden. Pi mal Daumen schätze ich, daß ich so etwa 500 solcher Becken brauchen werde. Teuer dürfen sie also auf keinen Fall werden.

Mein erster Gedank war: die werden aus Folie gebaut in einem Holzrahmen (aus dicken Balken). Dummerweise muß ich aber manchmal mit dem Spaten oder dem Messer in den Becken arbeiten und das hält keine Folie aus. Außerdem fürchte ich, daß auch dicke Holzbalken ziemlich schnell morsch werden und vergammeln. Also ist die Folie keine Möglichkeit?

Zweiter Gedanke: dann wird das eben aus Beton gegossen. Aber wie wird Beton zuverlässig dicht? Wie baut man solche Schalungen? Muß dann nicht eine Eisenarmierung hinein und auch noch Dehnungsfugen? Und was kostet das? Also auch keine Lösung?

Dritter Gedanke: Kann man so ein Becken nicht auch mauern? Es gibt doch irgendwelche Hohlsteine die man später mit Beton ausgiesst. Ist das Becken dann automatisch dicht? Braucht das nicht auch eine Stahlarmierung? Und natürlich wieder die Kostenfrage ...

Letzter Gedanke: wir leben doch im Kunststoffzeitalter. Werden nicht für irgendeinen Zweck wasserdichte Kunststoffbehälter hergestellt, die ich zweckentfremden könnte? Ich bin dann auf Großboxen gestoßen die die Grundfläche einer Europalette haben und zum Transport von sperrigen Gütern verwendet werden. Ich weiß noch nicht einmal ob die wasserdicht sind, mich hat schon der Preis umgehauen: rund 150 € pro Stück. Das macht dann bei 500 Stück schlappe 75.000 €. Irgendwie nicht mehr lustig ...

Also: wer hat eine Idee? Wasserdicht soll es sein, robust und frostbeständig, und natürlich billig. Schön braucht es überhaupt nicht zu sein, das verstecke ich dann im Fall des Falles hinter einer Verkleidung.

Ich hoffe auf viele Ideen!

Werner (Nymphaion)
 

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hallo werner,

schau mal hier:
http://www.rikutec.de/deutsch/packung/coniformd.html

mit dem beton das wäre so eine sache - zuerst müßtest du dir eine fertigform erstellen lassen die du dann immer wieder verwenden kannst und ca. 3boxen auf einmal schalt mehr wird zu unhandlich - dehnfugen bräuchtest du nicht - aber dünne matten rein. die bodenplatte müßte zuerst gegossen werden und dann der rest - und alles sollte dann von innen mit silolack für die landwirtschaft (dürfte das billigste sein)gestrichen werden - auch wenn du mauerst muss die bodenplatte mit anschlußeisen zuerst gegossen werden.

aber egal was mir auch einfällt - so richtig billig wird es nicht.

gruß jürgen

*** ganz blöde idee am rande - so 240l mülleimer die werden wohl zu klein werden - z.b. durch umstellung des systems wurden unsere am samstag ausgetauscht - da gab es für einen heilen bottich noch genau 2€ zurück.
 

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@Werner:Teuer... .Wie vergleichst Du?Stichwort hierzu sin Entsorgungskosten..
Ich möchte auch ein paar Gedanken loswerden:
Ich denke,dass die Betonlösung Dich irgendwo am günstigsten kommen würde,vorrausgesetzt,Du kannnst das Meiste selber machen.
Bei Einzelbecken z.B.bräuchtest Du bei 10 cm Wandstärke ca.0,41cbm Beton zzgl. Bewehrung.Beachten müsstest Du dabei,dass so ein Becken ca.1200kg wiegen wird und dass je nach Betonwerk mindestens 4 cbm Beton pro Fuhre abgenommen werden müssen,sonst kostet es Minderfracht.Bei 500 Becken = 205 cbm á ca. 70 Euro Betonpreis(ist nicht überall gleich) ergibt das 14350 Euronen zzgl. Märchensteuer, zzgl. Unterbau(Schottertragschicht o.ä. unter den Becken) und Bewehrung und Schalungskosten(das Versetzen nicht zu vergessen).
Du könntest auch einige Becken auf einer etwas grösseren Bodenplatte zusammenfassen,aussen wasserdicht betonieren und die inneren Trennwände mit frostunempfindlichen Steinen oder auch Schalungssteinen nach Bedarf einziehen;die maximale Grösse müsste mann mit einem Statiker abklären.
Alles IMO Greez JürgenS
 

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Hallo Werner,

einige Fragen: Bleiben die im Winter vollständig mit Wasser gefüllt ? Müssen die Seitenwände senkrecht sein (also den maximalen Eisdruck aufnehmen), oder sind da auch Schrägen möglich ? Wie wichtig ist der Aspekt, dass die Behälter überirdisch aufgebaut sind ?

Beton erschien mir eigentlich immer als eine der teuersten Lösungen - von den Schwierigkeiten späterer Änderungen einmal ganz abgesehen. Auch die Rissfreiheit scheint mir auf Dauer nicht gewährleistet. Grossabnehmer bezahlen ganz andere (niedrigere) Preise für Folie als unsereins. Möglicherweise ist es erheblich günstiger, eine Folienverkleidung vorzusehen, das Risilo einzugehen - und wenn es zu einer Beschädigung der Folie kommt, einfach auszutauschen.

Normalerweise würde ich mir also vorstellen: Ring einer immer gleichen Grösse bauen (aus Hohlblocksteinen mauern, mit Beton armiert verfüllen), innen mit sehr magerem Zement anböschen, so dass der Eisdruck möglichst nach oben hin keinen Widerstand findet, billige Folie (1,5 mm) rein, mit Wasser befüllen.

Auch 75 EUR pro Behältnis sind schnell ausgegeben - die Gesamtsumme (37000 EUR) ist ja immer noch enorm. Selbstverständlich wäre es vermutlich erheblich weniger aufwändig, flache Anzuchtbecken mit entsprechendem Gerät in den Boden zu bringen.

Beste Grüsse
Stefan
 

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Hallo Werner,

nur so als Idee: es gibt schon stabil und wasserdichte Kunststoffbehälter mit Außengitter und großem Kugelhahn auf Europaletten montiert.

Werden z.B. in der Landwirtschaft für größere Gebinde von Pflanzenschutzmittel (bei uns Round Up) benutzt- die Kleingärtner spülen die gründlich aus und haben so eine ziemlich große Regentonne (1000 Liter)... :D
Müßte man bestimmt über den Hersteller oder aber Verkäufer solcher Mittel beziehen können!
Bei uns nimmt sie die Baywa kostenlos zurück- Pfand ist da wohl nicht mal drauf. Vielleicht wäre das ja was?!

Viele Grüße

Annett
 

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Irgendwie werde ich den Gedanken nicht los, Blödsinn geschrieben zu haben... Die Schrägen sind bei nur 1 m² ziemlich witzlos, sie müssten zudem um die Kanten von 1 x 1 Meter herum angesetzt werden, um diese geringe Grundfläche nicht vollständig zu eliminieren. Selbst, wenn es klappt, viel zu gross und viel zu sperrig, sehe ich ein. Vermutlich auch noch zu teuer.

Der Gedanke von Nette erscheint mir schon ganz genial. Irgendwie nagt auch der Gedanke, dass sich bei 500 Stück auch der Bau einer Negativ-Form und die eigene Herstellung der Becken aus GFK lohnen könnte. Nur: GFK ist natürlich vom Material her schon sauteuer. Aus dickem Thermoplast, fertig geformt im Handel zu kaufen ? 500 Stück, das müsste doch auch jemand billiger herstellen können als es im Eigenbau käme !

Irgendwie will der Groschen nicht fallen.
Sorry für meine Phantasielosigkeit.

Beste Grüsse
Stefan
 

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Mir ist gerade noch eingefallen;

für den Fall das Du jetzt keine Vorstellung hast, wie so ein Teil aussieht- in meinem Album auf dem Bild "Von der Filterseite aus" direkt hinter der Kieselhaufenkuppe ist ein Stück davon zu sehen...

Viele Grüße

Annett
 

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Hallo ..

Bzgl der Gittertanks ist Vorsicht angebracht !

Und zwar bezüglich der UV-Strahlung bei Aufstellung im Freien.

Das halten nicht alle Tanks aus und vergilben bzw. werden brüchig, abhängig vom verwendetem Kunststoff.

Ich kann leider jetzt nicht auswendig sagen welche Kunststoffe geeignet bzw. ungeeignet sind.

Genauere Angaben sind meistens auf dem Tank eingeprägt.
Sollten irgendwelche Warnhinweise bzgl. Sonne oder besonderer Lagerung am Tank angebracht sein, dann Finger weg.

Und so sieht ein "guter" Tank aus...
gittertank.jpg



Bezugsquellen:

Zuckerverarbeitung (Melasse..), Lebensmittelproduktion, große Landwirte (Vorsicht, meistens ehem. mit Spritzmittel gefüllt) oder Chemiebetriebe.

Reinigung:

Da die Behälter sowieso aufgeschnitten werden würde ich diese auch gründlich (mit Dampfstrahler !) reinigen.

Wenn die Behälter im Winter entleert werden und mittels Abdeckung (Plane) vor Regen und Schnee geschützt werden dürfte Auffrieren kein Problem darstellen.

Ob solche Behälter aber im gefülltem Zustand einen Winter überstehen ist imo. fraglich.

Der Kunststoff versprödet und dazu der Eisdruck ... :unsure


Wäre zumindest einen Versuch wert solange es noch kalt ist und friert :!:

Generell würde ich mal ein paar Behälter anschaffen (von jeder im Forum vorgeschlagenen Sorte einen) und diese einen Jahreszyklus durchlaufen lassen denn bei dieser Riesenmenge würde ich mich hüten mein Geld so mal eben auf ein Pferd zu setzen ..

mfG
oeffi
 

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Hallo,

erst mal vielen Dank für die vielen Vorschläge und Ideen! Da ist vieles dabei auf das ich nie gekommen wäre.

Ich hab jetzt natürlich auch einige Rückfragen:

@Jürgen_B: Was meinst Du mit 'da müssen Matten rein'? Stahlgittermatten vermutlich?

@Jürgen_S: Die GFK-Aussparungskörper vom Schalungsbau schauen toll aus! Hast Du beruflich mit sowas zu tun? Auf ihrer Internetseite schreiben die selbst von hohen Kosten dafür und dass sich nur das Ausleihen rentiert. Ich fürchte die verwenden dann die teuren Dinger so lange bis ein Loch drin ist. In dem Fall wären gebrauchte natürlich nicht mehr zu gebrauchen ... Weiß da jemand bescheid?

@Nette: Wo hast Du Deinen Kunststoffbehälter mit Aussengitter denn her? Ich hab sowas noch nie gesehen. Bei Regentonne ist mir sofort die billige grüne Regentonne eingefallen die es überall gibt. Die hält gefüllt definitiv keinen Winter aus und wir müssen unsere Becken natürlich auch im Winter gefüllt lassen - können die Pflanzen ja nicht auf Winterurlaub nach Mallorca schicken ...

@Stefan_S: überirdische Becken wären einfach viel bequemer zum Arbeiten. Außerdem muß man bei versenkten Becken auch wieder den Preis für den Aushub einkalkulieren. Wie sauteuer ist denn sauteuer bei GFK? Und was ist Thermoplast? Welche Art Firmen arbeiten mit sowas?

@Oeffi: die Frage nach der UV-Beständigkeit und der Frostsicherheit ist entscheidend. Wie gesagt: die Pflanzen machen keinen Winterurlaub.

Fragen über Fragen, bin mal gespannt was jetzt für Antworten kommen. :) :) :)

Werner
 
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