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Fadenalgen wachsen, Wasserpflanzen nicht

Dieses Thema im Forum "Algen" wurde erstellt von gerd43, 13. März 2019.

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  1. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Hallo Ralph,
    der Verlegesand, den ich verwendet habe, ist ja ungewaschen und enthält dadurch auch Lehm. An mehreren Stellen im Netz habe ich noch den Hinweis gefunden, unbedingt kalkfreien Sand/Kies zu verwenden, um übermäßiges Algenwachstum zu verhindern. Der Hinweis von breidi zum Zusammenhang zwischen pH-Wert und CO2 stimmt natürlich, aber man findet eigentlich überall den Hinweis, dass ein pH-Wert von 8,5 in Pflanzenteichen durchaus noch im grünen Bereich liegt. Die entsprechenden Tabellen, die man z.B. bei JBL findet, gelten wohl nur für Aquarien und sind in Freiluftgewässern nicht zu realisieren und auch nicht erforderlich. Außerdem: wie kriegt man den pH-Wert im Teich
    runter? Ich habe schon mal längere Zeit einen Sack ungedüngten Torf im Pumpensumpf gehabt, ohne dass auch nur irgendeine Wirkung zu sehen/messen war.

    Gruß
    Gerd
     
  2. breidi

    breidi Mitglied

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    Ich habe mir mal ein PH-Minus-Produkt bestellt.

    Im Koi-Bereich bekommen die meisten bei PH 8,5 ja schon Schnappatmung.
     
  3. ralph_hh

    ralph_hh Mitglied

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    Auch hier verweise ich mal auf die oben verlinkte Seite.. Man muss aufpassen, Ursache und Wirkung nicht zu verwechseln.
    https://www.aquamax.de/index.php/ph-regulierung.html

    Bei der Photosynthese wird tagsüber CO2 verbraucht, dass damit der PH Wert schwankt ist natürlich.
     
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  4. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Ich muß diesen Beitrag jetzt doch mal wieder zum Leben erwecken, denn bei der Ursachensuche für den Kümmerwuchs meiner Wasserpflanzen habe ich jetzt wohl den richtigen Tipp durch ein Telefonat mit der bekannten Ibbenbürener Firma bekommen: CO2-Mangel!

    Auf dem Tausendblatt hat sich durch biogene Entkalkung eine dicke Kalkschicht gebildet, die sich beim Reiben von Pflanzenteile zwischen den Fingern wie Schmirgelpapier anfühlt. Hier haben wohl die Pflanzen im Überlebenskampf das Kalziumhydrogenkarbonat geknackt um so an CO2 zu kommen; übrig geblieben ist der Kalk. Zur Abhilfe habe ich dann folgenden Tipp bekommen: 10 Tage hintereinander 2 Esslöffel Zucker (!) ins Wasser geben. Wie dann der Kohlenstoff des Zuckers zu CO2 wird, ist mir als Nicht-Chemiker allerdings unklar.

    Nebenbei und aus Neugier habe ich folgende Versuche gemacht:
    In einem Haushalts-Wassersprudler habe ich mit Leitungswasser (KH = 7) durch CO2-Zugabe folgende Wasserwerte erzeugt und ca. 100ml in ein Glasgefäß abgefüllt und pH und KH gemessen.
    KH = 7 (JBL-Tropfentest)
    pH = 5 (Merck-Indikatorstreifen pH 0-14)
    Daraus errechnet sich: CO2 = 2000ppm

    Wasserprobe 48 Stunden offen stehen gelassen:
    Keine messbaren Veränderungen

    Wasserprobe 5 min intensiv gerührt:
    Keine messbaren Veränderungen

    Wasserprobe 1 min kräftig geschüttelt:
    pH = 6,5, daraus errechnet: CO2 = 63ppm (pH gemessen mit Merck-Streifen pH 6,5-10)

    Mit Membranpumpe 20 min Luft "eingeblubbert":
    pH = 7.9, daraus errechnet: CO2 = 2,5ppm
    Hier zeigt sich deutlich, dass starke Wasserbewegung, Sprudelsteine und Wasserfälle das für Unterwasserpflanzen unbedingt notwendige gelöste CO2 zum großen Teil aus dem Wasser treibt.
    Die CO2-Berechnungen aus pH und KH erfolgen hiermit: https://www.mein-onlinerechner.com/onlinerechner-liste.php?pid=308

    Die 2,5ppm entsprechen ja etwa dem durch den CO2-Partialdruck in der Luft erzeugten CO2-Gehalt im Wasser.

    So, Versuch macht ja bekanntlich klug, aber es bleiben doch noch eine Unklarheiten, die mir vielleicht jemand aus dem Forum klären kann:
    Alle Pflanzen (auch submerse) bauen unter Anderem aus CO2 ihre Biomasse auf und geben dieses bei Verrotten wieder an die Umwelt ab. Wenn ich davon ausgehe, dass mal genügend CO2 im Wasser gelöst war, und die absterbenden Pflanzenteile im Wasser verrotten, wird das CO2 wieder für neues Pflanzenwachstum an das Wasser zurück gegeben und der Kreislauf geht weiter.
    Hole ich aber genau diese Biomasse, wie immer empfohlen, vor dem Verrotten möglichst vollständig aus dem Teich, wird der CO2-Gehalt permanent absinken, bis, wie in meinem Teich, kaum eine submerse Pflanze überlebt. Dann hilft wohl nur noch die CO2-Flasche, oder...?

    Ist da nicht die logische Folgerung: Bloß nicht alles herausholen, was auf dem Grund vergammelt?

    Gruß
    Gerd
     
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  5. troll20

    troll20 Mitglied

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    :kopfkratz das hast du in Beitrag 9 schon festgestellt:
    Und wurde dir mehrmals bestätigt.
    Und ja, in einem Naturnahen Gewässer darf und soll auch das ein oder andere sich zersetzen, denn genau das macht ja das natürliche aus ( meiner Meinung nach). Und erst durch dieses "vergammeln" bildet sich ja erst ein natürliches Gleichgewicht.
    Jedoch sollte man auch diesem der Natur nachempfunden Biotop von Zeit zu Zeit helfen. Insbesondere wenn sich Schlamm bildet und beginnt zu mineralisieren.
     
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  6. breidi

    breidi Mitglied

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    Also am besten wie beim Aquascaping: Co2-Flasche mit Diffusor an den Einlauf vom Pflanzenfilter/Filtergraben und ab geht's.
     
  7. ralph_hh

    ralph_hh Mitglied

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    Interessanter Gedankengang. Ich hab diesen Sommer reichlich Algen aus dem Teich geholt, allerdings quicklebendige, keine kurz vor dem verrotten stehende. Vielleicht schmeiss ich einfach ein paar Blätter in den Teich. :)
    Sprudler, Pumpen und sowas habe ich nicht, allerdings auch kein CO2 Flasche angeschlossen. Wo kommt Initial das CO2 her, wenn der Partialdruck aus der Luft nicht reicht?
     
  8. breidi

    breidi Mitglied

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    im modern Koi Blog habs mal einen der Co2 gegen Algen eingesetzt hat.

    In meinem Aquarium hat das auch immer funktioniert.
     
  9. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Wie das CO2 normalerweise ins Wasser kommt, ist hier erklärt: https://de.wikipedia.org/wiki/Mineralisierung
    Und wenn, wie in meinem Teich, die Unterwasserpflanzen absterben, bevor sich eine ausreichende Sedimentschicht bildet, in der das erforderliche CO2 gebildet wird, hilft wohl wirklich nur die CO2-Flasche, bis das Ganze später mal von selber abläuft. (Vielleicht reicht auch etwas Glück.....) Wichtig ist aber auch, CO2-austreibende Springbrunnen oder Bachläufe mit Wasserfall erst einmal abzuschalten, was ja auch empfohlen wird und auch mein Versuch überdeutlich gezeigt hat.

    Ich habe auch noch diese sehr interessante und aufschlußreiche Seite entdeckt: https://www.drta-archiv.de/co2-aquarium/
     
  10. ralph_hh

    ralph_hh Mitglied

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    Dann ist die Idee, allen Nährstoffeintrag vom Teich fern zu halten, z.B. über ein Laubnetz im Herbst langfristig ja absolut kontraproduktiv. Ich hab keine Fische, deren Ausscheidung und Ausatmung das erledigt.

    Ich kenne PH und KH meines Leitungswassers, aber hab im Teich nie gemessen. Ohne Fische erscheint mir der Aufwand unnötig. Aber ein natürliches Gleichgewicht stellt sich da wohl auch nur bedingt ein, wenn man der Natur ins Handwerk pfuscht und da z.B. ständig Algen rausholt.
     
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