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Zöglinge 2016

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Man weiß natürlich nicht, ob er nur zufrieden ist, weil er es gewohnt ist. Aber ich kann da nicht mitreden, ich habe noch nie einen Mauersegler gepäppelt. Ich denke, wenn sein Gefieder in Ordnung ist, wird es schon okay sein.
 
Ohje, heute ist es verdammt spät geworden - eigentlich ist heute ja schon morgen
...ich werde versuchen, mich kurz zu fassen....ob mir das gelingt?

@Krächzi - da hast Du auf jeden Fall Recht - das könnte sehr gut sein.

Andererseits ist Tom ja noch nicht lange hier und wurde zuvor anders gehalten.

Er wurde ja abgegeben, da er das Essen zunehmend einstellte und nur noch in der Hand
sitzen wollte.

Als er hier ankam, nahm er ja alles praktisch sofort an, begann wieder zu fressen und
benahm sich von Anfang an, als hätte er es nie anders gekannt.


Das Wetter war heute immer noch gut, aber deutlich mehr bewölkt, nachmittags ein Schauer und
wieder frischer Wind.

Aber Insekten gab es noch satt


Bei Claudi heute nichts Neues.
Wir haben wie immer ein paar "Spielzeiten" miteinander verbracht und ansonsten ist sie
durch ihre Abenteuerlandschaft geflitzt und hat ihre Blumensträuße inspiziert



Heute Abend ist eine der beiden Schwalben nach Hause gekommen - und ich muss zu meiner Schande
gestehen, ich weiss nicht genau, ob es Ray oder Punky ist

Sie scheint die etwas flachere Stirn von Punky zu haben und ich war der Meinung, gesehen zu haben als sie
über mir kreiste, dass sie ein "Loch" im Flügelgefieder hat (dort wo bei Punky die abgeknickte Feder war, die
sie vermutlich mittlerweile verloren hat? ) und andererseits hat sie den Kragen von der Zeichnung her finde
ich eher etwas ähnlicher mit Ray und sie landete genau auf dem Zweig, wo Ray die letzten male sass.

Ich kann es einfach nicht mit Bestimmtheit sagen wer es ist.

Vielleicht (hoffentlich) könnte ich sie noch unterscheiden, wenn sie beide rein kommen.

Selbst Fotovergleiche haben mir nicht wirklich Aufschuss gegeben:

Punky:



Ray:



Punky (rechts) und Raymond (links):



und hier das Foto von heute - Punky oder Raymond???



Wer auch immer das ist - sie hat gleich mal 5 Heimchen verspeist und sich dann zur
Ruhe begeben

Bei Tom ist auch alles bestens.

Er ist - wie ich es eigentlich fast erwartet habe heute Morgen sofort von der grossen Kiste in den
Seglerkasten gekrabbelt - und das in rasantem Tempo.

Heute habe ich gleich mal Fotos (mit Zoom) gemacht von den "Ausgucksituationen".

Tom sitzt viel am Ausguck und hat mittlerweile schon ganz genau gelernt, wie er was einzuschätzen hat:

Er lässt sich kaum noch durch irgendetwas verschrecken, was draussen geschieht - aber wenn
irgend ein Tier einen Warnruf abgibt, dann ist Tom sofort komplett verschunden und mucksmäuschenstill




Gefuttert hat Tom unverändert gut und mit großem Appetit.

Außerdem gab es manchmal ordentlich Lärm im Seglerkasten - Tom scheint dann ein paar Übungen zu machen

Was noch auffiel:

Nach dem Füttern unterhalte ich mich ja immer noch einen kleinen Moment mit ihm und kraule ihn mit dem Finger unter dem
Schnabel (weil das wohl auch wie ich gelesen habe, Seglergeschwister gegenseitig machen)

Heute hat sich dann anschließend in sein "Bettelfiepen" häufiger eine Art Gesang (nur einige Töne) gemischt - ich habe den
Eindruck, dass er sich ganz schön wohl fühlt.

Hier noch zwei Fotos von heute Abend beim Umsetzen ins Schlafgemach

 
Ich tippe auf Ray, weil der ja von Anfang an die Sicherheit des Vogelzimmers schätzte. Punky hat öfter draußen übernachtet, wenn ich mich recht erinnere.
 
@Krächzi

Insgesamt hat Punky öfter draußen übernachtet.
Aber am Anfang war Punky sogar länger und auch tagsüber häufiger nach Hause gekommen, als Ray.
Punky war ja schon draußen unterwegs, als Ray gerade ankam.

Sowohl von Pummelchen, als auch von Sunny kenne ich es, dass sie, nachdem sie einige Nächte hintereinander weg
waren und ich oft schon nicht mehr mit ihnen gerechnet hatte, sie plötzlich wieder da waren.

Insofern würde es mich auch nicht wundern, wenn Punky noch wieder kommt.

Ich hoffe, dass sie noch irgendwann einmal beide zusammen auftauchen.

Wenn sie nebeneinander sitzen, kann ich sie hoffentlich auseinanderhalten




Heute hatten wir 2 mal Regenschauer, ansonsten war es meistens leicht bewölkt, dabei aber trotzdem
sommerlich warm bei leichtem WInd.

Bei Claudi gibt es heute nichts Neues.

Sie wartet weiter auf ihre Mauser und vertreibt sich die Zeit in ihrem Kletterwald mit Futtersuche.

Dass heute Gesellschaft bei ihr eingezogen ist, hat sie nicht eine Sekunde interessiert



Heute kam eine unserer kleinen Reiterinnen mit ihrer Mutter und sie hatten einen Karton in der Hand.

Eine erwachsene Bachstelze hat in der Nähe ihres zu Hauses fast flugunfähig auf einem Parkplatz gesessen.

Die Zwei hatten sie recht lange beobachtet:
die Bachstelze konnte ein paar Meter fliegen und sass und hüpfte ansonsten
nur auf dem Parkplatz rum.

Es war kein Problem, sie zu greifen und mitzunehmen - sie schien auch ziemlich hungrig zu sein.

Da es sich um einen erwachsenen Vogel handeln sollte und ich davon ausgehen konnte, dass sie
damit panische Angst vor Menschen haben würde, haben wir den Karton erst einmal mitsamt Vogel
geschlossen gelassen und weggestellt, bis wir im Vogelzimmer die Jagdwanne auf dem Tisch mit
belaubten Ästen und Zweigen (als Verstecke), Futter und Wasser (mit Traumeel) eingerichtet und die beiden
Finderinnen einen Haufen Krabbeltiere und kleine Grashüpfer lebend gefangen und in der Wanne ausgesetzt hatten.

Als ich dann den Karton öffnete, schauten mich zwei schwarze Knopfaugen starr an und die kleine
Bachstelze rührte sich auch dann nicht, als ich sie in die Hand nahm.

Das ist bei einem erwachsenen Wildvogel immer ein schlechtes Zeichen, denn wenn sie so ruhig sind und
den Eindruck machen, als hätten sie totales Vertrauen, dann wissen sie in der Regel, dass sie so behindert sind,
dass sie keine Chance hätten zu entkommen.

Als sie in meiner Hand sass und mich so anstarrte, konnte ich ihre panische Angst förmlich "greifen".

Darum schaute ich sie mir heute nur oberflächlich an und setzte sie dann in die Jagdwanne.

Sofort schnappte sie sich den nächsten vorbeispringenden Grashüpfer und verschwand dann hüpfend im Dickicht.

Dann verließen wir das Vogelzimmer, damit sie erstmal etwas Stress abbauen kann und Ruhe findet.

Als ich ca 15 Minuten später wieder ins Vogelzimmer kam, sass sie am Rande der Jagdwanne auf einem
Zweig, der etwas höher über die Wanne ragt.

SIe muss da die paar cm hochge"hüpftflogen" sein.

Also scheinen ihre Flügel zumindest etwas zu funktionieren (was mir die Finderinnen ja schon berichteten).

Vielleicht ist sie in ein Fenster geflogen und hat sich eine Verrenkung zugezogen?

Es war mittlerweile schon Abend - darum habe ich im Vogelzimmer das Licht aus gemacht - mal schauen,
ob die Kleine die Nacht übersteht und wie es ihr morgen geht.

Sollte sie sich zügig erholen, werden die zwei Finderinnen sie zurück zum Fundort bringen, weil wir
ja nicht wissen, ob sie noch irgendwo mit ihrem Partner Kinder aufzieht.



Tom begrüßte mich heute Morgen mit Bärenhunger, der natürlich sofort gestillt wurde, bevor es nach
draußen ging .

Erstmals hatte ich das Gefühl, dass Tom es nicht mehr mag, in/auf die Hand genommen zu werden.

Es ist nicht so, dass er sich anders verhalten würde, unruhig wäre oder so - aber ich fühle, dass er
sich irgendwie "verspannt/duckt", wenn man ihn hochnimmt.

Sowie er im Seglerkasten war, entspannte Tom.

Den Vormittag vernrachte er damit, zu futtern, auszuschauen und Liegestützte zu machen

Auf ca 3 Sekunden war er gegen Mittag schon

Ich überlegte, wie ich das Transportproblem so lösen kann, dass ich Tom nicht mehr in die Hand nehmen muss.

Außerdem gefällt mir drinnen die Kartonlösung immer noch nicht - weder die kleine, noch die große Lösung.

AUch das kann ich nur schwer erklären:

Sowie ich die Hand vor den Seglerkasten halte, krabbelt Tom da rein und fühlt sich einfach nur wohl.

Seine ganze Körperhaltung, sein Ausdruck, die Art, wie er sich bewegt, zum Futter kommt und
nach hinten krabbelt wenn was ist, wie er sein training macht und wie er seine Kotpakete
ordentlich nach vorne bringt - das macht alles einen zufriedenen Eindruck.

Bei den Kartons verkriecht er sich am liebsten in die engste, dunkelste Ecke (die im kleinen Karton ist)
und ansonsten wirkt er irgendwie nicht entspannt.

Auf meiner Suche nach einer Lösung kam ich zu dem Schluss, dass es am besten wäre, wenn Tom in seinem
Seglerkasten bleiben kann und ich das Teil einfach komplett mit rein nehme.

Da dieser Kasten angeschraubt ist und sich wegen des Klappenüberstandes und der rückseitigen
Befestigungsleiste nicht auf einen Tisch stellen lässt, fuhr ich also in die Stadt,
um einen Seglerkasten zu kaufen, der sich "abstellen" lässt.

....und dann kam das Erwachen:
in ganz Elmshorn gibt es KEIN EINZIGES Geschäft, was überhaupt Seglerkästen hat - schon gar keine, die
man auch hinstellen kann

Ich bin nun handwerklich eher das Gegenteil eines "Genies" - sollte ich einen Kasten selbst zurechtsägen, wäre er
vermutlich fertig, wenn Tom in Afrika ankommt

Also bin ich durch den Baumarkt geschlendert, um zu schauen, ob ich dort irgendwelche Anregungen
finde, wie ich das Problem lösen kann - und ich wurde fündig

Es gab dort aus unbehandeltem Fichtenholz fertig zugeschnittene, gehobelte Bretter und Platten in unterschiedlichen
Längen und Breiten (für Regalböden und so).

Ich fand welche, die von der Breite her so waren, dass sie, würde man 4 Stück davon zu einem Kasten
zusammenschrauben ( jahaaa....schrauben eindrehen mit dem Akuschrauber kann ich ),
dieselbe Innenbreite hätten, wie der Seglerkasten, in dem Tom jetzt ist und die nur
etwas über einen cm höher wären.

Lediglich ca doppelt so lang wie der Seglerkasten waren die Bretter dieser Breite.

Dass sie länger waren, fand ich aber undramatisch - evtl. sogar vorteilhaft, weil Tom sich tiefer nach hinten
zurück ziehen könnte.

Wichtiger war mir, dass diese Enge des Seglerkastens erhalten bleibt, die Tom offensichtlich ein Gefühl von
Sicherheit gibt.

Jetzt stellte sich nur noch die Frage, wie ich die Front hinbekomme (ohne Sägearbeiten).

Ich musste es vorne öffnen können und es brauchte ein Guck/Einflugloch.

Auch da fand ich im Baumarkt die Lösung:

Ebenfalls aus unbehandeltem Holz gab es kleine Eckregale einzeln verpackt.

Davon nahm ich zwei mit.

Die Stütze für das Regalbrett war geschwungen - setzt man da zwei gegeneinander, entsteht ein
ovales Loch

Nachdem ich die "Röhre" zusammengeschraubt und eine Rückwand eingesetzt hatte, schraubte ich also
die Regalstützen vorne mit je einer Schraube an, so dass man sie beide etwas (zwecks Lochvergrößerung) bis hin
zu komplett aufdrehen kann.

Das Regal selbst habe ich oberhalb ebenfalls mit einer Schraube angebracht, so dass man auch das hochdrehen kann.

Steht zwar weit über und sieht ziemlich abenteuerlich aus, erfüllt aber seinen Zweck.

Dann habe ich Tom seine Einstreu aus den Kartons und dem Seglerkasten in die neue Röhre gepackt
und Tom durfte seinen hoffentlich letzten Umzug machen

Ich hielt ihn vor den Eingang und er krabbelte sofort rein und verschwand in der Tiefe der Röhre.

Den neuen Kasten habe ich auf das Carportdach gestellt - also noch etwas höher, als Tom s altes Domizil.

Abends konnte ich den ganzen Kasten mitsamt Tom drin bequem ins Esszimmer tragen - Tom muss also ab
sofort nicht mehr angefasst werden

Tom scheint das super zu gefallen.

Zum Ruhen oder wenn ihm etwas unheimlich erscheint, geht er ganz nach hinten (da könnte ich ihn mit
der Hand gar nicht erreichen).

Wenn er Hunger hat und ich ihn rufe, kommt er nach vorne gekrabbelt und holt sich da sein Futter ab und
lässt sich anschließend "den Bart" kraulen - dabei gibt er einen leisen Singsang von sich.

Auch seine Kotballen bringt er brav weiter nach vorne "an die Tür" und seine liegestütze hat er auch weiter trainiert.
Heute Abend war er schon bei ca 5 Sekunden

Ich glaube, es gefällt ihm - auch wenn es vermutlich nur noch für ganz, ganz wenige Tage - wenn nicht sogar nur
für Morgen oder bis Übermorgen sein wird - ich glaube, es wird nicht mehr lange dauern, bis Tom ausfliegt

Hier die Tom Fotos von heute:




Das Foto auf dem Schoss wird das letzte sein (wenn nichts Unerwartetes geschieht), wo er ganz drauf zu sehen ist.

Das nächste Mal, wenn er sein neues zu Hause verlässt, wird hoffentlich auch das letzte
Mal (zumindest für die nächsten 2 Jahre) sein und im Flug stattfinden
 
Kirstin, Du bist absolut ein Handwerksgenie.
Not macht erfinderisch
und Du hast das absolut genial gelöst, das soll Dir erstmal jemand nach machen.
Ich finde Deine Hingabe zur Rettung gestrandeter Vögel, nach wie vor absolut genial.
Danke für Deine Berichte, ich freue mich täglich darauf
Bine
 
Anne und Bine: Danke für das Lob, aber nein, ich bin KEIN Handwerksgenie....
...eher das Gegenteil.

WIe Ihr ja aus meinen Tümpel und Minidokus, meiner "Garten"gestaltung und meinen
Zöglingsthreads wisst, bin ich eher ein "Bauchmensch" und handel intuitiv - und wenn mir was
in den Kopf kommt, dann muss ich es umsetzen.....und zwar SOFORT und am liebsten gestern fertig

Funktioniert bei Handwerk nicht - ich habe mal versucht, ganz intuitiv (und ohne dieses lästige Planen, Messen und
Ausrichten etc.) eine Hühnerstalltür zu bauen......
....was soll ich sagen: als die Hühner mir am nächsten Morgen draußen guten Morgen sagten (obwohl ich noch
nicht auf gemacht habe) und weil es nicht sonderlich dekorativ aussah, habe ich dann einen Tischler beauftragt

Ich schätze, genau WEIL ich so unmotiviert bin, was diese Arbeiten anbelangt, bin ich im Finden einfacher
Lösungen sehr kreativ

Kathrin, "Designer-Mobil-Home" finde ich gut
....aber Starallüren wird er nicht kriegen schätze ich - er fühlt sich glaube ich jetzt einfach "wie zu Hause"


Heute war es nach wie vor sehr warm, aber wechselnd bewölkt und wir hatten frischen Wind.

Vormittags war es noch überwiegend sonnig, Mittags kam dann im wahrsten Sinne des Wortes aus
heiterem Himmel ein richtig heftiger Schauer und gegen Abend zog innerhalb weniger Minuten eine dunkelgraue Wand
auf und dann regnete es Bindfäden für den Rest des Abends.

Die Schwalben habe ich auch heute nicht zu Gesicht bekommen und auch alle anderen Jungschwalben sind woanders
unterwegs.

Ich hoffe, bei dem Regen heute Abend haben Punky und Ray rechtzeitig einen trockenen Unterschlupf gefunden....


Als ich heute Morgen ins Vogelzimmer kam, wurde ich von einer fröhlichen Claudi stürmisch begrüsst.



Aber die kleine Bachstelze war nicht mehr da

Ich habe jeden qcm des Raumes abgesucht und sie nicht gefunden

Irgendwann habe ich mit der Suche vorläufig aufgehört, da Claudi wirklich massiv ihre Rechte einforderte.

Also setzte ich mich erstmal auf den Hocker und fütterte sie.

Dabei fiel mein Blick am Käfig vorbei neben den Stein und da sass:

die Bachstelze! und schaute uns interessiert zu.

Ich habe keine AHnung wie, aber sie ist über Nacht aus der Jagdwanne auf dem Tisch runter zu Claudi gezogen.

SIe wirkte lange nicht mehr so "diszanziert" und "starr".

Sie schaute mich einfach abwartend an.

Als ich ihr eine lebende Bienendrohnenmade auf den Boden warf, hüpfe sie sofort hin und futterte den
Leckerbissen auf - sie schien überhaupt keine ANgst mehr zu haben, weil ich da sass.

Ich nehme an, dass das so ist, liegt daran, dass Claudi relativ vertraut mit mir umgeht - da hat sich die
Kleine wohl gesagt, dass ich so gefährlich nicht sein kann

Ich habe die kleine Bachstelze Mojo genannt.

Da Mojo fröhlich durchs Vogelzimmer flitzte, um die ausgesetzten Heimchen, Grashüpfer, Spinnen und
Käfer zu erlegen, konnte ich sie eingehender betrachten.

Der rechte Flügel hängt genau so heftig, wie damals bei Krah.

Es sieht nicht gebrochen aus - zumal Mojo mit einem Bruch sicher nicht so fröhlich und schnell durch
die Gegend flitzen würde.

Ich denke, es handelt sich um eine Dehnung/Zerrung und/oder Prellung.

Ich hoffe, dass auch bei ihr - genau wie bei Krah - die Zeit heilt - darum der Name

Claudi ist eindeutig "Chef im Ring".

Ab und an startet sie einen kleinen Angriff gegen Mojo, die sich dann einfach zurück zieht.

Das wirkt aber gar nicht ängstlich, sondern eher
"die Sache ist es mir nicht wert, mich zu streiten - gehe ich eben woanders hin...."

Einmal allerdings stand Mojo im Engpass - und da hat sie Claudi "angefaucht" und mit dem
Schnabel gepieckst - da war meine kleine Krawallnudel plötzlich ganz schnell weg.....

...ja, ja "Hunde die bellen beissen nicht"

Auf jeden Fall tut Mojos Anwesenheit Claudi offensichtlich sehr gut und Mojo scheint sich wohl zu fühlen -
ich schätze, sie hat erkannt, dass sie dort im Zimmer alles bekommt, was sie braucht und gleichzeitig
keinen Gefahren ausgesetzt ist, solange sie so eingeschränkt ist.



Das alte Tablett habe ich wieder in Dienst gestellt:

Genau wie bei Marco damals habe ich aus dem Tümpel ein wenig Schlamm mit vielen kleinen
Wassertierchen und Tümpelwasser ins Tablett gefüllt und hingestellt.

Mojo war begeistert


....und auch Tom ist wie ausgewechselt

Es ging ihm auch bisher super - zumindest hatte ich den EIndruck, denn er frass gut, bettelte, Kot in Ordnung, wuchs und
gedeihte....aber - wie ich gestern schon schrieb - er wirkte wirklich zufrieden immer nur in dem Seglerkasten.

Jetzt in dem neuen Kasten ist er "angekommen" - ich glaube, er fühlt sich "geborgen" - es ist so, wie
es sein soll......

Er strahlt eine tiefe Zufriedenheit aus und ich habe das Gefühl, er hat endlich
angefangen, richtig mit mir zu kommunizieren - schwer zu erklären.

Da der Kasten so extrem lang ist, habe ich nochmal versucht, ihm ganz hinten eine Nestmulde zu platzieren.

Die Schaumgummivariante ist wieder durchgefallen.

Tom hat sich davor hingehockt, wenn er nach hinten ging.

Dann habe ich nochmal die mullbindenumwickelte Fibergalseinalge reingelegt und mit Moos gefüllt -
und das Teil ist jetzt der absolute Hit!

Tom hat jetzt einen ziemlich festen Rythmus entwickelt:

Zum Schlafen ist er ganz hinten in der Mulde - dorthin stürzt er auch, wenn er vorne am Ausguck etwas
bedrohlich findet.

Nach der Schlafphase gibt es erstmal ausgiebige Gefiederpflege.

Dann werden in der Mulde oder direkt davor Liegestütz gemacht und dann kommt er nach vorne
gekrabbelt und schaut aus dem Einflugloch in die weite Welt

Nach rund 20 Minuten Ausguck fängt Tom an, aktiv nach mir Ausschau zu halten.

Sowie er mich erspäht, beginnt er mit dem Bettelfiepen.

Ich antworte ihm dann, mache ihm eine knapp haselnussgroße Insektenkugel fertig, öffne
die untere Klappe und der Kleine sitzt direkt an der Kante, schnappt sich die Kugel mitsamt Finger und
saugt sich dann qausi an dem Finger fest, bis die Kugel dorthin gerutscht ist, wo die Eltern sie auch platzieren

Dann lässt der Kleine entweder los, dreht sich um, drückt einen Kotballen raus und flitzt wie ein geölter Blitz
zurück in die Nestmulde, wo er sich wieder schlafen legt oder aber, er gibt ein paar Töne von sich,
die fast wie der ANsatz eines Gesangs klingen - und wenn ich ihm dann unter dem Schnabel den Bart kraule,
dann "krault" er mir mit wahrer Begeisterung intensiv den Finger mit seiner Schnabelspitze.

Wenn er genug hat, dreht er sich um, drückt noch einen Kotballen raus und flitzt dann nach hinten zum Schlafen.

Was mir auffiel: sowie es begann zu regnen, zog er sich immer nach hinten zurück und es wurde ganz still.

Egal wie lange es dauerte - er rührte sich erst wieder, wenn der Regen vorbei war - als ob er weiss, dass es bei
schlechtem Wetter kein Futter gibt.

Heute Abend bei dem Dauerregen hat er draußen kein Futter mehr angenommen.

Erst als der Kasten mit Tom im Esszimmer stand, kam er sofort nach vorne geflitzt und bettelte, als ob er zwei
Tage nichts bekommen hätte.

Ich hatte den Kasten übrigens heute nur vormittags oben auf dem Dach stehen - als es Mittags anfing zu regnen,
habe ich den Kasten runter geholt und unter das Carportdach gestellt - auf den Vogelfütterer, wo Krahs Futterplatz drauf war.

Wenn Tom weg ist werde ich für künftige Bewohner noch etwas basteln müssen, um ein wasserdichtes Dach
über das Dach zu bauen

Unerwartet gute Fotos konnte ich von Tom mit dem Zoom im Kasten machen - ohne Blitz natürlich.

Da konnte ich auch gut sehen, dass er doch noch einige weisse Gefiederränder hat - es wird also wohl,
wenn ich den verschiedenen Mauerseglerinfos im Netz glauben darf, noch einige Tage dauern, bis er sich auf macht.

Außerdem sind unten ein paar Fotos dabei, wie der Kasten sich öffnen lässt.

Zum Füttern öffne ich nur unten.

Tom mag es eindeutig am liebsten, wenn es schön dunkel im Kasten ist.

 
Das ist ja wirklich ein ganz tolles Patent, das Mauersegler-Haus. Du bist halt doch eine Vogel-Flüsterin. Und dass die Bachstelze sich mit Claudi so gut arrangiert finde ich auch ganz toll. Spatzen sollen übrigens sehr eifersüchtig sein, habe ich irgendwo gelesen.
 
ja, das ist er definitiv!

Ich sage auch den Kids immer, wenn noch andere Vögel da sind:
füttert und bespielt erst Claudi, sonst wird sie sauer


Gerade eben war mein persönliches Weihnachten und
zusammen!

Ich sitze so in der Sitzecke - zurück vom ersten Wiesenplankton kechern und sortiere mit
der Pinzette akriebisch die weniger als einen Millimeter großen, pflanzlichen Bestandteile
aus dem Fang - Sysiphusarbeit! - da machen die Hunde Alarm und "mein" Bauer, dessen Kühe bei mir
auf der Wiese stehen kommt um die Ecke gejoggt und stellt mir eine Dose mit den Worten:

"Fangfrisch von heute Morgen"

auf den Tisch.

Und was war drin?

Quicklebendige Fliegen!
Nicht eine, nicht 10 - nein Hunderte! - Damit ist Tom s Essen bis heute Nachmittag gesichert - ich muss nur noch
die Grashüpfer und Spinnen für die Kugelmischungen dazu fangen - und die sind einfach gegen die Fliegen
 
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