Enten am Teich

AW: Enten am Teich

Hallo,

ich verjage Enten auch, sobald ich sie sehen. Sie machen einfach in sehr kurzer Zeit zu viel Schaden an den Teichpflanzen und die Entenkacke ist ein prima Algendünger. Muss ich nicht haben... die dürfen gerne 20 m weiter im Feuerwehrteich oder 130 m weiter im Dorfteich brüten.

Zerkarien sind in den letzten Jahren schon ab und an im Forum erwähnt worden. Leider.
https://www.hobby-gartenteich.de/xf/threads/9536/?q=zerkarien
 
Nachdem in zwei Jahren aus drei Bruten nur ein Junges groß geworden war, habe ich diesmal den Erpel, der als Vorhut wieder am Teich erschien, jedesmal verjagt. Jetzt kommt keiner/keine mehr.

MfG.
Wolfgang
 
Ich nehme mal dieses alte Thema wieder auf, weil die Überschrift ja passt :)

Heute entdeckt in Tümpel 1

die Schilfinsel in der Mitte des Tümpels:

Entennest auf Insel IMG_2616.JPG 

....ein Entengelege:

Entennest auf Insel IMG_2607.JPG 


ich habe die arme Mama ganz schön erschreckt, als ich Kaulquappen fotografierte.......
 
Hallo,

ich hatte mich vor einigen Tagen auch erschreckt, als plötzlich ein Entenpärchen auf dem Teich landete. Ich habe sie sofort vertrieben. Seit einigen Tagen sehe ich keine Fische mehr, weil sie wahrscheinlich erschreckt wurden. Möchte auch nicht den Entenunrat im Teich haben, dadurch werden sich die Wasserwerte sicher verändern, hauptsächlich, wenn der Teich nicht so groß ist. Habe dadurch vorsichtshalber das Netz wieder draufgetan, was nicht schön ist.

Viele Grüße
mareike
 
Eine negative Veränderung des Wassers habe ich nicht feststellen können. Bei der üppigen Bepflanzung ist auch ein Düngerüberschuss nicht zu erwarten. Aber rings um das Nest (auf einer Insel) hatte die Entenmama beim Ausrupfen der Pflanzen, mit der sie die Eier bedeckte, wenn sie vom Nest wegging, hat sie leider auch meine vier Knabenkräuter beschädigt. Dieses Jahr ist nur noch eine blühende und eine nicht (mehr) blühende übriggeblieben. Das hat mich doch geärgert.

MfG.
Wolfgang
 
Hallo Wolfgang,
als Kleinteich- und Kleingartenbesitzer dürfen wir auch gegen "Naturkonventionen" verstoßen. Die Enten finden sehr wahrscheinlich ein anderes Brutrevier. Indem durch das Vertreiben der einen Art unser Teich weniger leidet, profitieren viele andere kleiner Lebewesen davon (nicht nur die unbeweglichen Pflanzen sind die einzigen Opfer).
Aktuell kämpfe ich im dritten (!) Jahr gegen den Schwammspinner, eine sehr unangenehme und invasive Raupe. Sie hat nicht nur Mangel an Feinden, sondern ist auch nicht sehr wählerisch in der Futersuche - ich wünsche niemandem einen solchen Befall. Im ersten Jahr habe ich fast meine Hainbuchenhecke verloren, jetzt im dritten Jahr habe ich erst einmal gespritzt (inklusive Nachbarschaft) - die dritte Generation sammle ich dennoch an vielen Pflanzen ab.
Schlimmer ist nur die Ackerwinde, die ich zunächst zu meiner Freude nicht auf dem Grundstück hatte. Da kämpfe ich im fünften (!) Jahr an, ohne sichtbaren Erfolg. Dagegen ist Löwenzahn und Sauerampfer harmlos.
Ich finde es nicht schlimm, größere Tiere zu vertreiben. Man neigt ja dazu, diesen Namen zu geben, und entwickelt eine ganz andere Beziehung als zu irgend einem Unkraut oder massenhaft auftretendem Parasiten. Das hilft aber nicht, wenn diese mehr Schaden anrichten, als nutzen.
 
Hallo Rolf,
früher habe ich auch eher die Tendenz gehabt, Tiere und Pflanzen, die überhand nahmen als "Schädling" zu
betrachten und irgedwie zu versuchen, sie einzudämmen.
(ich denke da nur an Schnecken auf Salat, Brennessel, Rotstock, diverse Raupen an verschiedenen
Büschen und Bäumen, Kräuselkrankheit beim Obst, Rost bei den Rosen etc.)

Irgendwann - eigentlich, nachdem ich zum ersten Mal Sepp Holtzer gelesen habe - begann ich "umzudenken".

Ich habe mir gesagt: alles in der Natur ist ein Kreislauf und alles hat Freund und Feind.
Wenn von irgendetwas zu viel ist, bedeutet das, dass von dem, was dieses Etwas normal in Schacht hält zu wenig
existiert..... Warum? ....

meistens, weil für die natürlichen Feinde der ideale Lebensraum fehlt.
Also habe ich den geschaffen.

Bei der Kräuselkrankheit z.B. dachte ich bei dem einen Baum, er geht ein.
Er ist 2 Jahre hintereinader braun geworden und sah aus wie tot.

Seit letztem Jahr trägt er gewaltig und von Kräuselkrankheit keine Anzeichen mehr :)
Es hat sich völlig von selbst reguliert.

Und Schnecken und Raupen schaden meinen Nutz- und Zierpflanzen auch nicht mehr.
Sie werden, egal, wie die Wettersituation ist, immer von irgendwelchen anderen Tieren auf
ein normales Mass reduziert.

Seit ich einfach zusätzliche Lebensräume geschaffen habe für natürliche Feinde und nicht mehr
irgendetwas als Schädling bekämpfe und betrachte, seither habe ich tatsächlich keine Schädlinge mehr.....

Also meine Erfahrung ist: niemand kann das Gleichgewicht so gut herstellen und erhalten, wie die Natur, wenn
ich sie lasse.....und das ist auch noch ohne Arbeit und kostenlos ;)

LG
Kirstin

PS mit der Ente, das hat sich übrigens gerade ganz natürlich erledigt:
irgend ein Feind hat ihr Gelege ausgeräumt.......
 
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