Teich mit Japangarten

deep_thought

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Hallo zusammen,

Nachdem ich mich vor einigen Tagen angemeldet habe (wobei ich schon länger hier immer wieder reingeschaut habe) will ich nun auch mein Teichbauprojekt vorstellen. Nachdem ich schon jahrelang mit dem Gedanken spielte einen Teich zu erstellen und auch fast so lange schon daran geplant habe, bin ich diesen Sommer nun endlich gestartet. D.h. eigentlich war der Beginn ja schon vor einigen Jahren, als ich mal eine Teichschale etwas erhöht angelegt hatte, von wo aus dann ein Bachlauf in den grösseren Teich führen sollte. Aber nachdem die Pläne inklusive der Position des Teiches diverse Male überarbeitet wurden (wie auch das Gesamtkonzept von einem Naturteich zu einem Japangartenteich), wird dieser Miniteich nun überflüssig und in den nächsten Monaten mal aufgehoben (und die darin lebenden Molche in den grossen Teich gesetzt).

Vielleicht bevor ich zu Einzelheiten komme noch dies: da das Haus nur gemietet ist, war ich leider nicht völlig frei in der Teichplanung. Oder anders gesagt, der Vorstand der Wohngenossenschaft musste alles absegnen. Entsprechend gab verschiedene Einschränkungen wie die maximal mögliche Grösse, und auch was anderes als ein Folienteich kam nicht in Frage. Ansonsten hätte ich wohl einige Dinge etwas anders gemacht.

Zum Konzept: nachdem mich in den letzten Jahren immer wie mehr Japangärten faszinierten, war für mich klar dass ich den Teich in einen solchen (oder meiner Interpretation davon ;-) ) einbetten will. Entsprechend plante ich auch nicht nur den Teich als solches, sondern den ganzen Gartenteil. Und der Aushub wird auch gleich für die Umgebungsgestaltung verwendet. Entsprechend gab es auch einige Fixpunkte die ich unbedingt im Garten haben wollte wie:

- Wasserfall mit kurzem Bachlauf in den Teich
- Brücke über den Teich
- Formgeschnittenes Azaleenbeet am einten Ufer
- Markante Steine am Ufer und einige kleine Steininseln
- Eine grosse Steinlaterne (Kasuga) etwas erhöht
- Eine kleine Steinlaterne (Yukimi) am Ufer auf einem markanten Stein oder Kiesbett
- Einige Ahorn und Kiefern am Ufer
- Einen kleinen Weg um den Teich
- Sitzplatzanschluss (Holzdeck) des Teiches an der einten Seite
- Erhöhtes Ufer (nicht alles eben)

Als Besatz waren ursprünglich nur Shubunkin geplant, nachdem aber im Gespräch mit einem Koiexperten klar wurde das mit einigen Optimierungen auch einige Kois möglich sind liebäugle ich nun auch wieder mit dieser Option.

Nun gut, aus all diesen Punkten und den Restriktionen der Wohngenossenschaft ergab sich schlussendlich das sich nun im Bau befindende Projekt mit einer grösseren Tiefzone von 185-190cm Tiefe, die dann unter der Brücke schräg nach oben führt zur Stelle wo der Bachlauf in den Teich mündet (dieser schräge Aufstieg wurde auch deshalb angelegt um Tieren die in den Teich fallen das Herauskommen zu erleichtern). Am Rand des Teiches gibt es zudem zwei Flachwasserzonen mit einigen wenigen Pflanzen.
Dadurch dass im grössten Teil des Teiches auf die Maximaltiefe ausgegraben wurde trotz der nicht so grössen Fläche ein Wasservolumen von 9000-10'000l erreicht.

Zum Baufortschritt:
Im Juli wurde mit Graben begonnen und verlangsamt durch das schlechte Wetter wie auch einen kurzen Baustopp bis die endgültige Bewilligung vorlag dann Anfangs Oktober die Tiefe erreicht. Und dann Mitte Oktober auch die Folie verlegt. Seitdem bin ich nun mit der Ufer- und Umgebungsgestaltung beschäftigt. Bevor der Winter wohl einen Baustopp veranlasst bin ich die nächsten Tage v.a. nun noch dran alle Pflanzen einzugraben, während Dinge wie der Wasserfall und der Filter dann wohl erst im Frühling folgen.

Nun noch einige Bilder, generell gilt dass der Wasserstand noch 5-10cm steigen wird (aktuell etwas niedriger zur Erleichterung der Ufergestaltung) :

Gesamtansicht heute morgen
IMG_6577.JPG 

Etwas näher (wie alle folgenden Bilder aufgenommen vor 2-3 Tagen)
IMG_6552.JPG 

Blick auf Kiestrand 1, auf dem Hügel im Hintergrund kommt dann die grosse Steinlaterne
IMG_6546.JPG 

Zwei Bilder vom Kiesstrand 2 mit Azaleenbeet auf der rechten Seite (dort wo nun die Böschungsmatte sind kommen noch einige Azaleen dazu, hatte einfach zu wenig und musste noch nachbestellen. Insgesamt sind es dann knapp 20 Azaleen die verpflanzt wurden). Auf dem Erdhügel hinten rechts kommt dann der Wasserfall, dem Haus entlang vermutlich (es gibt noch einen zweiten möglichen Standort) der Filter.
IMG_6549.JPG  IMG_6550.JPG 

Rohbau der Brücke (älteres Bild)
IMG_6317.JPG 

Die erste Steinlaterne kam vorgestern auch per Post (aktuell nun mal provisorisch aufgestellt wie im ersten Bild ersichtlich)
IMG_6574.JPG 

Alle Bauarbeiten verliefen natürlich unter der strengen Kontrolle unseres "Bauinspektors" ;-) (er hat auch fest geholfen zu graben, leider meist an der falschen Stelle)
IMG_6309.JPG 


Noch kurz zur Technik:
Bin mir nicht sicher ob ich den Filter selbst baue, vermutlich greife ich aber zu einem Fertigfilter wie diesem

[DLMURL]http://wir-haben-billiger.de/Teichfilter-Koi-Filter-Teich-UV-C-Klaerer_3[/DLMURL]

oder etwas günstiger einer von diesen (halt ohne Schmutzablauf)

http://wir-haben-billiger.de/Teichfilter-Koi-Filter-Teich_1
http://shop.wiltec.info/product_inf...000l---36W-UVC-Teichklaerer---115W-Pumpe.html

Was haltet Ihr davon?

Zudem überlege ich mir noch einen Compactsieve 2 davor zu setzen, und ev. auf dem Hügel vor dem Wasserfall einen Miniteich als Pflanzenfilter einzugraben (Sofern es nicht das Gesamtbild stört, anderswo habe ich leider keinen Platz für einen Pflanzenfilter und mehr Pflanzen im Teich, mit Ausnahme von Seerosen, möchte ich nicht).

LG,
Markus
 
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samorai

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Hallo Markus!
Erst mal herzlich Willkommen bei den Teichverückten;)! .....schönes "Schlachtfeld".
Ist ja gleich zum Anfang ein Haufen Info und noch ne ganze Menge Arbeit.
Du hast sehr vernüftige Ansichten, das wird bestimmt mal ein schöner Japangarten.
Aber eine kleine Kritik habe ich zu Deiner Brücke. Die Lager (Auflage) ist falsch, Brücken werden nicht fest gebolzt, die wollen sich bewegen können. Belastung endet auch in einer Bewegung der Brücke. Halbrunde Brücken bewegen sich nach außen weg, deswegen sollte man solch einen Schnitt (Foto) den Auflagehözern verpassen.
Brückenbau.jpg  So rutscht eine gebogene Brücke nie aus der "Verankerung" und kann sich trotzdem nach außen schieben.

Gruß Ron!
 

jolantha

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nachdem aber im Gespräch mit einem Koiexperten klar wurde das mit einigen Optimierungen auch einige Kois möglich

Hallo,
Dein Koiexperte hat Dir aber auch gesagt, daß ein Koi für eine artgerechte Haltung 5000l Wasser braucht.
Am Anfang natürlich nicht, aber bedenke bitte, daß die gut und gerne ihre 80 cm kriegen können.
Außerdem sind Koi absolute Wasserschweine, sie buddeln und wühlen gerne, außerdem machen sie liebend gerne
Deine Wasserpflanzen platt. :wand
Für ein geruhsameres Teichleben würde ich mir keine Koi mehr anschaffen :rotwerd5
 

deep_thought

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Hallo zusammen,
Zuerst mal herzlichen Dank für das freundliche Willkommen und die Tipps!
Die letzten Tage war ich nicht untätig und habe noch diverse Pflanzen eingepflanzt, damit sie im Boden sind wenn nun der Winter kommt. Zudem ist nochmals eine Ladung Azaleen eingetroffen, sodass ich das "Azaleenufer" fertigstellen konnte.
Jetzt mache ich dann nur noch einige Kleinigkeiten (ausser es wird ein warmer Winter), dann gibts auf der Baustelle wohl mal etwas Winterpause. Aber je mehr eingepflanzt ist desto mehr nimmt es auch in der geplanten Form Gestalt an - und desto mehr gefällt es. :) Schon extrem was die Pfanzen ausmachen, und sehr motivierend, solange man am buddeln ist sieht man ja nur ein Loch das grösser wird, und nun kann man sich immer mehr vorstellen wie es wird. Werde dann wohl noch einige Fotos machen und reinstellen...

Zu den Feedbacks:

Hallo Markus!
Erst mal herzlich Willkommen bei den Teichverückten;)! .....schönes "Schlachtfeld".
Ist ja gleich zum Anfang ein Haufen Info und noch ne ganze Menge Arbeit.
Du hast sehr vernüftige Ansichten, das wird bestimmt mal ein schöner Japangarten.
Aber eine kleine Kritik habe ich zu Deiner Brücke. Die Lager (Auflage) ist falsch, Brücken werden nicht fest gebolzt, die wollen sich bewegen können. Belastung endet auch in einer Bewegung der Brücke. Halbrunde Brücken bewegen sich nach außen weg, deswegen sollte man solch einen Schnitt (Foto) den Auflagehözern verpassen.
Anhang anzeigen 140361 So rutscht eine gebogene Brücke nie aus der "Verankerung" und kann sich trotzdem nach außen schieben.

Gruß Ron!

Vielen Dank für die Kritik, dem war mir gar nicht bewusst, auch wenn es sehr logisch ist. Bin mir gerade am überlegen wie ich das einbringen will, zumal die Füsse schon einbetoniert sind (das Foto war schon älter). Andererseits wird sich die Brücke ja nach vorne und hinten, aber kaum seitlich bewegen, und so kann ich die Füsse ja als Schutz gegen das seitliche verrutschen lassen, einfach ohne sie mit der Brücke fest zu verbinden, oder? Und zusätzlich dann wie von Dir vorgeschlagen eine Schwelle als Verankerung einbauen. Meine Idee ist da diese Schwelle aus Holz zu machen und am Fuss dann fest zu montieren und die Brücke dann einfach darauf zu legen (weisst Du wie ich meine?), das sollte ja so gehen, oder?

Hallo,
Dein Koiexperte hat Dir aber auch gesagt, daß ein Koi für eine artgerechte Haltung 5000l Wasser braucht.
Am Anfang natürlich nicht, aber bedenke bitte, daß die gut und gerne ihre 80 cm kriegen können.
Außerdem sind Koi absolute Wasserschweine, sie buddeln und wühlen gerne, außerdem machen sie liebend gerne
Deine Wasserpflanzen platt. :wand
Für ein geruhsameres Teichleben würde ich mir keine Koi mehr anschaffen :rotwerd5

Ja, das mit der Wassermenge ist mir durchaus bewusst, 5000l für den ersten, weitere 1000l für jeden weiteren Koi, und das auch nur bei guter Filterung. Deshalb habe ich auch entsprechend tief gebuddelt, um auch mit der beschränkten Fläche an die 10'000l zu erreichen (mal abgesehen dass die Tiefe ja zum Ueberwintern notwendig ist). So sollten nun aber eine kleine Gruppe von 5 Kois (weniger sollten es ja nicht sein) drin liegen, oder? Wobei der Entscheid für Kois noch nicht ganz endgültig ist, beim Bau war mir einfach wichtig mir die Option dafür offen zu halten.
Was das mit den Wasserpflanzen betrifft, so ist mir das bewusst, aber ich halte da die Anzahl Pflanzen eh minimal da es besser zum Konzept des Garten passt. Einzig die geplante Seerose in der Mitte könnte da ein Problem werden, habe da schon unterschiedliches gehört (gewisse haben null Probleme, während sie bei anderen abgefressen wird). Hängt das mit der Sorte der Seerose zusammen, weiss da jemand genaueres? Speziell interessieren würden mich geeignete Sorten auch für grössere Tiefen...

LG,
Markus
 

der_odo

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Moin Markus,

ist ein sehr schönes Projekt. Bin gespannt wie es weiter geht.
Viele Leute bieten ja Koi privat an. Zwar nicht gleich im Frühjahr, aber im Sommer und gerade im Herbst werden doch viele Tiere angeboten.
Vielleicht kann man auch eine Gruppe aus einer kleinen Pfütze retten...
Und wenn die schon ein paar Jahre in einem kleinen Teich waren und nicht grlößer als 40-50cm sind, werden das auch keine Jumbos mehr.
Bei Pflanzen muss man halt probieren....
Meinen "robusten" Tannenwedel haben die mit Vorliebe zerpflückt, obwohl diese Pflanze normalerweise in Ruhe gelassen wird. Das feinfiedrige Papageienkraut (oder wie das jetzt heißt....) lassen sie hingegen in Ruhe, dabei wäre das Kraut leicht zerpflückbar. Ist halt überall anders.
 

jolantha

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Hallo Markus,
Bilder würde ich ganz toll finden, denn ich hätte ebenfalls gerne einen Japangarten.
Dummerweise bin ich ein absolut planlos pflanzender Mensch. Bei mir kommt
immer alles irgendwo dahin, wo noch ein Plätzchen frei ist.
Aber ich sammle gerne Ideen und Anregungen, und vielleicht ist ja bei Dir was dabei, was ich dann
nachmachen kann ;)
 

Knoblauchkröte

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Hi Markus,

die Rhododendren würde ich net so dicht setzen. Selbst kleinen Arten/Sorten können mitunter locker 50-60cm hoch und >1m breit werden - auf die Höhen-Angaben auf den Schildchen sollte man sich gerade bei Gehölzen net unbedingt verlassen

MfG Frank
 

rollikoi

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Hallo,

die Höhenangaben zu den Pflanzen beziehen sich meist auf einen Zeitraum von 10 Jahren. Aber die Pflanzen wachsen auch danach noch weiter.
Wurde auch mal so erwischt mit einer japanischen Schirmtanne die ich nun aus Platzgründen umpflanzen muss.

LG Bernd

Schirmtanne.jpg 
 

lotharwei

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hallo Markus,

die Brückenfüße würde ich nur auf einer Seite verbolzen,die andere auf einer Auflage stellen,auf der sie sich bewegen können.

Steinlaternen kann man auch selbst aus Beton giesen,hab eine ca. 180cm hohe gemacht,der Fuß,innen hohl und dient als Lufteinlaß für das Haus (eine Be-und-Entlüftungsanlage).

Mfg
Lothar
 

samorai

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Hallo Markus!
Meine Koi überwintern im Teich und ich decke auch nicht ab.
Den Kauf der Fische versuche ich immer bis Mitte Juni abzuschließen, da ich bei einen Kauf Ende August / Anfang September schon mal Pech mit der Überwinterung hatte. Der Fisch kam aus einer IH und konnte sich nicht so schnell umstellen. Die Temperaturen waren bei dem Einsetzen okay. Leider steht es nicht drann, woher er kommt und der Verkäufer kann Dir ebenfalls keine genaue Auskunft geben.
Der arme Fisch(Selektion überlebt, seinen ersten Winter leider nicht) und wieder Leergeld bezahlt.

Gruß Ron!
 
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