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Fadenalgen wachsen, Wasserpflanzen nicht

Dieses Thema im Forum "Algen" wurde erstellt von gerd43, 13. März 2019.

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  1. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Danke für die Info zu den Unterschieden zwischen Aquarien und Freiluftgewässern. Es beruhigt mich doch etwas, dass der CO2-Gehalt in meinem Teich doch nicht viel zu niedrig ist. Die Ursache für den Kümmerwuchs der Wasserpflanzen liegt dann ja offensichtlich woanders.
    Habe heute (keine Sonne und Regen) noch einmal den pH-Wert gemessen: Um 6:30Uhr: pH = 7,7, um 17:00Uhr: pH = 8,1. Bei dem Wetter ist das Ganze deutlich stabiler als im letzten Sommer (5,6 - 8,5)
     
  2. troll20

    troll20 Mitglied

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    Irgendwie klingt das bekannt.
    Sonnenlicht führt zu Photosynthese dabei wird CO2 in O2 und O aufgespalten. Damit sinkt CO2 und O2 steigt.
    Nachts kein Licht, keine Photosynthese und trotzdem haben die Pflanzen und Algen hunger auf Zucker. Den gewinnes sie wenn sie O2 verstoffwechseln.
    Dabei wird jedoch CO2 wenn ich mich recht erinnere produziert und frei gesetzt. Also steigt dein CO2 gehalt und ist kurz vor Sonnenaufgang am höchsten.
     
    Chelmon1 gefällt das.
  3. Wetterleuchten

    Wetterleuchten Mitglied

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    Und der pH sinkt weil CO2 +Wasser =Kohlensäure, oder? Ein bisschen schwieriger wird das ganze vielleicht auch, weil durch die relative Flachheit der Wasserkörper schnell erwärmt bzw. ausgekühlt wird.

    Hi Gerd,

    Lichtnahrung :rofl
    Ich habe eine Senseomaschine am Küchenfenster stehen, die aus Zeitmangel etwas schlampig gewartet wurde die letzten Wochen. :lala5Heute morgen hab ich mir die Zeit mal genommen und den grünen Film aus dem Wasserbehälter geschrubbt. Unser Leitungswasser ist sowohl nitratarm als auch phosphatfrei.

    Spurenelemente, ok vielleicht. Aber Algen sind sehr genügsam und es ist bei Algen vs höheren Pflanzen auch schlicht eine Zeitfrage. Algen sind enorm einfache effiziente Organismen, während höhere Pflanzen langwierig komplexe Strukturen aufbauen, was deutlich länger dauert und wesentlich mehr "Futter" erfordert. Zudem brauchen viele höhere Pflanzen eine Mindesttemperatur um anzufangen. Algen sind also doppelt im Vorteil, früher da, schneller fertig. Aber auch schneller wieder tot. Wenn du genügend Zerkleinerer im Bodengrund hast, von Wasserassel bis Bakterien, können diese die toten Algen für die höheren Pflanzen aufbereiten. Deswegen meine Idee, die erst mal machen zu lassen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. März 2019
    trampelkraut, troll20 und samorai gefällt das.
  4. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Hallo Beate,
    ich werde deinen Rat befolgen, und den Bodengrund jetzt mal in Ruhe lassen und, wenn es wärmer geworden ist, noch mal nachpflanzen. Der Wasserhahnenfuß z.B. hat sich im ersten Jahr ganz gut gemacht und in nächsten Frühjahr schön geblüht, ist dann aber verschwunden. Außerdem werde ich versuchen, die Karbonathärte mit Marmorkies im Pumpensumpf noch etwas höher zu bekommen. Andererseits gibt es auch die Aussage: Algen fühlen sich in hartem Wasser am wohlsten......
    Viele Grüße
    Gerd
     
  5. Wetterleuchten

    Wetterleuchten Mitglied

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    Hi Gerd, es ist wie gesagt nur eine Idee und ein damit verbundener Versuch ;) aber ich drück dir die Daumen und berichte mal.
    Einen Tipp noch, schau dir von den Pflanzen mal deren Ansprüche ans Wasser im Lexikon an. Wenn sich das arg unterscheidet, versuch einen Kompromiss zu finden oder die Bedingungen zu schaffen, die am ehesten verwirklichbar sind.

    Und was die Algen betrifft, Grünalgen gibt es bestimmt Dutzende Arten, da findet sich garantiert immer eine, die sich unter irgendeiner Bedingung gerade am wohlsten fühlt.
     
  6. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    So, jetzt möchte ich doch mal erzählen, wie es jetzt in meinem Teich aussieht und gleich noch eine Frage loswerden:

    Nachdem mit Beginn der Vegetationsperiode doch einiges an Pflanzen (Wasserknöterich, Laichkraut, Froschlöffel, Hahnenfuß, Pfeilkraut, Wasserpest) deutlich besser ausgetrieben ist als in den letzten Jahren, geht jetzt das große Absterben wieder los, nur die Algen fühlen sich wie immer pudelwohl. In Filterteich und Bachlauf wuchert es dagegen kräftig (Wasserminze, Bachbunge, Wasseriris Sumpfvergissmeinnicht, Weidericharten) Dort scheint auch das Algenwachstum etwas zurückgegangen zu sein.

    Unter den am Grund herumwabernden Algen und festgewachsene Pinselagen kommt direkt der helle Verlegesand zum Vorschein; der normalerweise vorhandene Mulm, der doch der "Kompost" der Wasserpflanzen ist, hat sich in all den Jahren offenbar nur an wenigen Stellen gebildet.

    Jetzt ist mir ein böser Verdacht gekommen: Als Verlegesand wird von den Kieswerken die oberste Sandschicht unter dem oftmals vorher landwirtschaftlich genutzen Boden geliefert. Könnte es sein, dass hier Reste der massenhaft eingesetzten Pflanzenschutzmittel (Glyphosat usw.) die Probleme verursachen? Werden hier vielleicht wichtige Mikroorganismen immer wieder abgetötet? Hat jemand Erfahrung in dieser Richtung?

    Viel Grüße
    Gerd
     
  7. Tottoabs

    Tottoabs Mitglied

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    Nein, das Zeug haftet nicht sondern wir ausgewaschen. Wenn da eine Verbindung zum Filterteich ist, währe es da auch. Wenn du ab und zu Wasserwechsel gemacht hast ist es schon lange weg.
     
  8. Wetterleuchten

    Wetterleuchten Mitglied

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    Hi Gerd,
    gleich mal vorab, ich bin ganz bestimmt keine Freundin von diesem ganzen Pestizidsch***, aber Glyphosat halte ich für eher unwahrscheinlich. Auch wenn die Idee naheliegt, dass ein Totalherbizid natürlich auch höhere Wasserpflanzen abtöten kann.
    Aber wenn ich diesen Abschnitt https://de.m.wikipedia.org/wiki/Glyphosat#Umweltverhalten richtig verstanden habe, reichert es sich im Boden zwar an, und "haftet" besonders gut an Mineralien, mit denen naturgemäß auch Sand angereichert ist. Funktioniert wohl ähnlich wie die Phosphatfalle? Wird also eher schwer ans Wasser abgegeben und hat in stehenden Gewässern eine Halbwertszeit von 7-14 Tagen. Ich interpretiere das so, dass von dem (mutmaßlichen) Glyphosat, das überhaupt gelöst wird, nach max. 14 Tagen die Hälfte schon wieder abgebaut ist.

    Welche anderen Pestizide da noch verwendet wurden, wäre jetzt natürlich die Frage. Es ist Verlege- und kein Spielsand. Keine Ahnung wie belastet der sein darf. Aber der Gedanke wirft natürlich die grundsätzliche Frage nach Altlasten und gesetzlichen Grenzwerten auf. Oh Mann, ich darf gar nicht drüber nachdenken ... :bored

    @Tottoabs
    Glyphosat haftet sehr wohl, bevorzugt an Eisen- und Aluminium-Mineralien, also typische Bodenmineralien. Es wird deshalb nur gering ins Grundwasser ausgewaschen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 23. Juni 2019
  9. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Na ja, das hört sich ja, zumindest im Bezug auf den Teich, ganz beruhigend an. Wenn ich bedenke, wieviel Jahre ich schon die Probleme habe, müßte ja wirklich alles abgebaut worden sein; am Substrat liegt es ja dann wohl nicht. Lehmhaltiger Verlegesand wird ja auch immer wieder als Teichgrund empfohlen.

    Bleibt immer noch die Frage: Warum "verhungert" hier alles, nur nicht die Algen!

    Außerdem bringe ich auch folgende und häufigen Aussagen nicht zusammen:
    1. Algen als sehr einfache Pflanzen kommen auch mit wenigen Nährstoffen zurecht - logisch
    2. Höhere Wasserpflanzen als komplexere Organismen benötigen relativ viele Nährstoffe - auch logisch
    3. Um Algenwachstum zu begrenzen sind möglichst viele Pflanzen erforderlich - hier wird`s irgendwie unlogisch, denn

    wovon sollen die "vielen Pflanzen" leben, wenn die Nährstoffmenge dadurch so weit absinkt, dass nicht mal mehr die Algen überleben?

    Für eine Erklärung (oder einen Link dahin) wäre ich sehr dankbar.

    Gruß
    Gerd
     
  10. Chelmon1

    Chelmon1 Mitglied

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    Hi Gerd,
    Mehr Nährstoffe wären „logisch“. Wenn ich andienen Stelle wäre würde ich irgendwo einen Btzen Schlamm mit Bewuchs aus einem Naturgewässer oder einem Fischteich einbringen. Am Rand. Z.b. Mit Rohrkolben oder Binsen. Dann warten.

    Das ist mir nämlich sehr nach einem vollbesonnten Tein mit wenigNährstoffen aus, wie ich sie schon oft gesehen habe..
    Grüße, Robert
     
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