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Schwalben in Haus und Garten

So, jetzt schläft der Kleine und ich kann berichten

Also, Sunny hat die Nacht gut überstanden und heute morgen gegen 6 Uhr vehement nach Futter verlangt....

Ich habe es ja schon geahnt und war um kurz nach 5 schon draußen, um die erste Ladung Fliegen zu fangen.

ist um 5 Uhr alles andere als einfach

Von da an ging es etwa im 30 Minuten Takt bis heute abend um 20.30 Uhr - jedes mal rund 15-20 Fliegen plus ein paar Heimchen.

Vormittags hatte ich die Kleine noch in der Küche stehen. Dann machte sie einen so kräftigen Eindruck, dass ich
entschied, dass sie tagsüber mit raus kann.

Also habe ich ihr unter dem Carportdach eine Ecke gebastelt, wo ich tagsüber das Rauchschwalbennest reinstellen kann.

Von dort oben hat der kleine Fratz dann alle gut in Schwung gehalten mit "Hunger, Hunger, Hunger"

Jetzt schläft er - bis morgen 5 Uhr......
...und er ist schon etwas gewachsen

Hier die Fotos von heute:

 
Hast Du schon wieder Schwalbennachwuchs??? Und die Blutegel mußt ja auch noch füttern... Arme arme Kirstin
Mach die Blutegel in Käfige (auch wenn es nicht artgerecht ist) und Du hast mehr Zeit für die Schwalben... Jetzt mal meine Meinung
 
Hi

Wie putzig !
Hat der Fliegenfänger funktioniert ?
 
@ Thomas
die Blutegel machen keine Extraarbeit
....die füttern sich selbst... ich stelle einfach vorwitzige Gäste für eine Stunde barfuß in den Teich

@Michael
mit den Fliegen klappt das leider nicht.
Der Ventilator ist zu schwach - da kommen die Fliegen gegenan.

Ich werde es aber jetzt noch mit Mücken ausprobieren - das müsste super
klappen. Dafür werde ich ihn dann über Nacht aufstellen.

Ging nur gestern nicht, weil wir - man mag es kaum glauben - Regen und Sturm hatten!

....ist natürlich genau passend: neue Schwalbe da und prompt gibt es insektenfeindliches Wetter...

LG
Kirstin
 
Hallo Kirstin,
fressen kleine Schwalben denn nur Fluginsekten?
Es gibt doch gefrorene Minimaden (keine Ahnung wie die heißen) für die Jungvogelaufzucht. Da hat man dann keinen Stress mehr mit der Futterbeschaffung.
Eine Vogelmutti vom Tierschutz, bei der ich mal eine Minimeise abgeliefert habe, hatte das ganze Tiefkühlfach voll davon.
petra
 
Hallo Petra,
das ist genau das Problem, warum gerade bei Schwalben und noch mehr bei Mauerseglern so viele Probleme
bei der Handaufzucht auftreten.
(Oft kommt es zu Gefiederschwächen oder gar Schäden, was natürlich für einen Zugvogel tödlich ist.)

man bekommt an ganz vielen Stellen, selbst bei "Fachleuten" den Rat mit Maden, Beoperlen und Co.

Das Problem bei Schwalben und Mauerseglern ist anders als bei nahezu allen anderen kleinen Vogelarten,
dass die Eltern das Futter für ihre Jungtiere ausschließlich im Flug erjagen und auch ausschließlich Insekten füttern.

Das bedeutet, dass die Jungtiere darauf angewiesen sind, adulte Insekten für ein gesundes Wachstum zu bekommen.

Bei Insekten ist es so, das die verschiedenen Larvenstadien eine völlige andere Nährstoffzusammensetzung bieten,
als die adulten Tiere.

Z.B. haben die Larvenstadien ein anderes CaP Verhältnis, als ihre adulten Stadien.

Es ist eigentlich ganz egal, welches Jungtier man aufzieht:
am allerbesten gelingt das, wenn man versucht, so genau wie möglich dasselbe bei der Aufzucht zu tun und zu füttern, was die Eltern machen würden. (Das gilt z.B. auch für den Futterrythmus, die Futterzeiten etc.), denn absolut alles hat da seinen Sinn.

Beispiel bei Schwalben:

oft liest man hinsichtlich der Futtermenge, man solle alle xy Stunden soviel füttern,
bis der Kropf voll ist und die Schwalben nicht mehr betteln.

Hast Du schon jemals ein Schwalbennest gesehen, in dem die Jungtiere satt sind?

Die Schwalbenküken sind absolut ständig am Betteln und am Flattern, wenn ein Elterntier anfliegt,
aber immer nur eines bekommt die Portion.

Das hat seinen Sinn: das viele, lauthalse Betteln stärkt und trainiert die Atemwege, das ständige Flattern die Muskulatur.
Fazit: häufig füttern, aber nie soviel, dass das Schwälbchen das Futter verweigert. weil satt

LG
Kirstin
 
Hallo Kirstin,

wie lange dürfen die Fliegen denn schon tot sein?
Da nebenan Kühe weiden und wir notorische Fenster- und Türenaufreißer ohne Fliegengitter sind (auch abends mit Licht an) ,
haben wir zur Sommerzeit immer eine Menge Fluginsekten im Haus.
Leider saust nur ganz selten eine Fledermaus oder eine Schwalbe im Jagdfieber durchs Wohnzimmer, und dann sind sie wohl so aufgeregt, dass sie keine Beute machen.
Deshalb muss ich von Zeit zu Zeit handtuchwedelnd alles hinausscheuchen oder mit der Fliegenklatsche erledigen.
Die Erwischten könnte ich von jetzt an sammeln und zum Treffen mitbringen.
Soll ich? Oder braucht die kleine Schwalbe frischeres Futter?

Liebe Grüße
Maren
 
Hallo Maren,
die Fliegen müssen "frisch" sein.
Ich mache es so, dass ich sie beim Klatschen direkt in ein Glas mit etwas Leitungswasser werfe (damit sie feucht bleiben).

Der Inhalt wird normalerweise innerhalb von ca. 2 Stunden verfüttert.

Alternativ, wenn Du es schaffst, sie lebend zu fangen, dann lebend z.B. in einen Becher mit Deckel und ohne Wasser und dann
so ins Gefrierfach.
Für den Transport Kühltasche, damit sie nicht vorher auftauen.

Das Einfrieren mache ich z.B. mit Heimchen.
Die hole ich aus dem Futterhaus lebend
(eignen sich nicht als Hauptfutter, kan man aber mal als Notnagel zwischendurch mitgeben,
wenn man absolut nichts gefangen bekommt.

Die Heimchenpackung wandert zu Hause auch direkt in den Gefrierer.

Da kann ich dann die eingefrorenen Heimchen stückweise bei Bedarf entnehmen, die Beine
abbrechen (die haben Widerhaken), mit kochendem Wasser übergießen, kalt abschrecken und
sofort verfüttern.

Der Kleine ist übrigens heute umgezogen.
Draußen unter dem Carportdach ist es angesichts des starken Windes zu kalt geworden.

jetzt thront er auf der Diele über uns

 

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