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Fadenalgen wachsen, Wasserpflanzen nicht

Dieses Thema im Forum "Algen" wurde erstellt von gerd43, 13. März 2019.

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  1. Chelmon1

    Chelmon1 Mitglied

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    Hallo Gerd,
    bei mir habe ich auch, nach neuesten Erkenntnissen, Sand genommen um den Pflanzengraben mit Substrat zu versehen. Den Sand habe ich mindestens noch dreimal mit Regenwasser gewaschen. In dem einen Jahr da mein Teich jetzt besteht sind die Pflanzen auch nicht so toll gewachsen, wie ich es kenne. Seerosen sind letztes Jahr alle gleich eingegangen. Auch die, die ich schon Jahre in anderen Teichen oder Kübeln hatte. Am besten wachsen die Pflanzen, die ich in einem Sumpfgebiet mit dem Mutterboden von dort eingesetzt habe. In meinem vorvorigen Teich der 4000 Liter hatte, hatte ich den Pflanzengraben erst mit lehmigem Gartenboden gefüllt, dann die Uferpflanzen, wie Schilf (Fehler) Rohrkolben Igelkolben Kalmus Schwertlilien usw. rein und das Ganze mit feinem Kies, glaube ich, oder Flusssand abgedeckt. Der Teil war ganz flach und hatte einen Wall zum eigentlichen Teich hin, dass die größeren Fische nicht gut rein kamen. Da war an den Pflanzen aber auch noch reichlich natürliches Substrat dran. Da hatte ich auch einen kleinen Bachlauf, bestehend aus 4 Becken, ca. 30-40 cm tief, gefüllt mit grobem kiesähnlichem Material aus einem Betonwerk. Also ähnlich wie bei Dir. Das hat super funktioniert. Außer, dass mir das Schilf durch die Folie ging.

    Was ich sagen will: ich hätte jetzt wohl besser bei mir auch erst nährstoffreiche Erde unten in den Graben gefüllt und dann bepflanzt und mit Sand oder Kies abgedeckt. Weil ehrlich gesagt, meine Pflanzen sehen nich wirklich grün und gesund aus, wie in einem natürlichen Gewässer. Und Algen hatte ich Anfang des Jahres auch mehr als genug.

    Was mir zu Denken gibt ist dass die Seerosen eine nach der andern eingegangen sind. Im Lehmigen Sand, wie es empfohlen wird.

    Bei Dir sind diese Effekte vielleicht alle nur stärker ausgeprägt, so stelle ich mir das vor, Und bei mir bringen die Fische vielleicht noch ausreichend Nährstoffe für die Pflanzen in das System. Ich füttere ja auch.

    Zu der Frage: viele Nährstoffe oder wenig möchte ich folgendes sagen: Wenn Pflanzen gut wachsen, können sie auch viele Nährstoffe aus dem Wasser entziehen. Ich vermute, dass die höheren Pflanzen dann auch das Milieu zu ihren eigenen Gunsten verändern, wodurch Algen benachteiligt sind und diese sich nicht durchsetzen können. Ich kenne da einen großen Weiher, der Ackerboden als Grund hat. Im Schilfgürtel wachsen dort kaum Algen.
    Und wenn ich so lese was Du schon alles gemacht hast... Ich würde auch den Sand raus nehmen und was anderes als Boden im tiefen Bereich nehmen. Bei mir ist es der Bodengrund - Kies - aus einem Aquarium. Vielleicht zwei cm dick. Darin wachsen die Unterwasserpflanzen wie Unkraut.
    Was mich bei deinen Wasserwerten wundert ist der hohe pH Wert. Ist der morgens auch so hoch?

    Nur nicht aufgeben!

    Viele Grüße,
    Robert
     
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  2. troll20

    troll20 Mitglied

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    Das sieht aber nach verdammt geringen CO2 Werten aus :kopfkratz

    Hast du eine starke Belüftung laufen?
     
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  3. samorai

    samorai Mitglied

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    Für mich ist es die dicke Schicht an Sand.
    Wie Robert schrieb 2 cm, bei mir noch weniger.

    Es sind nicht die Wasser Werte, vielmehr ist es das anerobe Milieu in der dicken Sand Schicht.
    Ein bis zwei cm sind okay, die richtigen Bakterien lieben es sich an kleinen Sand / Kies - Körner fest zu halten.
     
  4. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Hallo Robert,

    ich habe meine Seerose auch in einem Korb mit lehmigem Sand gepflanzt, habe allerdings regelmäßig mit Düngerkugeln gedüngt. Die Seerose hat sich eigentlich ganz gut entwickelt und kräftig geblüht.
    Ich glaube auch bald, dass es nicht der Nährstoffverbrauch der Wasserpflanzen ist, der den Algen das Leben schwer macht, sondern irgendwelche Einflüsse auf das Teichmilieu. Nur: Wie kriegt man das hin? Zum pH-Wert: Der schwankt in der Regel zwischen 7,5 am Morgen bis 8,3 abends nach viel Sonnenschein.
    Zu deiner Beobachtung in dem Naturteich: Hier bei uns gibt es etliche vor Jahrzehnten rekultivierte Braunkohleseen, in denen umgestürzte Bäume und jede Menge anderer Biomasse verfault, viel Schilf und riesige Seeroseninseln wachsen. Das Wasser ist total klar und Algen sucht man vergebens, nicht mal an den kieseigen Stellen oder auf Findlingen in voller Sonne.

    Hallo René,
    Hallo Ron,
    ich habe keine Belüftung, aber pumpe permanent ca. 1000l/h durch die Filtermatte des Skimmers, Filterteich und Bachlauf. Wie schon gesagt, ich spiele mit dem Gedanken, das Ganze mit wesentlich weniger Substrat, vor Allem nicht mit Verlegesand unbekannter Herkunft, neu auf zu bauen.

    Gruß
    Gerd
     
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  5. troll20

    troll20 Mitglied

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    Gut, also weiter suchen :kopfkratz
    Deine Beobachtungen der Algen kann ich bestätigen, wie viele andere auch.
    Mal wachsen sie und im "gleichen" Teich 2m weiter eben nicht.
    Oder der eine hat die Schwebealgen und der nächste die langen zotteligen und beim 3. sind dann die schleimigen die bei jeder Berührung zerfallen.
    Da gibt es halt so viele verschiedene Arten von.
    Was ich jedoch beobachten konnte ist, wenn man ein kleines bisschen die Chemie im Teich ändert, dan hat man ganz andere oder auf einmal sogar gar keine mehr.
     
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  6. Wachtlerhof

    Wachtlerhof Mitglied

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    Schick doch mal Algenproben mit einem kleinen bisschen Wasser sowie die Wasserwerte und Teichbedingungen an den Bernd Kaufmann (https://www.aquamax.de/index.php/algenversand.html) zur Analyse. Für Privatpersonen macht er das kostenlos. Dann weißt genau welche Algen Du hast und warum es denen in Deinem Teich so gut gefällt. Er gibt auch Behandlungsempfehlungen.
     
  7. gerd43

    gerd43 Mitglied

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    Hallo Gisela,

    das ist doch mal ein richtig guter Hinweis !!!!! Ich suche schon seit Jahren jemanden, der mal eine Analyse macht und mir einen Hinweis geben kann, woher das übermäßige Algenwachstum kommt. Ich werde umgehend mit Bernd Kaufmann Kontakt aufnehmen.

    Noch einmal vielen Dank für den Tipp!

    Viele Grüße
    Gerd
     
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  8. ralph_hh

    ralph_hh Mitglied

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    Natürlich hat er Recht. Alle Pflanzen, die über die Wurzeln Nährstoffe aufnehmen und nicht über das Wasser, brauchen ein entsprechendes Substrat. Eine Seerose oder ein Rohrkolben, Schilf, das ganze Zeug im Ufergraben werden in reinem Sand/Kies nicht wachsen. Da ist lehmiger Sand perfekt.
    Und natürlich brauchen auch die Schwimmpflanzen Nährstoffe. Unerwünschte Algen ebenso wie die erwünschten Pflanzen. In reinem klaren Wasser wird beides nicht gedeihen.

    Was ich Dir sagen wollte: gewaschener Sand enthält keine Nährstoffe. Die Nährstoffe daraus können also kaum die Ursache für Dein Problem sein. Überhaupt kann das Nährtsoffthema allein nicht die Lösung sein, eben weil ohne Nährstoffe auch die Pfanzen nicht wachsen.

    Wo allerdings das Problem nun tatsächlich liegt, wüsste ich auch gern.
     
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  9. ralph_hh

    ralph_hh Mitglied

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    Mein Teich liegt übrigens ziemlich schattig, zu viel Sonne oder zu warmes Wasser kann es also kaum sein.

    Tolle Seite. Unendlich viel zum lesen. Aber letztlich kommt man am Ende auch wieder zu dem Hinweis: Ursache für Algen sind primär zu viel Nährstoffe. Neben Wasserwechsel, (der im Aquarium hilft, im Naturteich aber wohl eher weniger gemacht wird), hilft letztlich nur eins: Schnellwachsende Unterwasserpflanzen, die sich gegen die Algen durchsetzten.
     
  10. breidi

    breidi Mitglied

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    ich würde gerne nochmal das mit dem PH-Wert aufgreifen. Ich habe ähnliche Probleme - wenn auch nicht ganz so schlimm. Ein hoher PH-Wert bedeutet in der Regel immer wenig CO2 - dieses brauchen Pflanzen aber zum wachsen. Algen wohl weniger. Deshalb geht ein hohes Algenwachstum wohl oft auch mit hohen PH-Werte >8 einher.

    Ich für meinen Teil teste mal was passiert wenn ich den PH-Wert Richtung 7,5 bringe.
     
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