Übung mit der Nahlinse

jochen

Mitglied
Dabei seit
31. Aug. 2005
Beiträge
2.270
Ort
963**
Teichtiefe (cm)
160
Teichvol. (l)
8000
Hallo,

habe gestern mit der Nahlinse geübt, und dabei einige Bilder geschossen, aber wenig brauchbares bekommen, eines davon stell ich mal hier ein...

Titel : es schmeckt prima...;)

IMG_0629.JPG 

war eher ein Zufallstreffer, kann mir jemand Tips und Tricks vom Umgang mit Nahlinsen schreiben?
 
Zuletzt bearbeitet:

Joachim

Admin-Team
Dabei seit
19. März 2005
Beiträge
9.394
Ort
Wiedemar, Deutschland
Rufname
Joachim
Teichfläche ()
16
Teichtiefe (cm)
120
Teichvol. (l)
6000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hallo Jochen,

was genau ist denn an den schlechten Bildern nix geworden? Ich denk mal hilfreich wäre, wenn du mal ein paar schlechte hier postest - ist ja die Fotoecke, da darf man das ;) :D
 

jochen

Mitglied
Dabei seit
31. Aug. 2005
Beiträge
2.270
Ort
963**
Teichtiefe (cm)
160
Teichvol. (l)
8000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hallo,

na gut aber nur wenn ihr nicht lacht...:D :D :D

hier passt gar nix...:oops: war das erste,


IMG_0627.JPG 


hier wollte ich eine Libelle fotografieren... fokusierte alles nur nicht die Libelle

PS: muss mir ein anderes Programm zu legen, meine Bilder werden immer beim verkleinern (um ins Forum zu kommen) irgendwie an den scharfen Linlien zerhackt...

IMG_0628.JPG IMG_0633.JPG 


naja das war schon ein wenig besser... aber an den Seiten der Rose unscharf...:oops:


IMG_0632.JPG 


mit den anderen Bildern möchte ich euch wirklich verschonen, es reicht schon wenn MONTAG ist...:evil:
 

StefanS

Mitglied
Dabei seit
14. Aug. 2004
Beiträge
777
Ort
31470
Teichtiefe (cm)
1,10
Teichvol. (l)
ca. 60.000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hallo Jochen,

die Fotos sind eigentlich nicht übel - es sind nur eben die falschen Motive für eine Nahlinse: Diese hat einen sehr engen Schärfebereich, z.B. im ersten Foto weit im Hintergrund oder bei der Rose sehr schön sichtbar. Einen grösseren Schärfebereich erzielt man nur, wenn man sehr stark abblendet - so weit, dass man es dann schon wieder mit Beugungsunschärfe zu tun bekommt. Da hilft alles nichts: Für Nahaufnahmen muss man sehr viel üben und eine Menge Ausschuss produzieren (wenn eines von 10 bis 20 Aufnahmen etwas taugt, ist das schon gut). Oder mit einem Tele fotografieren und dann nochmals eine Ausschnittvergrösserung wählen (anbei ein paar Beispiele).

Im Grunde schreit eine Makroaufnahme nach einem Stativ - ist bei Tieren halt kaum machbar.

Weiterhin viel Erfolg wünscht
Stefan
 

Anhänge

  • compSchau mir in die Augen 3.jpg
    compSchau mir in die Augen 3.jpg
    108,9 KB · Aufrufe: 28
  • compSchau mir in die Augen 1.jpg
    compSchau mir in die Augen 1.jpg
    109,9 KB · Aufrufe: 24
  • compFroggi 1.jpg
    compFroggi 1.jpg
    109,1 KB · Aufrufe: 23

StefanS

Mitglied
Dabei seit
14. Aug. 2004
Beiträge
777
Ort
31470
Teichtiefe (cm)
1,10
Teichvol. (l)
ca. 60.000
AW: Übung mit der Nahlinse

Und hier nochmal drei Fotos, aufgenommen mit Tele und Ausschnittvergrösserung. Sorry, habe die Editfunktion nicht (mehr) gefunden.

Beste Grüsse
Stefan
 

Anhänge

  • compLavendel 1.jpg
    compLavendel 1.jpg
    106,5 KB · Aufrufe: 22
  • compLavendel 2.jpg
    compLavendel 2.jpg
    106 KB · Aufrufe: 13
  • compLavendel 3.jpg
    compLavendel 3.jpg
    101,9 KB · Aufrufe: 13

gabi

Mitglied
Dabei seit
13. Okt. 2004
Beiträge
403
Ort
Deutschland 51143
Teichvol. (l)
3000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hi Jochen,

feine Anschaffung. :oki Das mit der Qualität der Bilder wird schon noch. 10 Bildern für eine gute Aufnahme stimmt schon. Manchmal ist es die erste, manchmal die letzte und manchmal auch garkeine, dann muss ich das Motiv nochmal knipsen.


@Stefan,

kurz vor meinem Frankreich-Urlaub noch ein Schnellkurs in Digitalfotografie. :super1

StefanS schrieb:
es sind nur eben die falschen Motive für eine Nahlinse:
d.h. die Motive liegen näher oder ferner als das Makro fokusieren kann?

StefanS schrieb:
Diese hat einen sehr engen Schärfebereich
d.h. es wird auf dem Bild nur ein kleiner Bereich, der genau den richtigen Abstand hat, scharf dargestellt? (wenig/keine Tiefenschärfe)

StefanS schrieb:
Einen grösseren Schärfebereich erzielt man nur, wenn man sehr stark abblendet - so weit, dass man es dann schon wieder mit Beugungsunschärfe zu tun bekommt.
d.h. ???

StefanS schrieb:
Im Grunde schreit eine Makroaufnahme nach einem Stativ
Ja? Da kann ich jetzt (noch) nicht mithalten. Meine coolpix hat nur eine Nahaufnahmefunktion bei der ich bis etwa 3 cm ans Motiv drangehen kann. Ein Stativ ist da eigentlich nicht nötig, obwohl ich zuletzt „Studio-Bilder“ mit dieser Funktion und Stativ gemacht hab. Grund: ich durfte keinen Blitz verwenden.
 

karsten.

Mod-Team
Dabei seit
16. Aug. 2004
Beiträge
4.301
Ort
Deutschland+Weimar/99427
Teichfläche ()
25
Teichtiefe (cm)
150
Teichvol. (l)
15432
Zuletzt bearbeitet:

jochen

Mitglied
Dabei seit
31. Aug. 2005
Beiträge
2.270
Ort
963**
Teichtiefe (cm)
160
Teichvol. (l)
8000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hallo,

@ Stefan...

wie immer klasse Bilder von dir :like::

Danke an alle für die Tipps, so langsam wird es...

Mittagsblume am Nachmittag...:)


IMG_0637.JPG 

@ karsten...


besten Dank für den Link...


und an Gabi....viel Spass in France, und Bilder einstellen in der neuen Urlaubsecke im Forum...
 
Zuletzt bearbeitet:

StefanS

Mitglied
Dabei seit
14. Aug. 2004
Beiträge
777
Ort
31470
Teichtiefe (cm)
1,10
Teichvol. (l)
ca. 60.000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hallo zusammen,
hallo Gabi,

kurz nach dem Fussballspiel (hmmm, die Italiener haben wohl verdient gewonnen...) ein paar Antworten zu den obigen Fragen (obwohl Karstens Links schon alles auflisten):

Bei echten Makroaufnahmen hat man einen Bereich von maximal ein paar Millimetern, in dem das Foto scharf ist (ganz gut zu sehen bei dem Froschfoto ganz rechts: Scharf ist eigentlich nur die Ebene der Augen). Alles andere wird mehr oder weniger unscharf (auch gut zu erkennen bei der "Simulation" der Makroaufnahme mit Ausschnittvergrösserung). Es kommt nun darauf an (und genau das sorgt für den grossen Ausschuss), diese Schärfeebene durch den wichtigsten Teil des Fotos zu legen: Beim Frosch eben durch die Augen. Wenn das gelingt, ist das Foto gut, ganz knapp daneben ist eben auch für die Tonne. Da spielt etwas die Erfahrung eine Rolle, viele Aufnahmen, von denen man nur die beste nimmt (ist bei digital ja nun problemlos) - und eben auch ganz einfach Glück !

Natürlich muss man die Entfernung Kamera/Objekt so halten, dass das Objektiv auch auf das Motiv fokussieren kann. Das zeigt die Kamera aber zumeist sehr deutlich an. Erheblich schwieriger ist es schon, die Schärfeebene innerhalb des regelmässig winzig kleinen Motivs richtig zu legen: Oft sind die Sucher moderner Kameras derartig mies (so auch meine 300D), dass man das Bild einfach nicht mehr vor dem Auslösen beurteilen kann.

Man kann nun versuchen, den Bereich, in dem die Kamera scharfstellt, von wenigen Millimetern auf einige Zentimeter zu vergrössern. Dazu benötigt man zunächst einmal eine Kamera, die ein manuelles Eingreifen gestattet. Das können alle Spiegelreflex (übrigens hat das mit digital oder analog nichts zu tun), alle Prosumer und viele hochwertige Kompakte. Dann muss man die Blendenzahl erhöhen, sagen wir auf Blende 11 bis 16. Blende 16 und höher beugen das Licht aber schon so stark, dass speziell bei Makroobjektiven durch diese Beugung eine Unschärfe hervorgerufen wird, die objektivbedingt und damit unvermeidlich (bei der gewählten Blendenstufe) ist.

Und natürlich ist ein Stativ sehr nett, aber bei bewegten Objegten praktisch nicht zu gebrauchen. Deshalb empfehle ich, mit höchster Auflösung in Telestellung zu arbeiten und aus der gelungenen Aufnahme noch eine Ausschnittvergrösserung vorzunehmen. Das ist nicht nur einfacher, sondern bei Lebewesen auch sehr viel einfacher, weil man bei "echten" Makroobjektiven bis ca. 100 mm Brennweite (KB) so dicht an das Motiv heran muss, dass es fast die Frontlinse berührt. Und dann ergreift es auch bei der besten Spiegelreflex eben die Flucht und wartet nicht, bis man scharf gestellt hat. Bei digitalen Spiegelreflexkameras sollte man deshalb vielleicht in den sauren Apfel beissen und eines dieser sauteuren Makroobjektive mit 180 mm Brennweite kaufen. Aber vorher genau überlegen (am besten ausprobieren), was man braucht: Ein echtes Makro oder ein Tele mit einer (KB) Brennweite ab 500 mm, evt. mit Bildstabilisator.

Viel Vergnügen in Frankreich (kommt Ihr hier in der Ecke vorbei ??) !

@ karsten.

Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie furchtbar es derzeit ist. Ich hatte Freitag früh noch Vorbesprechung einer Veranstaltung mit Gustav Humbert, die für gestern geplant war. Dazu ist es gar nicht mehr gekommen. Nicht nur ich wurde bei Humberts Abschiedsrede fast von meinen Gefühlen überrollt. Was man so liest, ist aber nur der Anfang. Wenn ich meinen Quellen glauben kann, droht fast so etwas wie ein Bürgerkrieg. Und dann stehen wir sehr oft und sehr prominent in der Zeitung...

Beste Grüsse
Stefan

P.S.: @ Jochen: Ich meine, Du brauchst kein Makro (Nahlinse ist als gelegentlicher Ersatz sehr schön), sondern ein echtes Tele mit Bildstabi.
 
Zuletzt bearbeitet:

gabi

Mitglied
Dabei seit
13. Okt. 2004
Beiträge
403
Ort
Deutschland 51143
Teichvol. (l)
3000
AW: Übung mit der Nahlinse

Hi,

Danke für die vielen Informationen. Wir planen nun die Anschaffung einer digitalen Spiegelreflex. Die braucht mein Mann für Makroaufnahmen die er beruflich bedingt machen muss. Nebenefekt: ich kann sie in der Freizeit auch benutzen.

Was ich hier so lese, dann würde für uns aber auch schon eine Nahlinse reichen.

Welche Auflösung (Pixelzahl) sollte die Kamera denn haben um bei Ausschnittsvergrößerungen noch vernünftige Bilder zu kriegen?

@Stefan,
wir kommen nicht in deiner Nähe vorbei. Wir liefern unsere Tocher im Limousin irgenwo südlich von Tulle auf einem Reiterhof ab und fahren weiter an die Atlantikküste ans Bassin d'Arcachon. Vielleicht sehen wir uns dann eine Etappe der Tour de France an.
 
Oben