Schwimmteichbau von Thias

thias

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Hi allerseits,

ich will mich hier und meine Ideen über meinen neuen Schwimmteich hier vorstellen.
Seit etwa 5 Jahren besitze ich einen Teich, ca. 20 m² mit 15 m Bachlauf.
Den hat mir damals im Rahmen des Hausbaus ein GaLa-Betrieb angelegt nach dem Motto: rundes Loch ausgehoben, Folie rein und dann tonnenweise Kies.
GaLa-Teich.jpg 
Nachdem ich den Betrieb rausgeschmissen habe, habe ich versucht zu retten, was zu retten ist. Sicher sind noch viele Baufehler vorhanden, sieht aber jetzt vielleicht ganz annehmbar aus.
Teich 3.jpg 
Teich 2.jpg 
Bachlauf 4.jpg 
Bachlauf 1.jpg 
Nun will ich einen Schwimmteich anlegen (an andere Stelle) und habe mich dazu auch umgehend informiert. Die logischsten und schlüssigsten Konzepte habe ich bei naturagart gefunden. (Deren umstrittene Werbung regt mich nicht auf, sondern bringt mich zum Schmunzeln). Ansonsten werden beim Thema Filter ja Glaubenskriege ausgefochten und viel Vodoo verbreitet.

Fortsetzung mit Plänen folgt
 

Dr.J

Pöser Admin
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AW: Schwimmteichplanung von Thias

Hallo Thias,

auf den 1.Blick kann ich keine offensichtlichen Baufehler finden, ausser, dass sich deine Seerosen für meinen Geschmack etwas zu weit ausgebreitet haben.

Ansonsten ist der Teich sehr schön eingewachsen. Wie ist denn eigentlich die Wasserqualität? Hast Du irgendwelche Probleme mit dem aktuellen Teich oder ist alles zur Zufriedenheit?

Bzgl. des Schwimmteiches werden sich sicher noch unsere "Schwimmteichprofis" melden. Und schau dir die Firmen, die soetwas anbieten sehr genau an. Ich habe erst diese Woche einen TV-Beitrag über den Bau eines Schwimmteiches gesehen, ich habe nur mit dem Kopf geschüttelt. Dort wurde z.B. eine 4-fache Lage von Teichfolie verbaut. :aua Angeblich um ganz sicher zu gehen, dass der Teich auch dicht ist. :aua Das nur mal so am Rande.
 

thias

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AW: Schwimmteichplanung von Thias

Vom Stil her habe ich einen Naturgarten, ein Holzfachwerkhaus und einen Phantastischen Blick auf volle 300° ;) (Bergkuppe)
Aussicht.jpg 

Die Daten des neuen Schwimmteiches:
Ca. 100 m² Schwimmteich
Ca. 25 m² Filtergraben
Ca. 8 m Bachlauf

Er soll an dieser Stelle entstehen:
Platz neuer Teich 1.jpg 
Platz neuer Teich 2.jpg 
Im Urlaub in Schweden habe ich mich dann inspirieren lassen und einiges zu Papier gebracht, was ich hier zur Diskussion stellen möchte.
Da ich auf dieser Grundstücksseite nicht viel Platz habe (kein Zaun, aber städtische Wiesen), schmiegt sich der Teich recht eng an das Haus an, was aber auch recht reizvoll sein kann. Auf den Bildern kann man die Lage erkennen.
Teichdraufsicht.jpg 
Der Schwimmbereich im Teich hat eine Länge von etwa 15 m und eine Tiefe von 1,5…2 m.
Der Aufbau ist:
Vlies 900/PVC-Folie 1mm in Bahnen geschweißt/dann je nach Aufbau Vlies 900, Ufermatte oder Verbundmatte mit vorgeblendeter Naturstein-Mauer/Verputzt.
Als Bodensubstrat dient gewaschener Estrichsand.
Im Teich sind Terrassen in verschiedener Höhe angelegt. Diese sollen als Pflanzterassen und als Sicherheit im Badebetrieb dienen. Da der Teich Nährstoffarm sein soll, muss ich sehen, ob auf den Terrassen auch Pflanzen wachsen (Seerosen wahrscheinlich nur mit Dünger).
In einem Teiluferbereich wird ein nährstoffreicher Ufergraben angelegt, evtl. auch als Moorbeet. Das Wasser wird durch Kapillarwirkung der (bepflanzten) Ufermatte aus dem Teich gesaugt.
Anhang anzeigen 7715
Nun zur Funktion des Teiches:
Er soll mit einem mechanischen, pflanzlichen oder wie auch immer genannten biologischen Filter nach dem Schwerkraftprinzip arbeiten.
Filtertechnik.jpg 
Die Ansaugstellen sind 2x Bodenabsaugungen im Schwimmbereich für Sedimente und ein Skimmer in Hauptwindrichtung. Die Schläuche werden in einem Sammelschacht zusammengeführt und können einzeln abgesperrt werden (Zielsaugtechnik).
Aus dem Schacht geht es in den Filtergraben, ca. 12 m lang. Dort können sich in aller Ruhe die Sedimente absetzen. Pflanzsubstrat ist Verlegesand.
Nach NG würde das schon reichen. Aber ich setze noch eins oben drauf und baue am Ende des Filtergraben noch einen Kies/Pflanzenfilter. Dazu dient eine bepflanzte Kiesschicht (ca. 40 cm), die von oben nach unten in die Drainagerohre durchströmt wird. Als eine Kiesschicht könnte ich mir Kalksteinschotter vorstellen, das dies den PH-Wert stabilisieren soll.
Die Drainagerohre münden in einen Pumpenschacht. Die Pumpe (6000l/h) verringert das Wasser im Schacht (dadurch wird durch Kiesfilter, Filtergraben, Skimmer/Bodenabsaugung das Wasser aus dem Schwimmteich abgesaugt) und pumpt das Wasser in den Bachlauf (1 m Höhe) oder alternativ direkt in den Schwimmteich zurück.
Hier folgen nun die ganzen Teichquerschnitte:
Schnitt A-B.jpg 
Schnitt C-E.jpg 
Schnitt F.jpg 
Schnitt G.jpg 

Gerne beantworte ich noch Fragen und stelle mein Konzept zur Diskussion.

Eine anregende Diskussion und viele Grüsse
Thias
 

thias

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AW: Schwimmteichplanung von Thias

Dr.J schrieb:
Hallo Thias,

auf den 1.Blick kann ich keine offensichtlichen Baufehler finden, .

Hallo Dr. J
Baufehler:
- steile Folienwände, dass selbst Kies nicht hält und tonnen reingeschüttet werden musste (nachdem ich mich beschwert hatte, dass meine Kleinkinder dort ertrinken:( )
- keine Pflanzterassen
- kreisrund und einfallslos
- Folie am Rand in Erde eingegraben (Dochtwirkung)
- Wasserstand 1/2 m unter Niveau
- ...:(

Auf dem 1. Foto sind auch schon meine ersten Reparaturen sichtbar (Steg mit Sitzplatz zieht den Teich in die Länge, kleine Bucht, mehr Bepflanzung usw.

Mit der Wassequalität bin ich sehr zufrieden, absolut klar, nur im Frühjahr etwa 2 Eimer Fadenalgen abfischen (ich lasse aber auch Regenwasser reinlaufen, direkt vom Dach .. ich weiß :oops: )
...In Gartenzeitschriften wird ja oft ein ähnlicher Mist beschrieben wie im Fernsehen...auch im Internet muss man sehr selektieren. Ich versuche das umzusetzen, was mir auch logisch erscheint und sich mit meinen Erfahrungen deckt.
Gruß Thias
 
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Martin a. B.

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AW: Schwimmteichplanung von Thias

Hallo Thias

Beeindruckendes Projekt!

Aber eine Frage: der Sammelschacht liegt unterwasser (Schnitt E - E)? Heißt das, er ist nach oben wasserdicht geschlossen? Wir wird er dann gereingt?

Ist Sandstein als Innenverkleidung nicht zu porös /schlecht sauber zu halten. Gibt der nicht Nährstoffe/ Mineralien an das Wasser ab, (ähnlich Kalk?)

gruß

Martin a. B.
 

thias

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Martin a. B. schrieb:
Aber eine Frage: der Sammelschacht liegt unterwasser (Schnitt E - E)? Heißt das, er ist nach oben wasserdicht geschlossen? Wir wird er dann gereingt?

Ist Sandstein als Innenverkleidung nicht zu porös /schlecht sauber zu halten. Gibt der nicht Nährstoffe/ Mineralien an das Wasser ab, (ähnlich Kalk?)

Hallo Martin,
das Bild ist schlecht gescannt, da ist noch n Deckel drauf ;) , ansonsten hätte ich noch nen Skimmer. Er reicht also ganz knapp über die Wasseroberfläche. Aber reinigen muss ich ihn denke ich nicht, da ständig eine Strömung vorhanden ist.

Den Teich will ich innen auch nicht abschrubben. Ich finde es gut, wenn da ein leichter Algen- und Pflanzenbelag drauf ist. Durch die poröse Oberfläche sind die Mauern auch nicht so rutschig. Auf glattem Granit würden sich trotzdem Algen ansiedeln.
Sicher können Nährstoffe im Sandstein enthalten sein, aber ich denke, die sind irgendwann einmal ausgespült. Wenn sich kalk löst, soll das gar nicht so schlimm sein, sondern eher den pH Wert stabilisieren (hab ich mal gelesen).
Gruß Thias
 

thias

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Welche Filter sind sinnvoll?

Hallo allerseits,

nun will ich an die erfahrenen Profis hier im Forum bezüglich Filtertechnik ein paar Fragen stellen.
In einem Schwimmteich geht es darum, nährstoffarmes Wasser zu haben (geringe Algenbildung) und durch möglichst wenig Schwebeteile das Wasser zu trüben.
Ich möchte nur einen natürlichen Filter (keine Schwämme, Matten etc.) einsetzen.
Das Prinzip von NG mit Filtergraben getrennt vom Schwimmteich leuchtet mir ein: Das Sediment wird aus dem Teich abgesaugt und soll sich im Filtergraben absetzen. Das ist logisch. Die Planzen werden dort gut mit Nährstoffen versorgt. Für die gelösten Nährstoffe sind viele Unterwasserpflanzen, die über die Blätter (nicht Wurzeln) die Nährstoffe aus dem Wasser herausziehen. Nach NG ist das völlig ausreichend.

Nun gibt es aber gaanz vieeele Teichbauer, die auf das Prinzip des durchströmten Kiesfilters schwören.
Dort können durch Planzenwurzeln Nährstoffe aufgenommen werden. Das wars aber meiner Meinung nach auch schon.
Eine mechanische Filterung mit Kies/Sand ist sehr fraglich, da das Sediment bald alles zusetzen wird. Das die vielbeschworenen Bakterienstämme Ammonium und Ammoniak etc. abbauen ist in einem Schwimmteich ohne nennenswerten Fischbesatz ohne Bedeutung. Es soll ja keine Kläranlage für Abwässer sein ;)
Können Bakterien Nährstoffe "verschwinden lassen"???? (ohne. dass sie selber zu Nährstoffen werden. Pflanzen auslichten ist immer möglich, aber Bakterien aussortieren?;) ) Oder stimmt das, wie behauptet wird, dass Bakterien Nährstoffe in Wasser und CO² umwandeln können?
Welche Vorteile hat sonst so ein durchströmtes Kiesfeld?
Ich glaube bei Bio-Nova-Teichen steht was von noch nicht erforschten Vorgängen :rolleyes: .
Kann mir da jemand eine nachvollziehbare Erklärung geben?

Viele Grüße
Thias
 

Annett

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AW: Schwimmteichplanung von Thias

Hallo Thias,

ich bin zugegebenermaßen nicht gerade ein Spezialist auf diesem Gebiet... aber ich versuche mich mal daran.
(mich interessiert dieses Thema auch, also wer mehr weiß.. immer her damit!)

Wie wollen die eine Gesteinsschüttung unter Wasser (im Teich/Schwimmbereich?) säubern? Da sammelt sich doch jede Menge Dreck zwischen den Kieseln an. Absaugen scheidet dann wohl aus, oder?
Bilder aus der Anfangsphase von Schwimmteichen sagen da absolut gar nichts aus.

Bakterien können ganz sicher Stoffe umbauen oder sie in die eigene Substanz einbauen. Aber ein Abbau, sodass die Stoffe im Nirvana verschwinden, dürfte schwierig werden.
In richtigen Kläranlagen findet eine Steuerung der Umbauprozesse statt. Das dürfte in einem 0815-Kiesfilter schwierig werden. Zumal z.B. aus NO3 nur unter absolutem Sauerstoffabschluß N2 wird (Denitrifikation).
Natürlich bauen die Mikroorganismen einige Stoffe in ihre Leiber ein, aber auch sie sterben irgendwann oder werden "zuviele".
Eine Mineralisation findet ganz sicher statt (Umfang?), aber auch diese "Mineralien" müssen irgendwo bleiben. In Kläranlagen muss der entstehende Schlamm auch irgendwo entnommen + entsorgt werden.

Was ich daher als sehr problematisch ansehe, ist eine fehlende Grobschmutzabscheidung. Der "Schmodder" aus dem Teich setzt Dir ziemlich schnell den Kiesfilter zu und dann ist der Tag des Kieswaschens oder -austauschens ganz schnell da.
Wenn soviele Teichbesitzer auf solche Kiesfilter schwören, dann würde ich nur zwei Fragen stellen: Wie alt ist der Kiesfilter? Hat er vorweg eine Grobschmutzabscheidung?
Das Ganze mag einige Jahre gut funktionieren, aber irgendwann sind doch die Hohlräume dicht.. und dann?

Karsten. hatte vor einigen Wochen mal einige Aufnahmen seines bepflanzten Kiesfilters bei einer Reparatur gezeigt. https://www.hobby-gartenteich.de/xf/threads/2338
Bei ihm hat dank der Schilfwurzeln auch keine Fäulnis stattgefunden. Wenn der Sauerstoff aber bis in die untersten Schichten dringen kann, dann ist eins (zumindest aus meiner Sicht) ziemlich sicher ausgeschlossen: Abbau der Stickstoffverbindungen zu gasförmigen Stickstoff!
Phosphat- und Stickstoffverbindungen sollte übrigens auch durch die Pflanzen eines Pflanzenfilter/Filtergrabens entzogen werden.
Ich sehe eigentlich keine Gründe für einen Kiesfilter, außer bei der biologischen Wasserbehandlung (Besiedlungsfläche für die Bakterien -> die den Umbau der fischgiftigen N-verbindungen in Nitrat leisten). Und das kann in einem mäßig besetzten Fischteich ein Bodensubstrat oder ein Biofilter sicherlich ebenfalls ganz gut leisten. Der Biofilter hat den Vorteil, dass er sich weniger zeitaufwändig reinigen läßt als mehrere Tonnen Kies/Sand. (Für einen 80m² Teich immerhin schon 28 Tonnen also gut und gerne um die 20m³ :? )

Auf ihren Seiten weißt die Firma auf die natürlichen Filter der Natur hin, die aus mehrere Meter dicken Kies- und Sandschichten bestehen und obendrauf oft noch eine gute Humuslage besitzen... wohlwissend, dass sie gerade mal 40-60cm tief bauen will und das Ganze dann nur mit Kies/Sand :kopfkraz
Und die fälschlich im Grundwasser befindliches Stoffe, die bei der Wasseraufbereitung herausgefiltert werden oder trotzdem zu uns kommen wie z.B. Nitrat??

Wenn P im Wasser ist... dann kann es nur schlecht verschwinden, also nur zu CO2 + H2O umgewandelt werden. Das wäre Hexerei und ab dieser Stufe könnten wir wahrscheinlich auch Gold aus Quecksilber herstellen.
Ganz sicher wird es sich weiterhin im System befinden und Pflanzen/Tiere brauchen nun mal auch P zum Leben. Ich werfe da nur die Abkürzung ATP in den Raum (in der Hoffnung, es klingelt jetzt beim einen oder anderen :cool: ).
Aber in einem Schwimmteich sollte auch kaum P nachgeliefert werden, schließlich füttert da ja niemand Fische. Also bildet sich ein Kreislauf, aus verrottender Pflanzensubstanz wieder frei werdendes P wird nach der Bearbeitung durch die Mikroorg. wieder in neue Pflanzensubstanz eingebaut.

Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem ein guter Start mit dafür geeignetem Wasser (keine Extremwerte im Bereich Gh und Kh, denn sie behindern aus meinen Erfahrungen heraus gutes Pflanzenwachstum) und sehr viele Pflanzen. Die kann man bei Bedarf auch ausdünnen und entsorgen - viel einfacher als eine Kiesschüttung.
 

thias

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Annett schrieb:
Hallo Thias,

ich bin zugegebenermaßen nicht gerade ein Spezialist auf diesem Gebiet... aber ich versuche mich mal daran.
(mich interessiert dieses Thema auch, also wer mehr weiß.. immer her damit!)

Hallo Annett,

dein Artikel klingt aber schon sehr nach Spezialist:)
Vielen Dank. Prinzipiell sehe ich das auch so wie du, nur kann ich nicht so genau die Details formulieren :oops:
Diese Firma schreibt einerseits sehr diffus
Eigentlich weiss man aber wenig, was in so einem Filtergefüge überhaupt passiert.
Andererseits klingt manches kompetent:
Ein wichtiger Prozess, welcher im kalkhaltigen Kiesfilter stattfindet resp. ausgelöst wird, ist das Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht (KKG). Das KKG ist im wesentlichen verantwortlich für das Puffervermögen eines Gewässers, seine Fähigkeit, H+ - oder OH- -Jonen ohne Veränderung des pH (Säuregrad des Wassers) aufzunehmen. Man spricht dann von gepufferten oder stabilen Gewässern was den Säuregrad betrifft. Und das ist ein sehr anzustrebender Zusatnd.
Was hältst du von diesem Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht? Ob da was dran ist?

Diese Firma ist aber nicht die einzigste, die Kiesfilter einsetzt. Schau mal in das www.schwimmteich-selbstbau.de Forum von Ralf Glenk. Dort wird der Kiesfilter auch ganz groß geschrieben. Leider habe ich auch dort keine plausible Funktionserklärung gefunden. Das das so funktioniert, wird als Fakt angenommen und nicht mehr diskutiert. (zugegebenermaßen, wenn man den Teich von Ralf Glenk anschaut, der ist nach 4 Jahren jedenfalls auf den Bildern immer noch glasklar).
Die Erfahrungen von Karsten zeigen ja auch, dass Sedimente im Kies gut abgebaut werden und dort nichts verschlammt ist...
Gibt es hier jemanden, der so einen Filter hat und mir die Funktion erklärt?

Viele Grüße aus dem schönen Thüringen
Thias
 

Annett

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Hi Thias,

was mit diesem speziellen Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gemeint ist? Hmm.. Keine Ahnung. Normalerweise ist es eine Dreiecksbeziehung zwischen Kh (Kalk), Kohlensäure (CO2) und dem pH-Wert. Zumindest habe ich das bisher so verstanden. Sie äußern sich ja auch nicht wirklich, welche Werte sie speziell anstreben und wozu. Das die Kh nicht bei 1°dH liegen sollte, ist doch hoffentlich allen hier klar. ;) Aber das erreiche ich auch, indem ich ein paar "spezielle" Steine herausnehmbar im Teich platziere. Dann können die bei Bedarf auch sehr einfach wieder raus.

Bei Ralf Glenk bin ich jetzt auf die Schnelle nicht richtig fündig geworden.
Was da viel steht ist "biologische Filterung" und das heißt für mich Umbau der Nährstoffe aber kein Abbau! Und wenn ich Zeolith in so einen Kiesfilter einbaue, dann weiß ich hoffentlich auch, dass das irgendwann gesättigt ist und regeneriert werden müßte. Das heißt auch hier wieder->Schippen!
Und was sind schon 4 Jahre? Wenn der Kiesfilter riesig ist, schluckt er auch einige Jahre die Sedimente ab. Aber irgendwann ist dann aus meiner Sicht das Ende der Fahnenstange erreicht und dann heißt es wieder schippen und reinigen. :?

Ich weiß jetzt nicht genau, ob Karsten vor dem "alten" Pflanzenfilter den Grobschmutz abfangen konnte. Beim neuen hat er es jedenfalls eingebaut. Sicher nicht ohne Grund. Mal sehen, ob er sich noch zu Wort meldet.
 
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