Ein neuer Naturteich in Luxemburg

Dierbecher

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Hallo an alle

Ich bin der Claude aus dem grossen Herzogtum links der Mosel. Bin zwar noch keine 60, darf aber trotzdem schon meine Rente geniessen da ich relativ früh angefangen habe.

Ich darf ein im ländlichen Norden des Landes und am Waldrand gelegenes Wochenendhaus mein Eigen nennen. Dort verbringe ich jetzt natürlich nicht mehr nur die Wochenenden sondern so viel Zeit zwischen Frühjahr und Herbst wie nur möglich.

Nachdem ich 5 Jahre lang das Haus in Schuss gebracht habe konnte ich mich seit letztem Jahr mehr der Umgebung widmen. Angefangen habe ich mit dem Bau eines Holzbackofens


Weier24_.jpg

Hier, durch den Pfeil schon zu ahnen was nun kommt. Teich mit Bachlauf natürlich, deswegen bin ich ja hier.:)

Wochenlang habe ich hauptsächlich dieses Forum durchstöbert und mich so schlau wie möglich gemacht. Da ich seit 5 Wochen schon tüchtig grabe, ist es auch an der Zeit mich hier zu outen.

Das obige Bild dient auch erstmal zur Orientierung. Der Bachlauf (mehr dazu später, erstmal mehr zum Teich) soll in den Rhododendren seine Quelle nehmen und am Wochenendhaus vorbei zum Teich führen. Der Beginn des Weges am Haus entlang ist zu erahnen gleich rechts neben dem Pfeil. Ja, der Teich wird parallel zu dem Eichenwald liegen. Dieser ist durch eine Buchenhecke von meinem Grundstück getrennt. Den Wald konnte ich zu einem späteren Zeitpunkt zukaufen so dass die Hecke theoretisch weg könnte, als Sicht-und Windschutz bleibt sie jedoch stehen. Ein Laubschutznetz ist also defintiv Pflicht.

Kommen wir zu auserwählten Platz für den Teich.
Weier 9.jpg

Fläche 8x5 m , Gefälle 1 Meter, Wildnis à gogo. Die Buchenhecke zieht sich rechts entlang. Der Eichenwald rechts neben der Hecke. Sonne im Hochsommer 5-6 Stunden, sonst wahrscheinlich eher zu wenig, durch das Haus und durch den Wald auf der Südseite. Liegt genau aud Süd-Nord Achse.

Weier26_.jpg

Nachdem ich den Cotoneaster von einer anderen überwuchernden Hecke befreit hatte, bot er sich sogleich an um eine Halbinsel zu besetzen, deswegen der Schlencker um die Hecke herum. Ich füge hier kurz ein dass ich an diesem Ort natürlich einen Naturteich plane ohne Fische, so gut wie möglich in die Umgebung eingepasst.

Weier23_.jpg

Ich plante gleich einen Ufergraben um die Halbinsel herum. Dazu eine Skizze des Teiches.

Knapp zu erkennen den mit Bleistift eingezeichneten Verlauf des Uferwalls, so wie ich ihn von Beginn an erdacht hatte. Zu dem rot eingezeichneten später mehr.

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Einen Ufergraben vor dem später zu bauenden Steilhang klingt irgendwie nicht so gut. Auch um nicht vom Start weg in den Hang graben zu müssen habe ich eine Staumauer von 25 cm Höhe erichtet Die Steine hatte ich noch übrig.Hinter der Staumauer werde ich später mit dem Umfeld ausgleichen resp. einen Steingarten errichten.

Weier22_.jpg
Danach, das sind jetzt 5 Wochen her, fing ich an zu graben. Nicht lange, dann geriet ich an dieses

Hindernis. Da hat es sich der Vorbesitzer wohl mit der Müllentsorgung einfach gemacht.

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Weiter ging es
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Ausser den Überresten einer alten Treibstoffleitung habe ich glücklicherweise keine weiteren archäologischen Funde gemacht.Den Erdaushub habe ich auf kürzestem Weg durch eine Schneise in der Hecke in den Wald umgelagert.

Zwei Meter vom Damm entfernt steht ein junger Wallnussbaum, 150 cm gross, geht aber prächtig an dem Ort und bleibt dort stehen. Um den Teich, hoffentlich, vor späteren Wurzeln zu schützen, habe ich eine Rhizomsperre von 70 cm vor der Mauer angelegt.
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In den Graben habe ich auch ein Leerrohr für eine Sturmleitung gelegt. Dabei, auf 70 cm Tiefe , habe ich einen Eindruck gewinnen können von dem was mich später erwarten wird. Ich stiess auf fast 100%igen Stein.
Die Erdschichten laufen. logischerweise, parallel zur Oberfläche. Wo ich unten bei -70 auf Stein traf, ist es weiter oben am Teich schon bei -20 !

Die rote Markierung ist auf dem späteren Wasserniveau.
Weier11_.jpg

Genau an der Stelle allerdings wollte ich meine Tiefenzone platzieren. D.h. weitere 50 cm + in das Gestein hinein ! Ah ja, alles per Hand und allein. Bagger ist wegen der Lage nicht möglich.
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Zunächst habe mich noch « amüsiert » die Pflanze zu umgehen um ihr eine letzte Blüteperiode zu gönnen. Nächste Woche ist sie aber auch dran. Allein dadrunter liegen 1,5 m³.

Ganz hinten, an der höchsten Stelle, haben zwei alte Baumstämme die natürliche Grenze gebildet
Weier14_.jpg

Ich versuche, obwohl teilweise morsch, davon zu retten was zu retten ist.
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Der nackte Stamm würde doch gut machen an dieser Stelle. Ideales Sprungbrett für Frösche.

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Dies ist der aktuelle Stand meiner Grabung. An der Hecke vorbei werde ich auch die Leitung legen für die Bachlaufpumpe um an die Quelle zu gelangen. Das rote Quadrat markiert den Eingang des Baches. Das sind 80 cm bis zur Wasseroberfläche. Dahinter sind noch einmal 40 cm Gefälle für den eigentlichen Bachlauf.

Und nun ? Mein ungefährer Zonenplan ist natürlich komplett über den Haufen geworfen worden durch diese auf -20 befindlichen Steinschicht. Ich habe vergessen zu schreiben dass ich unter der ersten Boden/Wurzelschicht zunächst Lehm habe (den ich getrennt aufbewahrt habe), dann Lehm mit sehr viel Steinen und danach dann Steine mit nur noch wenig Lehm. Ich kann darin keine 1-2 m² Tiefenzone buddeln. Ich muss also soweit den Hang runter wie möglich.

Dort treffe ich allerdings auf engere Platzverhältnisse durch die Halbinsel und den geplanten Uferwall. Im Moment habe ich das so umgeändert dass ich, wie auf dem allerersten Plan rot eingezeichnet, den Graben links der Halbinsel weglasse und durch Sumpfzone ersetze und den Uferwall nur noch teilweise über den Teich führe. Auf dem obigen Bild ist der gepkante Verlauf mit dem Seil markiert. Kann sein dass ich dann allerdings relativ zügig von Sumpfzone auf Tiefenzone runter muss. Mal sehen.
Übrigens plane ich auch Trittplatten auf den Wall zu legen um Unterhaltsarbeiten zu erleichtern.

Die ganze Bucht links würde dann zum Ufergraben. Ich habe angefangen etwas sauberen Lehm dort aufzuschütten um den Ufergraben zu formen.

Sonst habe ich natürlich als besondere Herausforderung die Seitenwände, bis zu 80 über Wasserniveau, vernünftig aufzubauen. Immerhin wird weit über die Hälfte des Ufers mit einer Seitenwand augestattet sein. Geplant ist eine Stufe unter Wasser auf -10, -20 zu bauen und auf dem Vlies die Steine aufzuschichten. Die Steine werden alle auf die Vlies/Folie/Vlies Kombi gelegt. Das wird ebenfalls noch eine Mordsarbeit.

Dazu habe ich schon einiges an Material zusammengesucht, alles lokal gefunden. Ich habe noch mehr.
Kleinere Steine finde ich schneller, dafür habe ich noch Zeit.
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Wir befinden uns hier übrigens im südlichen Teil der Ardennen, Schiefer ist hier Stein der Wahl
Weier25_.jpg Weier2_.jpg

Bäche habe ich einige in direkter Umgebung. Jetzt schon läuft regelmässig ein Salamander über meine Terrasse oder ein Frosch verirrt sich hierhin, ich dürfte also keine Probleme habe, die Tierwelt von meinem Teich zu überzeugen.

So, dass war erstmal ein langer Roman zu Beginn. Wahrscheinlich Kauderwelsch dabei (luxemburgisches ) oder inkomplett. Ich weiss wie schwer es für euch ist da einzusteigen.

Fragen habe ich einige, nicht soviele, wochenlanges einlesen hat doch das meiste geklärt.

Wohin mir der Pumpe, Pflanzen vor dem Winter, naja , ich habe noch einige Grabewochen vor mir ehe ich diese Fragen beantwortet haben muss.

Ah ja doch, eine habe ich gleich. Soll ich den Ufergraben(ist jetzt durchgehend auf -25 ) vor dem Legen der Folie mit unterschiedlichem Höhen formen oder erst nachher Substrat auf die Folie schütten ? Ich glaube bei der Fläche kann ich auch noch stellenweise auf -30, oder ?

Technik zusätzlich zur Bachlaufpumpe kommt im Moment nur ein zeitweise einsetzbarer Schwimmskimmer in Betracht. Der Bachlauf wird stufenweise ausgeführt, alles im Spätherbst abgeschaltet.

Im Moment wäre ich froh über jedes Input eurerseits, jede Idee oder Alternative.

Ich danke euch schon mal für eure Geduld dies zu lesen

Claude Weier6_.jpg Weier7_.jpg Weier8_.jpg Weier16_.jpg
 

Annett

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Hallo Claude.

Herzlich Willkommen bei den Teichbekloppten.
Hier bist du gut aufgehoben. :lol

Dein Holzbackofen sieht echt toll aus!

Ich versuche mal einen Teil der Fragen, die sich für mich nicht sofort erschließen zu stellen.
Das rote Quadrat markiert den Eingang des Baches. Das sind 80 cm bis zur Wasseroberfläche. Dahinter sind noch einmal 40 cm Gefälle für den eigentlichen Bachlauf.
Hier kann ich der Beschreibung nicht ganz folgen. Soll der Bach aus 80cm Höhe in den Teich stürzen? Das wäre ganz schön viel und treibt dir das für die Unterwasserpflanzen wichtig CO2 aus.

Insgesamt würde ich zum einen die beschwerliche Arbeit auf mich nehmen und trotz Schotter die ursprünglich geplante Tiefzone graben. Ganz in Ruhe mit einer Spitzhacke. Außerdem würde ich versuchen das Gefälle zu vermitteln. D.h. oben ca.50 cm in den Boden und unten ca.50 cm aus dem Boden raus.
Wie sieht es bei euch mit Frost aus?
Die meisten einheimischen Einwanderer werden den Teich nur von Frühjahr bis Herbst nutzen. Daher ist es fraglich, wie tief du unbedingt graben musst. Aufgrund der wenigen Sonne dürfte sich der Teich nur über den evtl zu sonnig liegenden Bachlauf und die möglicherweise hohen?? Außentemperaturen aufheizen.

Auch wir haben/hatten zu Hause einen Walnussbaum. Die wachsen unglaublich schnell und machen mindestens 3x im Jahr Dreck, der in den Teich fallen wird, wenn du kein engmaschiges Netz gespannt hast. Dieses Material enthält Gerbsäuren, die dein Wasser beeinflussen. Das wird dann ziemlich speziell=sauer. Und für die Bedingungen schattig plus saueren Boden/Wasser dürfte es echt wenige Pflanzen geben.
Außerdem geben Walnussbäume angeblich wuchshemmende Stoffe an den Boden unter ihnen ab, weshalb der Bereich darunter oft ziemlich kahl erscheint.
2m Abstand zum Teich halte ich daher für viel zu gering. Er wird mit seiner Krone vermutlich in einigen Jahren den ganzen Teich beschatten und die Pflanzen im Teich am Wachsen hindern.
Mir ist bewusst, dass ein Umsetzen des Baumes in der genannten Größe schwierig, aber nicht unmöglich ist. Wenn das Umsetzen nicht gelingt, könntest du in mindestens 10m Entfernung im Herbst ein paar frische Walnüsse im Boden vergraben und auf neue Bäume hoffen. Meist erreichen sie die aktuell 1,5m Höhe in wenigen Jahren.

Ich habe unseren Ufergraben mit unterschiedlicher Tiefe angelegt. Je tiefer, desto mehr Wasser kann er selbst speichern und puffern, bevor er entweder überläuft oder komplett austrocknet.

Ich hoffe, ein paar deiner Fragen konnte ich beantworten. Ansonsten einfach gezielt weiter fragen bis alles klar ist.
Hier sind viele User die schon mehr als einen Teich gebaut haben und ihr Wissen gern teilen.

Beste Grüße
Annett
 

Dierbecher

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Danke für diese erste Reaktion Annett

Gute Infos zum Nussbaum! Vom Laubnetz hatte ich geschrieben dass es defintiv Pflicht ist wegen dem angrenzenden Wald und der Hecke. Ein engmaschiges Netz war vorgesehen, da auch die Eicheln der Bäume bis hierher fallen. Das Netz wird gleich mit der Folie bestellt , noch vor dem Herbst.
Der Baum liegt genau nördlich des Teiches, Schatten ist also Thema.
Frost entspricht der Mitte Deutschlands nehme ich an. Ja, du hast natürlich Recht, wie tief muss ich überhaupt? Der Bachlauf wird nicht unbedingt zur Erwärmung beitragen. Die Morgensonne bekommt nur der obere Teil mit, von Mittag an werden die Hecken den Bach schützen.
Ich muss mal testen wie schwer das Gelände bei -30, 40 cm wirklich ist. 1 bis 1,5 m2 Tiefenzone von -70 oder ähnlich müssten dann aber reichen, oder ?

Soll der Bach aus 80cm Höhe in den Teich stürzen
Nein, nein, natürlich nicht. Ruhe, und die habe ich an diesem Standort, ist mir nämlich sehr wichtig.
Ich hatte den Bachlauf nicht weiter beschreiben wollen um den Eingangspost nicht noch mehr aufzublähen. Hier dann etwas mehr dazu.

Weier20_.jpg
Ziemlech links in diesem Bild kommt der Bach aus dem Hügel. Im Moment zeigt die Richtlatte das Wasserniveau an. Wenn erstmal der übriggebliebene Hügel weg ist kann ich mir ein besseres Bild von dem Ganzen machen. Ich werde die Einmündung so weit in die Länge ziehen wie nötig um jegliches lautes Plätchern zu vermeiden. Unter Wasser oder drüber, ich mag improvisieren und muss ja auch mal zuerst sehen wie gut ich in den Hügel reinkomme. Es kann immer noch sein dass dieser Bereich etwas aufgeschüttet ist da es nur zwei Meter neben dem Haus liegt.

Wie das Bild eines naheliegenden Baches im vorigen Post oder der Bachlauf hier, auch Luftlinie 500 m entfernt, zeigt, habe ich durchaus an diesem Standort die realistisch aussehende Möglichkeit den Bachlauf quasi einzugraben.

Bach2.jpg
Der Start des Baches liegt gleich neben meiner Terrasse, links zwischen den lila und gelb-blühenden Pflanzen.
départ Bach.jpg
Ich werde hier gleich eine relativ grosse und längere Stufe einbauen, vielleicht mit Kiesstrand unter dem Rhododendron, dies für meinen Hund der dann dort feucht und im Schatten die Sommertage überstehen kann. Danach werde ich mich eingraben. Hier ein Bild mit dem ganzen geplanten Lauf des Baches
Bachlauf2.jpg
links die erste Stufe , dann schlängelt sich der Bach am Weg vorbei (75 cm Platz habe ich hier) danach gehts wieder ins Gebüsch. Der Buchsbaum, kaum zu erkennen , kommt noch weg und dann bin ich schon einen guten Meter vom Teichrand entfernt. Die Stufen werden dann wohl in einer gewissen Tiefe sein. Wie ich diese Niveaus erreichen werde ohne zuviel Geplätcher, naja , sehen wir mal.
so zum Beispiel
Bach3.jpg
Das dort herabfallende Lauf werde ich versuchen mit einer Art Schleuse aufzuhalten ehe es in den Bach läuft.
Ich habe kurz vor Eintritt in den Teich auch vorgesehen eine Brücke zu bauen. Da habe ich dann am einfachsten Zugang zu der Rückseite der Quelle resp. ich kann von obenherab auf den Teich sehen. Eine Brücke gibt auch mehr her wenn sie höher über dem Wasserniveau steht. Den hier habe ich letztes Jahr schon aus einem Hügel gezogen. Das Teil ist 8 cm dick
Brücke.jpg Ich wollte zunächst einen Tisch draus machen, zu schwer, dann an eine Sitzbank gedacht, vielleicht zu kalt, dann eben vielleicht eine Brücke.(zuerst drauf essen wollen, dann mit dem Hintern draufsitzen, nun mit den Füssen treten, dass nenne ich mal ein Downgrade)

Was die höchsten Stellen meine Hanges betrifft, habe ich zwei Ideeen. Die einfachste ist stellenweise einen richtigen Steilhang zu bauen. Ich weiss, tierfreundlich ist das nicht, aber einen halben Meter oder so, zur Abwechslung müsste möglich sein. Vielleicht unter der nackten Wurzel. Ich stelle mir hier schon sehr gut einen Frosch als Klippenspringer vor :). Limit ist hier das Gewicht der Steine. Es kommt nur hierhin was ich auch selber tragen, rollen oder abseilen kann (mit schon eingelegter Folie wird das auch spannend werde).
Die andere Altwernative ist ein zweigeteilter Hang, mit einer Zwischenebene die ich bepflanzen kann. Das kostet natürlich Fläche.
Croquis.jpg(die obligatorischen Vliesschichten habe ich jetzt nicht eingezeichnet)
Normale Steingartenpflanzen oder Zwergnadelbäume würden mir dort schon gefallen. Die zweite Ebene des Hanges wäre somit praktisch unsichtbar.

Eine Frage stelle ich dann mal noch gleich. Wohin mit der Pumpe? Ich habe beide Meinungen gelesen. Wenig Bewegung für einen Naturteich (der Natur entsprechend) resp. Kreislaufströmung. Pumpe also unter meinen Steilhang nahe des Bacheintritts(da komme ich dann aber schlecht dran) oder gegenüber auf der Heckenseite. Wenn ich weiss wohin kann ich ein kleines Podest miteinplanen.

Zum Ufergraben noch etwas. Hie Hügelchen für 10 er Zonen jetzt aufbauen und Folie drüber oder jetzt glatt Folie hin und dann Hügelchen dadrauf? Für eine 30-35 Zone habe ich Platz und die werde ich machen.

Besten Dank
Claude Bachlauf2.jpg
 
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Dierbecher

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Luxemburg ist ja auch vom Hochwasser betroffen, glücklicherweise ohne Tote und Verletzte. Überschwemmte Städte und ruinierte Existenzen gibt es aber auch hier.
Ich selbst bin nicht betroffen.
Wie glücklich können wir uns hier auf dem Forum doch schätzen uns Gedanken machen zu dürfen wie wir denn am Besten und Schönsten Wasser in den Garten bekommen.
Mann kann sich diese enormen Regenmengen ja kaum vorstellen. Hier ein Bild meiner 100 Liter fassenden Schubkarre. Die ist randvoll geworden in diesen Tagen und sogar übergelaufen.
IMG_20210717_121944535_HDR.jpg
Für mich positiv war ein kleiner Erdrutsch nicht weit von meinem Sommerhaus entfernt.
IMG_20210719_092256580.jpg
Damit kann ich meine Steinreserven noch gut ausbauen.
Mit dem Graben bin ich auch vorangekommen. Da in der Lehmgrube zunächst alles zu nass war habe ich angefangen den Bachlauf auszuheben , (zwei Meter links von der Baumwurzel).
IMG_20210719_205613.jpg
Gestern habe ich wohl zu viel nassen Lehm geschippt und mir eine kleine Zerrung zugezogen. Da muss ich es wohl für ein Paar Tage langsamer angehen lassen.
Die Baumwurzel scheint übrigens auch zu retten zu sein.

Da in Luxemburg Ende Juli der ganze Tief-und Hochbau für drei Wochen Pause macht (um den mehrheitlich portugiesischen Arbeiten die Möglichkeit zu geben die Heimat zu besuchen), macht dann natürlich der Baustoffhandel auch zu.
Ich muss also bis dahin meinen Sand gekauft haben will ich nicht danach drei Wochen lang Däumchen drehen. Ohne zu wissen wieviel ich brauche.
Die Oberen Zonen scheine ich durch den Lehm doch recht glatt hinzubekommen . Da brauche ich ja dann keinen zusätzliche Sand unter dem Vlies. Oder? Ergo nur Sand über der steinigen Tiefenzone?
Als Substrat für über der Folie? 5 cm pro m2. Pauschal. Könnte es so hinkommen?
Ich werde zwar in 5 Wochen kaum schon Folie liegen haben, da jedoch die Lieferung per LKW bei mein Haus logistisch sehr kompliziert ist, muss ich alles auf einmal kommen lassen.

Sollte mal in meinem Text ziemlicher Kauderwelsch stehen, kommt es wahrscheinlich daher dass ich auf einem französisch-schweizer Keyboard schreibe mit Autokorrektur für die Luxemburger Sprache! Ich überlese zwar, kann aber doch mal etwas verpassen.

Gruss
Claude
 
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RKurzhals

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Hallo Claude,
ich freu' mich sehr, dass Du uns hier an Deinem Teichbau teilhaben läßt! Aus Deinen beiden langen Beiträgen schließe ich, dass Du Dich schon sehr viel belesen hast zum Teichbau.
Was Deine Frage zu Steilufern betrifft - das würde ich machen. Dein Teich ist nirgendwo recht breit, und es gibt immer ein nahes Ufer, das "wasserscheue" Tiere leicht erreichen können. Wenn Du später was vom Teich sehen willst, dann macht es sogar Sinn, nicht rundum eine Pflanzenzone zu modellieren. Ich habe bei mir ein Steilufer (und auch Fische, aber auch ohne lohnt sich ein freier Blick in den Teich!).
Wenn ich Deine zahlreichen Bilder von Bächen in Deiner Heimat sehe, dann hast Du das Jahr über genug Wasser zur Verfügung? Ich fülle meinen Teich im Flachland über die Wasserleitung nach.
Dein geplanter Bachlauf fasziniert mich. Du wirst vermutlich einige Staustufen benötigen, wenn darin auch Wasser stehen soll. Das heißt aber nicht, dass sich das Wasser hinter jeder Staustufe laut in die nächste ergießen muß, das geht auch nahezu lautlos.
Wenn Du im Teich so gärtnerst wie in der Umgebung, dann wird alle Wasserfläche bis 60 cm Tiefe von Pflanzen besiedelt sein; eine "Tiefenzone" lohnt sich, wenn Du auch noch freie Wasserfläche sehen willst.
Mit Tiefen von -60 cm kommen noch Seerosen klar, Hechtkraut, Schwanenblume und auch Pfeilblätter und Froschlöffel. Bei Dir ist das Klima schon ein wenig milder als bei mir, dennoch sind die Flachwasserbereiche am meisten frostgefährdet, und dort ist die Pflanzenauswahl unter diesem Aspekt ein wenig eingeschränkt.
Deine Ideen zum Profil mit Pflanzenstufe gefallen mir; die Pflanzen benötigen auch ein wenig Substrat zum Wachsen, so dass eine -30 cm tief gebaute Zone dem entspricht, was man unter Pflanzentiefen von -10 bis -30 cm versteht. Du kannst auch gerne ein paar höhere Zonen planen für Sumpfpflanzen oder Blühpflanzen, die im Teich gedeihen, wenn es etwas bunter sein soll. Statt vieler Stufen würde ich breitere Zonen nehmen, und die nicht gleichmäßig tief um den Rand führen.
 

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Zum Ufergraben noch etwas. Hie Hügelchen für 10 er Zonen jetzt aufbauen und Folie drüber oder jetzt glatt Folie hin und dann Hügelchen dadrauf? Für eine 30-35 Zone habe ich Platz und die werde ich machen.
Da kann ich dir leider nicht ganz folgen.
Im Ufergraben gibt es eigentlich keine Zonen. Er liegt außerhalb vom nährstoffarmen Teich und ist komplett mit Mutterboden gefüllt.

Beim Substrat im Teich ist es wichtig, dass das Gefälle nicht zu groß ist. Auf deutlichen Schrägen bleibt es dauerhaft nur schlecht liegen.
Wo du Pflanzen setzen möchtest, sind 5 cm dicke m.M.n.das absolute Minimum.
Für Starkzehrer macht es Sinn den Sand zusätzlich mit Lehm anzureichern.
Unter der Folie brauchst du Sand dort, wo spitze Steine aus dem Boden die Folie gefährden. Ansonsten gibt es auch noch gute Vliese für den Bereich unter der Folie.
 

Dierbecher

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@Annett, Sorry, ich muss wohl etwas mehr auf meine Wortwahl achten. Verschieden Tiefe Bereiche wäre wohl richtig gewesen.
Vlies ist vorgesehen. Gut, Sand kostet ja kein Vermögen, werde grosszügig bestellen.
,@Rolf
Schön dass mein Projekt dir zusagt. Du hast hier ja schon sehr viele verschiedene gesehen. Ich hoffe dass ich dem gerecht werden kann. Ich habe, siehe, Holzbackofen, eine Vorliebe für "spezielle Projekte".
Vor dem Kauf des Sommerhauses galt meine ganze Energie einem Modellbauprojekt mit dem ich in der Szene doch schon sehr bekannt wurde.
Meine Webseite dazu www.diorama-clervaux.com
Ruhig mal reinschauen, keine Popups, nicht mal ein Cookie riskiert ihr.


Ja, die Bäche sind nah, aber nicht so nah. Illegal wäre das Anzapfen wohl auch. Das örtliche Trinkwasserreservoir steht gleich nebenan, aber das darf ich wohl auch nicht anzapfen . Übrigens wollte ich die Wasserzufuhr ergänzen mit Regenwasser von zwei verschiedenen Dachbereichen, 20 m2 im Ganzen ungefähr.
Deine Meiningen zu den Bereichen bestätigen meinen Plan. Das meiste werde ich wohl während dem Ausgraben improvisieren, mit alldem im Hinterkopf.
Ja, der Bachlauf wird 3 Stufen erhalten, davon die erste relativ gross. Da zwischen werde ich Steine so platzieren wie die Beispielbilder es zeigen.
Diese erste Stufe werde ich vielleicht betonnieren da sie sehr unregelmässig werden soll und nicht so tief. Die beiden anderen werde ich mit Kübeln machen.

Schon wieder ein langer Text . Ich hab zu viel Zeit. Brustmuskelzerrung, das tut verdammt weh und verdonnert zum Nichtstun, ausser tippen.
Claude
 

samorai

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Wenn du ein Mann bist, ziehst du dir Arbeitshandschuhe an suchst dir eine schöne garstige Brennnessel aus und verreibst sie auf der Brust (gilt auch für den Rücken).
Zuerst brennt es etwas, dann wird es warm und kalt und dann "flattert" alles und die Durchblutung wird gesteigert.
Aber es hilft ungemein.
Ist ein Tipp aus "Omas" Zeiten.

Wünsche gute Besserung 'mit oder ohne' Pflanzen Therapie.
 

Dierbecher

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Ron, Danke für den Tipp und die Besserungswünsche.
Dr. Google rät bei Zerrungen von einer guten Durchblutung ab!

Seis drum, nach einer schlaflosen und schmerzhaften Nacht war ich heute morgen schon beim Arzt und werde mich klassischerweise mit Schmerz- und Antientzündungspillen volldröhnen.
Auf dem Liegestuhl, mit Sicht auf die zukünftige Quelle des Baches, kann ich mich erholen und gleichzeitig mental am Projekt weiter arbeiten.
Ich versuche mal eine Kaufentscheidung wegen der Pumpe zu treffen.

Danke sehr
Claude
 
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