Fische im 470L Teich.

AW: Fische im 470L Teich.

Trautchen: Wenn jemand etwas infrage stellt, heißt das doch nicht gleich, daß er alles besser weiß.
Anke, er stellt nicht ETWAS in frage, sondern grundsätzlich alles. und das ist für hilfsbereite hier schwer zu tolerieren. ich versteh ja auch, was er will. aber ein wenig einsicht würde dem jungen guttun und auch seinen zukünftigen und gegenwärtigen fischen.
und ehrlich gesagt, MICH erfrischt diese diskussion, wenn man sie so nennen kann, nicht. mich nervt sie irgendwie.
 
AW: Fische im 470L Teich.

Deine Vergleiche mit der Massentierhaltung und den Kaninchen hinken etwas.
Außerdem wird ja nicht das eine gut, weil andere etwas anderes noch schlechter machen.

Dies ist aber ein Teichforum und deswegen beschränken wir uns hier meist auch auf die Bewohner der Teiche.

Die von mir aufgestellte Liste, die von Dir nun ja bereits mehrfach zitiert wurde stellt keine absoluten Zahlen dar, sondern ist nur eine schnelle, nicht empirische Analyse dessen was man im Unterforum Krankheiten lesen kann. Das sollte eigentlich klar sein.

Und es gibt in der Tat Leute, die in kleineren Aussenbecken speziell dafuer ausgewählte Fische mit Erfolg halten.
Das sind aber durchweg sehr ehrfahrene Aquarianer, die genau wissen was sie tun und dementsprechend Technik und Know How anwenden. Das geht teilweise sehr gut und ohne Ausfälle - aber auch da führt eine kleine Unbedachtheit oft zum Gau.

Gerade für einen Teich und Aquaristik Anfänger sind diese Grenzfälle des gerade eben noch guten nichht das Wahre. Schon in der Werbung lernen wir: Erst Fahrsicherheitstraining und dann GTI fahren .... und im Fahrsicherheitstraining lernen wir dann das man nicht auf Feldwegen 200 fährt :)

Gruß
Wolf
 
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Hallo,

ich versuche es noch einmal zusammenzufassen:

In einem kleinen Teich von ca. 500 Litern Fische zu halten, ist deshalb nicht empfehlenswert, weil ich trotz Technikeinsatz Probleme haben werde, schädliche Umwelteinflüsse auszublenden.

Das wichtigste Argument ist sicherlich die Temperaturschwankung. Es ist nunmal so, dass ein kleines Becken schneller auf die Umgebungstemperatur reagiert, als eine großer Teich. Besonders, wenn es dann noch tagsüber reichlich Sonne bekommt, kann das Wasser Temperaturen erreichen, die den klassischen Kaltwasserfischen das Atmen ganz schön schwer machen.

Das nächste Argument, ist die Größe der Fische, denn in den meisten Fällen dieser Art sprechen wir über Goldfische. Die haben normalerweise eine Größenerwartung von bis zu 30 cm. D.h. die können sich in so einer kleinen Wanne kaum noch umdrehen. Hinzu kommt: Die meisten Fische sind Schwarmfische, wir haben dann also nicht einen oder zwei sondern fünf oder sechs. Solche Fische haben auch keine Möglichkeit, sich in einem Minibecken zu verstecken, haben also wesentlich öfter Angstsituationen.

Nächster Punkt: Wasserqualität. Der klassische Miniwannen-Goldfischbesitzer füttert seine Fische oft und gerne, aber die Filtertechnik ist i.d.R. mangelhaft bis gar nicht vorhanden. Irgendwelche Pümpchen mit Schwämmchen reinigen das Wasser nicht. Und die meist mangelhafte Bepflanzung hilft da auch nicht weiter.

Und dann noch: Der Winter: Die letzten Jahre oft ein milder Geselle, dieses Jahr hat er jedoch heftig zugeschlagen - die Meldungen von toten Fischen zeigen dies. Was passiert: Der Miniteich friert durch. Schnecken überleben das, Fische nicht.

Alternative: Mit Technik und Energie den Teich offen halten oder die Fische ziehen ins Winterquartier (und im Frühjahr wieder aus). Stress pur - denn sie wissen nicht, warum sie gefangen werden sollen. Für einen Fisch bedeutet gefangen werden gefressen werden. Sie haben Todesangst. Das tue ich einem Tier, dass ich liebe, nicht an. Gezwungenermaßen musste ich es aber - ich habe grade meine Fische umgesetzt, dieses panische Gezappel, dieses Versuchen, zu entkommen, und sei es auf die Gefahr hin, irgendwo auf dem Trocken zu landen. Panik pur. Nein danke. Nur im absoluten Notfall.

Was ich aber festgestellt habe: Im neuen, wesentlich größeren Teich schwimmen meine Fische wesentlich entspannter, ruhiger. Öfter auch mal neugierig an der Oberfläche. Und das trotz Katzen, die täglich den Bestand kontrollieren. In dem kleinen Becken waren sie bei jeder Bewegung am Teich sofort verschwunden.

Lieber Thomas,
sicherlich kannst Du mit Deinem Filter etc. einiges kompensieren, aber eben nicht alles. Und hinzu kommt, dass Du Dir mit den Schleischwänzen ja auch Fische ausgesucht hast, die erwiesener Maßen wesentlich empfindlicher auf Veränderungen, Stress etc. reagieren als ein klassischer 08/15- Goldfisch.

Deshalb stehen wir Deinem Projekt so ablehnend gegenüber.
 
AW: Fische im 470L Teich.

@ Franzel5

Besser weiss ich gar nichts. Deshalb bin ich hier. Warum frage ich immer wieder?
Weil ihr mir noch nicht fix sagen konntet, wo direkt die Probleme liegen und warum sie nicht zu lösen sind.

@Trautchen

Danke, das ist mein Anliegen. Ich bin halt jemand dem ein geht nicht nicht reicht.

@ Eugen

Sorry, aber wie kann ich etwas begreifen wenn es mir nicht erklärt wird?
Es handelt sich nur um einen indirekten Vergleich. Dabei geht es mir NUR um das WASSERVOLUMEN.
500L Wassermenge im TEICH sind als Platzangebot ZU WENIG, 300L im AQ wären aber OK. Was soll das? Brauch ein Fisch nun X Liter zum Schwimmer oder Y Liter.
Themen wie PH, KH, Nitrat und Nitrit sind auf einem anderen Blatt geschrieben. Und genau dort habe ich um Mithilfe gebeten.

5000 Liter Filter? Ein Scherz, Ironie oder purer Ernst?

Grüße aus dem Norden
Thomas
 
AW: Fische im 470L Teich.

@ Wuzzel

Das finde ich mal eine klasse Aussage. Es geht, aber ich bin zu "dumm" dazu. :oki

Also geht das Ganze schon, nur muss man dazu einiges an Wissen mitbringen. Und das habe ich in der Tat noch nicht. Sollte es dann aber nicht möglich sein, es evtl. mit akribischer Überwachung und Hingabe doch zu schaffen? :kopfkratz
 
AW: Fische im 470L Teich.

Hallo Thomas,

Du scheinst aber auch nur die Hälfte zu lesen (die, die Dir in den Kram passt? :kopfkratz).

Ein wichtiger Punkt in Wuzzels Beitrag:

Und es gibt in der Tat Leute, die in kleineren Aussenbecken speziell dafuer ausgewählte Fische mit Erfolg halten.
Das sind aber durchweg sehr ehrfahrene Aquarianer, die genau wissen was sie tun und dementsprechend Technik und Know How anwenden. Das geht teilweise sehr gut und ohne Ausfälle - aber auch da führt eine kleine Unbedachtheit oft zum Gau.

Außerdem habe ich mir vorhin die Finger wundgetippt, um Dir noch mal zu erklären, warum es nicht geht. Aber das passt Dir ja wohl nicht ins Konzept.

Arme Fische.
 
AW: Fische im 470L Teich.

Hallo,

ich versuche es noch einmal zusammenzufassen:

In einem kleinen Teich von ca. 500 Litern Fische zu halten, ist deshalb nicht empfehlenswert, weil ich trotz Technikeinsatz Probleme haben werde, schädliche Umwelteinflüsse auszublenden.

Das wichtigste Argument ist sicherlich die Temperaturschwankung. Es ist nunmal so, dass ein kleines Becken schneller auf die Umgebungstemperatur reagiert, als eine großer Teich. Besonders, wenn es dann noch tagsüber reichlich Sonne bekommt, kann das Wasser Temperaturen erreichen, die den klassischen Kaltwasserfischen das Atmen ganz schön schwer machen.

Das sehe ich momentan auch so. Das werde ich aber in der nächsten Zeit im Auge behalten und, wenn ich darf, hier berichten

Das nächste Argument, ist die Größe der Fische, denn in den meisten Fällen dieser Art sprechen wir über Goldfische. Die haben normalerweise eine Größenerwartung von bis zu 30 cm. D.h. die können sich in so einer kleinen Wanne kaum noch umdrehen. Hinzu kommt: Die meisten Fische sind Schwarmfische, wir haben dann also nicht einen oder zwei sondern fünf oder sechs. Solche Fische haben auch keine Möglichkeit, sich in einem Minibecken zu verstecken, haben also wesentlich öfter Angstsituationen.

Das sehe ich auch völlig ein. Ich habe Schleierschwänze (noch ganz kleine) drin. Auch diese werden größer. Davür soll dann aber nächstes Jahr auch min. ein 1000er hin. (schon oft erwähnt). 2000 sollte aber auch noch klappen.

Nächster Punkt: Wasserqualität. Der klassische Miniwannen-Goldfischbesitzer füttert seine Fische oft und gerne, aber die Filtertechnik ist i.d.R. mangelhaft bis gar nicht vorhanden. Irgendwelche Pümpchen mit Schwämmchen reinigen das Wasser nicht. Und die meist mangelhafte Bepflanzung hilft da auch nicht weiter.

Ich habe in meinem Miniteich in der Sumpfzone und in der Flachwasserzone in etwa 30 -35 Pflanzen drin. Zu viel / zu wenig? Wird sofort geändert.
Pumpe und Filter: Es besteht ein Durchlauffilter mit 11 Watt UVC für 8000L Teiche ( 4000 L mit Besatz)


Und dann noch: Der Winter: Die letzten Jahre oft ein milder Geselle, dieses Jahr hat er jedoch heftig zugeschlagen - die Meldungen von toten Fischen zeigen dies. Was passiert: Der Miniteich friert durch. Schnecken überleben das, Fische nicht.

Im Winter müssen die Fische mit ins Haus. Da kommen sie leider nicht drum herum.

Alternative: Mit Technik und Energie den Teich offen halten oder die Fische ziehen ins Winterquartier (und im Frühjahr wieder aus). Stress pur - denn sie wissen nicht, warum sie gefangen werden sollen. Für einen Fisch bedeutet gefangen werden gefressen werden. Sie haben Todesangst. Das tue ich einem Tier, dass ich liebe, nicht an. Gezwungenermaßen musste ich es aber - ich habe grade meine Fische umgesetzt, dieses panische Gezappel, dieses Versuchen, zu entkommen, und sei es auf die Gefahr hin, irgendwo auf dem Trocken zu landen. Panik pur. Nein danke. Nur im absoluten Notfall.

Da bin ich leider anderer Ansicht und schenke den Studien von Rose mehr glauben als anderen. Bitte jetzt nicht falsch verstehen: Ich "liebe" meine Fische, aber ich denke nicht, dass sie in der Lage sind zu denken und zu empfinden.

Was ich aber festgestellt habe: Im neuen, wesentlich größeren Teich schwimmen meine Fische wesentlich entspannter, ruhiger. Öfter auch mal neugierig an der Oberfläche. Und das trotz Katzen, die täglich den Bestand kontrollieren. In dem kleinen Becken waren sie bei jeder Bewegung am Teich sofort verschwunden.

Da sieht man mal wie "dumm" sie sind, bzw. wie intuitiv sie gesteuert sind. Ich halte meine Hand rein und sie kommen. Eine Katze hält die Pfote rein, sie kommen und werden herausgefischt. Merken tun sie es sich aber nicht, da die anderen Fische beim nächsten Katzenbesuch wieder fleissig zur Pfote schwimmen

Lieber Thomas,
sicherlich kannst Du mit Deinem Filter etc. einiges kompensieren, aber eben nicht alles. Und hinzu kommt, dass Du Dir mit den Schleischwänzen ja auch Fische ausgesucht hast, die erwiesener Maßen wesentlich empfindlicher auf Veränderungen, Stress etc. reagieren als ein klassischer 08/15- Goldfisch.

Das sind alles plausible Erklärungen. Hierfür möchte ich dir auch danken und Einsicht zeigen. Stress verkürzt das Leben. So ist das, lässt sich aber manchmal nicht vermeiden. Ganz dummes Beispiel: Wenn wir nicht rauchen würden, uns nur gesund ernähren würden, viel Sport treiben und jegliche Art von Stress von uns weisen, würden wir auch deutlich älter werden. Naja, Stress, Angst und negative Erfahrungen kann man aus unserem Leben auch nicht streichen. Ohne jeglich Art von Stress gepaart mit super Umwelteinflüssen, Ernährung etc. wird ein Goldfisch evtl. 30 Jahre alt (ansonsten10-20 Jahre?) Bei uns sieht es doch auch nicht anders aus. So könnten wir 120 Jahre alt werden. Mit diesen Einflüssen werden wir aber nur 70-80. Daher werte ich das persönlich nicht so extrem wie einige von euch.

Deshalb stehen wir Deinem Projekt so ablehnend gegenüber.


Grüße aus dem Norden
Thomas
 
AW: Fische im 470L Teich.

Hallo Thomas,

Du scheinst aber auch nur die Hälfte zu lesen (die, die Dir in den Kram passt? :kopfkratz).

Ein wichtiger Punkt in Wuzzels Beitrag:

Habe ich doch gelesen und auch Stellung zu genommen. Ich bin dafür zu UNWISSEND und bei einer Kleinigkeit, welche vergessen wird kann es schiefgehen.

Außerdem habe ich mir vorhin die Finger wundgetippt, um Dir noch mal zu erklären, warum es nicht geht. Aber das passt Dir ja wohl nicht ins Konzept.


Dafür bin ich dir auch dankbar und habe natürlich geantwortet. Sei bitte nicht gleich böse. :box
Sooo schnell bin ich nun auch nicht. :)

Grüße aus dem Norden
Thomas
 

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