Scheibenbarsche im Amphibienteich

AW: Scheibenbarsche im Amphibienteich

Hallo Eva Maria,

ich habe der Einfachheit halber die deutschen Namen genutzt.

Wobei bei den beiden Großen die Temperaturen im Gegensatz zum nördlichen Verbreitungsgebiet stehen.

http://www.fishbase.de/Summary/SpeciesSummary.php?ID=3367&AT=scheibenbarsch
http://www.fishbase.org/Summary/SpeciesSummary.php?ID=3368&AT=Diamantbarsch
http://www.fishbase.org/Summary/SpeciesSummary.php?ID=3369&AT=Diamantbarsch

Ich habe zwar einen 250 W Heizstab im Filterauslauf aber der heizt 30.000 Liter nicht auf 10 grad, sonder hält nur einige m2 auch bei strengen Frost eisfrei. Wobei von den Temperaturen sind wir 7a.

Die kleinen (Scheibenbarsche) hatte ich das erste Jahr im Mini überwintert. Die Fische kommen in kleinen Tümpeln vor, in den erhebliche Temperaturdifferenzen vorkommen.
Einen habe ich mal versehentlich "trocken" überwintert. Siehe meinen Beitrag "Nicht Nachmachen"

Viele Grüße Jürgen
 
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Erdkröten-Kaulquappen dürften die einzigen sein, die vor fischigen Fressfeinden einigermaßen sicher sind. Ich habe mehrmals feststellen können, dass Fische, die sich drauf stürzten, sie wieder ausspien. Ansonsten würde ich auch sagen: keine Fische in Amphibienteichen, vor allem nicht wenn es sich um ein ökologisch so wertvollen Biotop handelt, dass auch Ringelnattern ihn annehmen. (okay: Ringelnattern sind Reptilien)

MfG.
Wolfgang
 
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Hi Maxi,

kommt halt auch immer auf die Amphibienart und auch die Teichgröße/Einrichtung an ob was hochkommt. Auch haben alle Amphibienlarven auch noch wesentlich mehr Feinde als nur die Fische im Teich:engel

In meinem großen Teich z.B. sind auch dieses Jahr trotz 3 Koi, ca. 30 Goldrotfedern, ca. 20 Goldschleien, ner unüberschaubaren Menge von Stichlingen, einigen kleinen Döbel und Rotaugen tausende von Krötchen hochgekommen.:oki

Im extra angelegten, völlig fischfreien Amphibientümpel:oki von ca. 20qm2 jedoch ist dieses Jahr so gut wie kein Amphibium hochgekommen. Mehrere Dutzend Molche haben sich da drin erst mal über den einzigsten noch abgelegten Grasfroschlaichballen hergemacht und ihn komplett leergefressen:lala und die sich entwickelnten Molchlarven und Krötenquappen, von den Krötenpaar was dort drin laichte, wurden anschließend den Sommer über fast komplett von ner Unmenge von Großlibellenlarven und Gelbrandlarven verputzt:aua

MfG Frank
 
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Nochmals vielen dank ihr Lieben, irgendwie deckt sich alles mit meiner (ureigenen) annahme, einfach keine fische in einem amphibienteich haben zu wollen. Allerdings seien ein paar überlegungen meinerseits kurz in den Ring geworfen, warum ich ein paar fische anstrebe:

So eine (scheiss) gelbrandkäferlarve haut sich am Tag mal locker 20 -30 kaulquappen rein, eine libellenlarve nur ungleich weniger. Leider fressen die meisten kleinlurche, etc. Weder libellen-, noch gelbrandkäferlarven, weshalb i ch überlegte, dass fische dies übernehmen würden, und in der endbetrachtung das kleinere übel darstellen.

Praktisch fische zum Schutz der Amphibien ;)

Zu dem hätten die ringelnattern dann eine (wenn auch schnelle) alternative. Die laben sich nämlich extrem an den fröschen und kröten.
 
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Oh -gerade beim umblättern bemerkt, dass die insektenlarven schon an den Pranger gestellt wurden ;)
 
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Hallo Zusammen,

eigentlich wurde ja schon das Wichtigste gesagt, insbesondere durch maxi und Wolfgang.

Erdkröten sind (nach einhelliger Expertenmeinung) die einzigen heimischen Amphibien, die von Fischbesatz sogar profitieren (können), da viele Fische Erdkrötenquappen nicht oder nur "im Notfall" verspeisen, aber "alles andere" knapp halten.

Zu den erwähnten Elritzen, da gab es in der DATZ mal einen Artikel, der oft zitiert wird:

"Heusser H; Schlumpf HU (1971): Elritzen fressen gezielt Kaulquappen"

Das Original liegt mir nicht vor, aber es steht wohl drin, dass Grasfroschquappen von ihnen gefressen und Erdkrötenquappen mehr oder weniger gemieden werden.

Fische, die Mückenlarven fressen, fressen auch junge Amphibien, die zunächst kaum größer sind. Bei einjährigen, nur "halbwüchsigen" Stichlingen (und bei ausgewachsenen Bitterlingen) habe ich schon gesehen, wie sie frisch geschlüpfte Grasfroschkaulquappen verschluckt und wieder ausgespuckt haben. Die anhaftende Gallerte wird sie wohl noch kurze Zeit geschützt haben - schon nach wenigen Tagen habe ich keine Larven mehr gesehen - bis auf eine einzige Kaulquappe nach ein paar Wochen.

@Frank: Ja, Erdkrötennachwuchs im Fischteich ist keine Besonderheit, alle anderen heimischen Amphibienarten dürften fast ausnahmslos mehr oder weniger stark in ihrer Vermehrungsrate bis zum völligen Fehlen von zur Geschlechtsreife kommenden Nachwuchs beeinträchtigt werden.

Klar kommt es auf alle Umstände an. Einige Kaulquappenarten können sich ganz gut vor einigen Fischarten verstecken bzw. flüchten, wenn die Strukturen stimmen. Wenn es in deinem "geplanten" Amphibienteich zumindest diesmal die Großlibellenlarven sind, die sich durchsetzen, dann solltest du aber nicht daraus folgern, dass die genannten Fische dort einen weniger limitierenden Einfluß auf die genannten Arten gehabt hätten :engel
 
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Hallo Hobbykröte,

Kleinfische die Libellenlarven fressen ?

Makropoden habe ich zumindest schon beim fressen von Kleinlibellenlarven beobachtet.

Vor den Laich und den Larven der Lurche werden die aber ebenfalls nicht zurückschrecken.

Viele Grüße Jürgen
 
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Hallo,
ich stimme euch natürlich zu, dass die Kaulquappen nicht nur Fische als Feinde haben. Gelbrandkäfer+deren Larven, Libellenlarven, Molche, Ringelnattern usw. fressen natürlich auch Kaulquappen, Jungfrösche oder im Falle der Ringelnattern sogar Altfrösche. Man muss aber bedenken, dass diese Tiere von selbst an den Teich kommen und nicht eingesetzt werden. Im Normalfall werden diese natürlichen Fressfeinde in natürlichen Kleingewässern (leider extrem selten) durch Austrocknen dezimiert. Im Gegensatz zu den eingesetzten Fischen sind die natürlichen Fressfeinde heutzutage meist genauso gefährdet, wie die Froschlurche und deren Kaulquappen.
MfG
 
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Hallo Jürgen,

natürlich können Liebellen-, und Gelbrandkäferlarven nur in einem sehr frühen Stadium von den Fischen gegessen werden. Ich gebe mich da keiner Illusion hin, dass eine "ausgewachsene" Gelbrandkäferlarve von einem Scheibenbarsch oder einer Elritze verspeist werden kann. Wahrscheinlich ist bei einem ungleichen Größenverhältnis eher das Gegenteil der Fall.

Ich bin mehr davon ausgegangen, dass es eine Investition in die Zukunft ist. So dass die kleinen Larven, die aus den Eiern der diesjährigen Ablage entschlüpfen bereits Beute für die Fische sind, und so die Anzahl derer die größer werden "natürlich" dezimiert wird. Wenn also die Larven, welche bereits zu groß zum fressen sind den Teich verlassen haben, sollte eine weitaus geringere Population an kleinen Liebellenlarven nachkommen.

Ist jetzt nur ein theoretischer Gedanke, aber erschien mir auf den ersten Augenblick logisch, oder nicht?

PS: Moderlieschen und Bitterlinge hatte ich früher im Teich. Es leben auch noch ein paar Teichmuscheln. Vielleicht gehts ja wieder in die Richtung.
 

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