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Frage PV-Anlage: Fragen und Tipps - Allgemein

Joachim, vielen herzlichen Dank für deine ausführliche Hilfestellung!

Neulengbach ist nur 20km entfernt, die Berechnung sollte also passen.
Deine Zusammenstellung ist extrem informativ für mich. Was du schreibst klingt sehr gut nachvollziehbar und macht mich meinem Anbieter gegenüber doch etwas skeptisch.
Ich werde ihn in den kommenden Tagen mal mit den von dir genannten Überlegungen konfrontieren und bin gespannt, was er dazu sagt. Speziell das Thema Abschattung vs. Aufständern.

Vielen Dank und beste Grüße!
Hans-Christian
 
Hallo Peter,

hier Das Datenblatt/Betriebsanleitung ist dort auch vorhanden.

Vielleicht bin ich ja zu blöd, aber ich habe es immer noch nicht gefunden. Auf dem Datenblatt sind die Ausgänge beschrieben, aber da steht immer noch nichts von einem Ausgang um in das Stromnetz einzuspeisen:



Mit viel gutem Willen und einigem Aufwand könnte man zwar eventuell den 12 Volt DC Ausgang mit 10 Ampere benutzen. Dazu müsste man allerdings einen DC/DC Wandler und einen nachgeschaltetem gedrosselten Einspeisewechselrichter betreiben. Bei Rechnung mit den entsprechenden Wirkungsgraden komme ich dann auf eine maximale Einspeisung von mickrigen 104 Watt. Das macht erstens kaum Sinn und Willi wird wohl kaum die Fähigkeiten besitzen um das zu bewerkstelligen. Ganz zu schweigen davon, dass so eine Lösung nicht genehmigungsfähig ist. Außerdem würde es die Kosten um einen höheren dreistelligen Eurobetrag erhöhen und somit keinesfalls lukrativ zu betreiben sein.

(z.Z 30 W mit leichten Schneeflocken)

Hier in Mittelhessen war es auch nicht besser. Bis mittags lag Schnee auf den Panels und auch danach nur dunkles nasskaltes Wetter:



Gruß Peter
 
In meinem Zählerkasten habe ich ja einen Shelly 3EM als Messeinrichtung laufen. Da kann man sehr gut aufgeschlüsselt den Stromverbrauch meines Hauses beobachten.

Hier mal ein Screenshot der vergangenen Nacht (ganz ähnlich ist es jede Nacht):


Die blaue Linie zeigt den gesamten Stromverbrauch an, die anderen Farben sind die einzelnen drei Phasen.
Man sieht dabei deutlich, dass die Grundlast meines Hauses nachts zwischen 250 und 300Wh liegt und nach dem Aufstehen auf rund 400Wh ansteigt. Im Sommer kommen dann noch rund 200 Wh durch den Teich hinzu. Wenn tagsüber dann mal Herd, Spülmaschine, Waschmaschine oder Trockner läuft geht das Ganze durch die Decke.

Was ich damit aufzeigen möchte:
Ich will hier nochmals eine Lanze brechen für den Einsatz eines Balkonkraftwerks. Der Strom einer solch kleinen Einspeiseanlage, die auch von Laien montiert werden kann, wird fast vollständig selbst verbraucht. Das bringt bei den heutigen Strompreisen eine Ersparnis von rund 250 Euro im Jahr - Tendenz steigend. Bei Anschaffungskosten von rund 600 bis 800 Euro amortisiert sich eine Anlage schon nach wenigen Jahren. Auf den Wechselrichter bekommt man meistens 10 bis 12 Jahre und auf Module mindestens 20 Jahre Garantie. Die Anmeldung ist unbürokratisch und einfach zu bewerkstelligen.

Durch den Entfall der Mehrwertsteuer sind diese kleinen Erzeugungsanlagen seit Anfang des Jahres in Deutschland nochmals interessanter geworden.

Also aus meiner Sicht ist dies der ideale und einfache Einstieg, sich über selbst erzeugten Strom zu freuen. Man kann es auch so sehen, dass mein Teich, über das Jahr gesehen, durch das Balkonkraftwerk kostenneutral mit Strom versorgt wird.

Gruß Peter
 
Wenn ich doch selbst aufs Dach könnte. Aber mit 65 steige ich nimmer aufs Dach ... So wirds leider wegen der Montage viel teurer. Da kostet sicher die Montage mehr als das ganze BKW und wird damit uninteressant.

Liebe Grüße
Helmut
 
@PeBo: Ist das so?
Bin kein Fachmann, aber ich habe mal gehört, dass so ein BKW in die Steckdose eingesteckt wird. Meine laienhafte Vorstellung wäre, dass dann auch nur die Phase versorgt wird, die halt an der Steckdose in der das Kraftwerk eingesteckt ist angeschlossen ist und auch da nur dieser Strom verbraucht wird logischerweise.
Oder ist diese Vorstellung falsch? Wenn ja, wie wird das auf die anderen Phasen übertragen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Jochen,
diese Stromzähler messen Saldierend.
Das heißt, wenn ich auf der ersten Phase 400 Watt einspeise, aber zeitgleich auf den anderen beiden Phasen jeweils 200 Watt verbrauche, so zeigt mein Hausstromzähler 0 Watt an.

Gruß Peter
 
100% Zustimmung an Peter.
Man muss sich heute schon Fragen ob man es sich leisten kann keine PV-Anlage zu verbauen.
Bei mir ist es ein klares nein. wenn ich auf 10 Jahre Rechne dann verschlingt mein Stromanbieter das Doppelte Ohne PV.
Meine Zweite Anlage Baue ich Sobald wir über 10 Grad Plus haben.

Liebe Grüße von der Nordsee
 
@PeBo: danke für die Antwort.
Bin mir nicht sicher ob ich es verstanden habe.
Der Zähler wird vom Stromanbieter verwendet um deine Einspeisung bzw. Verbrauch zu berechnen?
Bei einer PV Anlage ist so ein Zähler natürlich notwendig, dann ist es ja auch egal, ob der Strom tatsächlich verbraucht wird.
Aber bei einem BKW hat man doch nicht zwingend so einen Zähler, oder? Das würde bedeuten, dass ich auch dafür sorgen muss, dass der Strom tatsächlich verbraucht wird.
Wenn also das BKW auf L1 eingesteckt ist, meine Grundverbraucher aber hauptsächlich auf L2 und L3 laufen würde das keinen bzw. weniger Sinn machen.
 
Deinen eigenen Strom, verbrauchst du eher nicht, wenn du den auf Phase 1 erzeugst und an Phase 2 und/oder 3 einphasige Verbraucher hast... ja.

Aber ... der 3-phasige Stromzähler (auch die alten) zählen ja den Gesamtstrom der Anlage und nicht jede Phase getrennt.

Angenommen du erzeugst gerade 500 Watt auf Phase 1
Angenommen du verbrauchst gerade 200 Watt auf Phase 1, 400 auf Phase 2 und 50 auf Phase 3

Dann wäre den momentaner Stromverbrauch: 500 - 200 - 400 - 50 = 150 Watt die dir vom Netzbetreiber berechnet würden, weil du in dem Moment 500 erzeugst aber 650 verbrauchst. Das ist mit "saldierend zählen" gemeint.

Real wird es physikalisch wohl eher so sein (ich hab da keinen Plan von! ):
500 W erzeugst du, davon verbrauchst du selbst 200 W und die restlichen 300 gehen ins Netz. Die restlichen 450 Watt kommen physikalisch dann wohl aus dem Netz.

Das kannst du leicht testen: Netzhauptsicherungen raus und dann deine PV 500 Watt auf Phase 1 erzeugen lassen... und 200 auf dieser Phase verbrauchen. Die anderen 2 Phase werden dann aber tot sein und die restlichen 300 Watt schlicht "verpuffen" (vom WR abgeregelt).


Kurz - mach dir keinen Kopf, es funktioniert. Wenn du 500 Watt erzeugst und kleiner gleich 500 Watt verbrauchst, steht dein Zähler still oder (wenn noch ohne Rücklaufsperre) dreht halt rückwärts...
 
Wenn ich doch selbst aufs Dach könnte. Aber mit 65 steige ich nimmer aufs Dach ... So wirds leider wegen der Montage viel teurer. Da kostet sicher die Montage mehr als das ganze BKW und wird damit uninteressant.
Deshalb: wenn man eh Handwerker brauch, dann richtig (Dach voll und ggf. lieber erstmal auf den Speicher verzichten, diesen aber mit einplanen beim WR und dessen Verkabelung).

Wenn man alles selber machen kann ist ein BKW die einfachstem, schnellste und preisgünstigste Variante relativ kurzfristig zu sparen.
 

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